OECD Wirtschaftsausblick

Frequency :
Semiannual
ISSN :
1999-0901 (online)
ISSN :
1562-6369 (print)
DOI :
10.1787/19990901
Next Edition: 29 May 2013
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Die Hauptabteilung Wirtschaft des OECD-Sekretariats stellt in Form eines in sich geschlossenen Berichts ihre eigenen Projektionen für Produktion, Beschäftigung, Preise und Leistungsbilanzen in den jeweils nächsten zwei Jahren vor. Dabei geht sie von den für alle Länder durchgeführten Prüfungen der Wirtschaftslage sowie von den Wirkungen aus, die die internationalen Entwicklungen auf jedes dieser Länder ausüben. Besonderes Augenmerk gilt den Maßnahmen, mit denen die Regierungen die laufenden Wirtschaftsprobleme zu lösen versuchen. Statistiken und Projektionen in Kurzform geben einen Überblick über die Entwicklungen in Nicht-OECD-Ländern, namentlich in Mittel- und Osteuropa, sowie in ausgewählten Volkswirtschaften Asiens. Zusätzlich zu den beiden Druckfassungen haben Abonnenten jetzt überdies die Möglichkeit, bereits sechs bis acht Wochen vor deren Veröffentlichung per Internet online jeweils die vorläufige Ausgabe des Wirtschaftsausblicks zu konsultieren. Jede Ausgabe behandelt im Allgemeinen folgende Themen: Leitartikel/Einleitung Gesamtbeurteilung der Wirtschaftslage Entwicklung in den einzelnen OECD-Ländern Entwicklung in ausgewählten Nicht-OECD-Ländern (3 bis 5 Kapitel über aktuelle Themen und Entwicklungen) Anhangstabellen (60-70 Seiten, nur in englischer Sprache) mit Daten über: Nachfrage und Produktion Löhne, Kosten und Inflation Erwerbsbevölkerung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Unternehmenssektor Ersparnisbildung Öffentliche Haushaltssalden und Staatsverschuldung Zinsen und Wechselkurse Außenhandel und Zahlungsbilanz Sonstige Hintergrunddaten

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OECD Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2010/1

OECD Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2010/1 You do not have access to this content

German
Authors:
OECD
Publication Date :
26 May 2010
Pages :
336
ISBN :
9789264087422 (PDF) ; 9789264087125 (print)
DOI :
10.1787/eco_outlook-v2010-1-de

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Der OECD-Wirtschaftsausblick analysiert die aktuelle Wirtschaftslage und untersucht, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedstaaten zur Förderung einer nachhaltigen Erholung erforderlich sind. Die vorliegende Ausgabe behandelt die Aussichten bis Ende 2011 sowohl für die OECD-Länder als auch für ausgewählte Nicht-OECD-Volkswirtschaften. Der Wirtschaftsausblick, der durch ein breites Spektrum ländervergleichender Statistiken ergänzt wird, stellt ein in seiner Art einzigartiges Instrument dar, um sich über die weltwirtschaftliche Entwicklung auf dem Laufenden zu halten.

Neben den in jeder Ausgabe regelmäßig behandelten Themen enthält der Wirtschaftsausblick diesmal ein Sonderkapitel mit dem Titel „Wiederherstellung der Beschäftigung nach der Krise".

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  • Mark
  • Summary of projections
  • Die Erholung gewinnt an Kraft, aber es sind auch neue Risiken entstanden
    Das Wachstum belebt sich im OECD-Raum – mit unterschiedlicher Geschwindigkeit je nach Region –, und zwar rascher als in der letzten Ausgabe des Wirtschaftsausblicks angenommen wurde. Das starke Wachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften leistet dazu einen erheblichen Beitrag. Angesichts des Tempos und der Größenordnung der in die aufstrebenden Volkswirtschaften fließenden Kapitalströme und der Instabilität der Märkte für Staatsanleihen könnten auf der globalen Erholung nun allerdings höhere Risiken lasten.
  • Gesamtbeurteilung der Wirtschaftslage
    Die weltweite Erholung hat sich im vergangenen Jahr zunehmend ausgedehnt, auch wenn sie in den verschiedenen Ländern und Regionen mit unterschiedlichem Tempo vorangeschritten ist. Das weltweite Produktionswachstum wird in diesem Jahr sowie 2011 voraussichtlich bei rd. 4¾% und damit über der Wachstumsrate liegen, die in den zehn Jahren vor dem Beginn der Krise verzeichnet wurde (Tabelle 1.1). In den Nicht-OECDVolkswirtschaften, vor allem in Asien, dürfte sich die kräftige Erholung fortsetzen, da die starken angesichts der Finanzkrise ergriffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen nur allmählich zurückgenommen werden und diese Länder von der Krise selbst und ihren weiter andauernden Auswirkungen weniger direkt betroffen waren.
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  • Expand / Collapse Hide / Show all Abstracts Entwicklung in den einzelnen OECD-Ländern

    • Mark
    • Vereinigte Staaten
      Die Konjunktur setzt die Mitte 2009 begonnene Erholung fort, wenngleich sich die Nettobeschäftigung erst seit Anfang 2010 positiv entwickelt hat. Die Unternehmensgewinne sind gestiegen, insbesondere im Finanzsektor, dennoch haben sich die Kreditvergabebedingungen der Banken noch nicht völlig normalisiert. Das Tempo der Konjunkturbelebung dürfte bis ins Jahr 2011 moderat bleiben, da die privaten Haushalte weiter Nettovermögen wiederherstellen, und die Arbeitslosenquote geht langsam zurück.
    • Japan
      Die Erholung von der globalen Krise setzt sich weiter fort, was einer starken Belebung der Exporte und fiskalischen Impulsen zu verdanken ist, die im Kontext einer rückläufigen Beschäftigungs- und Lohnentwicklung das Einkommen der privaten Haushalte gestützt haben. Das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion wird den Projektionen zufolge 2010 auf jahresdurchschnittlicher Basis 3% erreichen, sich aber im zweiten Halbjahr etwas verlangsamen und 2011 durchschnittlich 2% betragen. Indessen wird die Arbeitslosenquote bis Ende 2011 wohl bei über 4½% verharren, und die Deflation wird weiter andauern, da die Produktion nach wie vor unter der Kapazität liegt.
    • Euroraum
      Unter dem Einfluss wirtschaftspolitischer Impulse, einer Belebung des Welthandels und sich verbessernder Finanzierungsbedingungen ist eine allmähliche Erholung in Gang gekommen, wenngleich in jüngster Zeit bedeutende Finanzmarktfluktuationen zu beobachten waren. Probleme bei der Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und solider öffentlicher Finanzen in einigen peripheren Ländern können die Erholung erschweren. Die in vielen Ländern des Euroraums nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit und der Prozess des Schuldenabbaus bei den privaten Haushalten und den Unternehmen werden die Binnennachfrage belasten. Der erhebliche Kapazitätsüberhang wird die Inflation voraussichtlich niedrig halten.
    • Deutschland
      Die tendenzielle Wachstumsdynamik ist intakt, wenngleich die Wirtschaft um die Jahreswende durch negative Einmalfaktoren beeinträchtigt wurde. Es wird damit gerechnet, dass das Wachstum ab dem zweiten Quartal kräftig an Schwung gewinnen wird, wenn sich der Welthandel weiter verbessert und die Unternehmen ihre Investitionsausgaben nach und nach erhöhen. Der Arbeitsmarkt ist gemessen am Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion weiterhin außerordentlich robust. Infolge von Arbeitskräftehortung ist der Personalbestand in einigen Unternehmen jedoch zu hoch, so dass mit einer gewissen Zunahme der Entlassungen und der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist.
    • Frankreich
      Die Erholung ist im Gange. Das reale BIP-Wachstum dürfte sich unter dem Einfluss von Unternehmensinvestitionen, Exporten und einem Ende des Lagerabbaus etwas erhöhen und sowohl 2010 als auch 2011 durchschnittlich bei rd. 2% liegen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bald ihren Höchststand erreichen, bevor sie dann 2011 langsam abnehmen wird, während die Preisauftriebstendenzen angesichts der bei rd. 1% jährlich liegenden Trendrate der Inflation gedämpft bleiben werden.
    • Italien
      Die Rezession in Italien, in deren Zuge einer der höchsten Produktionsrückgänge zwischen Höchststand und Talsohle im OECD-Raum verzeichnet wurde, endete Mitte 2009. Wenngleich das Wachstum im ersten Quartal auf eine Jahresrate von 2% gestiegen ist, wird die Erholung im Gesamtjahr 2010 den Projektionen zufolge in einem moderaten Tempo vonstatten gehen und 2011 leicht an Kraft gewinnen. Die staatliche Politik hat zur Begrenzung der Arbeitslosigkeit beigetragen, die aber dennoch bis ins Jahr 2011 hinein langsam weiter steigen wird. Von den Kapazitätsüberhängen wird nach einer kurzfristigen Zunahme auf Grund erneut steigender Energiepreise Abwärtsdruck auf die Teuerung ausgehen.
    • Vereinigtes Königreich
      Die Erholung gewinnt unter dem Einfluss sich verbessernder Finanzierungsbedingungen, einer Belebung bei den Exporten und einer vorübergehenden Erhöhung der Lageraufstockung an Dynamik. Auf Grund eines hohen Preisauftriebs, der Nachwirkungen der Kreditklemme sowie der nötigen Straffung der Fiskalpolitik wird das Wachstum 2010 jedoch verhalten bleiben. Die Erholung wird 2011 an Schwung gewinnen, wenn der Verbrauch der privaten Haushalte und die Unternehmensinvestitionen kräftiger zu expandieren beginnen. Die Arbeitslosenquote dürfte Mitte 2010 ihren Höchststand erreichen und danach langsam zurückgehen. Die Inflation ist hoch, wird den Projektionen zufolge auf Grund der erheblichen Kapazitätsüberhänge jedoch unter die Zielvorgabe von 2% sinken, wenn die vorübergehenden Effekte der Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes nachlassen.
    • Kanada
      Die Konjunktur erholt sich mit Hilfe der Aufhellung im Handelsbereich und der Politikmaßnahmen kräftig vom Tiefstand der Rezession. Im weiteren Zeitverlauf dürfte sich das Tempo der Erholung im Zuge der Rücknahme der Politikimpulse, des nachlassenden Wiederaufbaus der Lagerbestände und des Verschuldungsabbaus durch die privaten Haushalte abschwächen. Angesichts des noch vorhandenen Kapazitätsüberhangs ist mit einem andauernden Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem weiter gedämpften Inflationsdruck zu rechnen. Der hohe Schuldenstand der privaten Haushalte stellt ein Risiko für den Ausblick dar.
    • Australien
      Nachdem Australien die Krise 2009 gut gemeistert hat, wird die australische Wirtschaft den Projektionen zufolge 2010 und 2011 ein über der Trendrate liegendes kräftiges Wachstum verzeichnen. Die Wirtschaftstätigkeit könnte in diesen beiden Jahren dank der boomenden Exporte und Binnennachfrage um nicht weniger als 3¼% bzw. 3½% des BIP expandieren. Es wird damit gerechnet, dass die Arbeitslosenquote in einem Kontext gedämpfter Inflation bis Ende 2011 auf unter 5% fallen wird.
    • Österreich
      Die Erholung wird 2010 und 2011 voraussichtlich an Schwung gewinnen, wenn sich die Auslandsnachfrage festigt und die Geld- und Finanzpolitik im Großen und Ganzen konjunkturstützend bleibt. Dennoch werden die Arbeitslosigkeit und der Kapazitätsüberhang während des Betrachtungszeitraums voraussichtlich fortbestehen, so dass die Inflation gedämpft bleibt.
    • Belgien
      Unter dem Einfluss einer Lockerung der Geld- und Finanzpolitik und der Belebung des Welthandels setzte Mitte 2009 eine Konjunkturerholung ein. Es wird mit einer allmählichen Belebung der Wirtschaftstätigkeit gerechnet. Allerdings dürfte die Arbeitslosigkeit bis Anfang 2011 weiter steigen, wodurch das ohnehin bereits hohe Niveau der strukturellen Arbeitslosigkeit wohl weiter zunehmen wird.
    • Chile
      Das Erdbeben und der Tsunami, die Chile Ende Februar heimsuchten, unterbrachen die im zweiten Halbjahr 2009 begonnene kräftige Erholung. In den am härtesten getroffenen Gebieten wurde die Produktion stark beschädigt. Infolge der Wiederaufbauanstrengungen ist jedoch mit einem starken Konjunkturaufschwung im zweiten Halbjahr 2010 zu rechnen, der sich danach im Zuge des allmählich abklingenden Wiederaufbaubooms und einer wirtschaftspolitischen Straffung verlangsamen dürfte.
    • Tschechische Republik
      Das reale BIP ist seit dem zweiten Halbjahr 2009 gewachsen, hauptsächlich auf Grund einer Erholung der Exportmärkte. Die Flaute der Inlandsnachfrage dauert infolge der hohen Arbeitslosigkeit und der fiskalpolitischen Straffung nach wie vor an. Eine allmähliche Erholung wird für die Jahre 2010 und 2011 projiziert, in denen das BIP-Wachstum wohl 2% bzw. 3% erreichen wird. Die Inflation dürfte bis 2011 allmählich auf rd. 2% ansteigen, womit sie innerhalb des neuen amtlichen Zielkorridors liegen wird.
    • Dänemark
      Die dänische Wirtschaft hat begonnen, die Rezession zu überwinden, der Aufschwung wird aber voraussichtlich verhalten ausfallen. Die Stimulierungsmaßnahmen werden das Wachstum 2010 weiter stützen, und 2011 wird die Erholung den Projektionen zufolge an Breite gewinnen.
    • Finnland
      Finnland wurde vom Zusammenbruch des Welthandels zwar hart getroffen, das Wachstum setzte jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2009 – wenn auch langsam – wieder ein. Unter dem Einfluss der weiteren Erholung der Auslandsnachfrage im Jahr 2010 und des wieder erstarkenden Vertrauens wird das Wachstum den Projektionen zufolge allmählich an Dynamik gewinnen. Die Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich bis Ende 2010 weiter zunehmen und danach langsam wieder sinken.
    • Griechenland
      Die griechische Wirtschaft befindet sich infolge der Nachwirkungen der weltweiten Krise und des Wirksamwerdens der notwendigen haushaltspolitischen Sparmaßnahmen in einer langwierigen Rezession. Der Rückgang des realen BIP wird sich dank einer steigenden Auslandsnachfrage voraussichtlich über den Projektionszeitraum verlangsamen. Die Kapazitätsüberhänge und die bis weit in das Jahr 2011 hinein steigende Arbeitslosigkeit werden dafür sorgen, dass die Inflation sehr niedrig bleibt.
    • Ungarn
      2010 wird voraussichtlich eine leichte Erholung stattfinden, da das robuste Wachstum der Auslandsnachfrage durch die schwache Inlandsnachfrage mehr als wettgemacht wird. Die Erholung dürfte 2011 in dem Maße, wie die von der anhaltenden Schwäche des Arbeitsmarkts und den restriktiven Kreditbedingungen ausgehende Bremswirkung nachlässt, an Dynamik gewinnen. Der Preisauftrieb wird bis Ende 2011 wohl deutlich nachlassen, da die Basiseffekte der Erhöhung der indirekten Steuern im vergangenen Jahr abklingen und die erhebliche negative Arbeitslosigkeits- und Produktionslücke voraussichtlich eine Zeit lang fortbestehen wird.
    • Island
      Während der Rezession wurden bei der Reduzierung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte bedeutende Fortschritte erzielt. Dies schafft eine solide Basis für die Konjunkturerholung, die den Projektionen zufolge trotz einer erheblichen Haushaltskonsolidierung im zweiten Halbjahr 2010 in Gang kommen wird. Die Erholung wird voraussichtlich von der Inlandsnachfrage getragen werden, auf die 2011 von den geplanten Investitionen in energiebezogene Großvorhaben kräftige Impulse ausgehen werden.
    • Irland
      Nach einer schweren Rezession im Jahr 2009 scheint sich die Wirtschaft nahe an einem Wendepunkt zu befinden. Die Konjunkturerholung wird gleichwohl vom Außensektor getragen werden, da der Abbau der während der Hochkonjunktur entstandenen Ungleichgewichte den Konsum und die Investitionen noch auf einige Zeit hinaus dämpfen wird. Dies legt den Schluss nahe, dass eine breitfundierte Konjunkturbelebung noch eine Zeit lang auf sich warten lassen wird. Die Verbesserung der außenwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit wird hingegen den Wachstumsbeitrag der Exporte erhöhen.
    • Korea
      Korea gelang unter dem Antrieb der Exporte und einer expansiven Finanzpolitik eine der stärksten Erholungen unter den OECD-Ländern. Während die fiskalischen Impulse zurückgenommen werden, dürften die lebhaften Exporte dazu beitragen, das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2010 auf 5¾% des BIP zu erhöhen, was einen merklichen Rückgang der Arbeitslosigkeit zur Folge haben dürfte.
    • Luxemburg
      Die Wirtschaft erlebte eine tiefe Rezession, doch ist unter dem Antrieb der kräftigen Exporte von Finanzdienstleistungen eine Erholung in Gang gekommen. Die Konjunktur dürfte weiter an Dynamik gewinnen, und die Binnennachfrage wird sich mit der Rückkehr des Vertrauens und der Beschleunigung des Beschäftigungswachstums erholen.
    • Mexiko
      Der im dritten Quartal 2009 begonnene kräftige Aufschwung dürfte sich 2010 und 2011 fortsetzen. Nach einer starken Erholung wird sich das Exportwachstum voraussichtlich schrittweise normalisieren. Ein Ende des Lagerhaltungszyklus ist zu erwarten, während die inländische Endnachfrage im Zuge der weiteren Aufhellung am Arbeitsmarkt verzögert anziehen wird.
    • Niederlande
      Die Wirtschaft erholt sich unter dem Einfluss eines stärkeren Welthandelswachstums, fiskalischer Impulse und der konjunkturstützenden monetären Bedingungen des Euroraums. Die Inlandsnachfrage wird voraussichtlich langsam an Dynamik gewinnen, aber erst 2011 einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leisten. Die Beschäftigung wird die Talsohle durchschreiten, aber erst 2011 wieder expandieren.
    • Neuseeland
      Die Erholung hat unter dem Einfluss inländischer Politikimpulse und einer Belebung der Auslandsnachfrage sowie der Rohstoffpreise Ende 2009 an Fahrt aufgenommen. Wenn die Binnennachfrage schließlich wieder steigt, könnte der Effekt jedoch, bedingt durch den Schuldenüberhang im Privatsektor, die verfestigte Arbeitslosigkeit und die anhaltende Unsicherheit, die die Investitionen bremsen könnte, schwächer ausfallen als während früherer Aufschwünge.
    • Norwegen
      Die wirtschaftliche Erholung setzte in Norwegen etwas früher ein als in den meisten anderen OECD-Ländern, und das Wachstum wird sich den Projektionen zufolge fortsetzen, wenn auch in einem moderateren Tempo als vor der Rezession. Sowohl bei den Verbraucherausgaben als auch – etwas später – beim Investitionswachstum wird es 2010 den Projektionen zufolge zu einer Belebung kommen, wohingegen sich die Staatsausgaben gegenüber ihrem raschen Tempo der jüngsten Zeit verlangsamen werden. Bis 2011 wird das BIP auf dem Festland ausreichend rasch zunehmen, um die Kapazitätsüberhänge in einem Großteil der Wirtschaft zu beseitigen.
    • Polen
      Nachdem Polen im Jahr 2009 die besten Wachstumsergebnisse des OECD-Raums verzeichnet hatte, begann sich die Konjunktur unter dem Einfluss der dynamischen Entwicklung der Exporte, des öffentlichen Konsums und der Lagerhaltung zu beschleunigen. Das reale BIP-Wachstum wird sich den Projektionen zufolge stark erhöhen und seine Hauptimpulse von den Infrastrukturinvestitionen in Verbindung mit EU-Transferzahlungen und der Fußball-Europameisterschaft 2012 sowie dem privaten Verbrauch beziehen.
    • Portugal
      Das Wachstum dürfte im Jahr 2010 wieder anspringen, aber für den Großteil des Projektionszeitraums verhalten bleiben, was sich aus der notwendigen Haushaltskonsolidierung und dem erforderlichen Schuldenabbau erklärt. Infolgedessen wird die Arbeitslosigkeit 2010 voraussichtlich weiter steigen, und die Inflation wird niedrig bleiben. Die Auslandsnachfrage wird die Exporte stützen, eine Verschlechterung der Kapitalertragsbilanz bei den Nettoinvestitionen wird jedoch u.U. eine erhebliche Verringerung des Leistungsbilanzdefizits verhindern.
    • Slowakische Republik
      Eine exportinduzierte Erholung zieht die Konjunktur aus der Rezession, die Schwäche des privaten Konsums wirkt aber als Wachstumsbremse. Dennoch dürfte das BIP 2010 um über 3½% und 2011 um nahezu 4% zulegen. Die Arbeitslosigkeit dürfte 2010 bei rd. 14% ihren Höchststand erreichen, bevor sie 2011 etwas zurückgeht.
    • Spanien
      Die gesamtwirtschaftliche Produktion dürfte sich im Jahr 2010 stabilisieren und 2011 leicht um 1% steigen. Die Arbeitslosenquote wird den Projektionen zufolge 2011 sinken. Die Gesamtinflation wird auf Grund der höheren Ölpreise und der Mehrwertsteueranhebung vorübergehend anziehen, 2011 aber voraussichtlich auf nahe null zurückgehen.
    • Schweden
      Die schwedische Wirtschaft erlebte 2008-2009 eine schwere Rezession. Auch wenn die gesamtwirtschaftliche Tätigkeit an Dynamik gewinnt, bestehen nunmehr beträchtliche Kapazitätsüberhänge und wird die Arbeitslosigkeit noch eine Zeit lang hoch bleiben.
    • Schweiz
      Das Wachstum dürfte sich allmählich beleben und auf 1,8% im Jahr 2010 und 2,2% im Jahr 2011 ansteigen, zunächst unter dem Einfluss der starken Exportnachfrage und dann unter dem der Binnennachfrage, insbesondere der privaten Investitionen und des privaten Verbrauchs. Die Arbeitslosigkeit wird den Projektionen zufolge 2011 langsam zurückgehen, während die Inflation voraussichtlich bei unter 1% liegen wird.
    • Türkei
      Die Konjunktur hat sich seit dem zweiten Quartal 2009 dank der guten Exportergebnisse kräftig belebt. Das BIP dürfte 2010 um 6,8% und 2011 um 4,5% expandieren. Die Arbeitsplatzschaffung wird jedoch nicht stark genug sein, um die rasch wachsende Erwerbsbevölkerung zu absorbieren, und die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen.
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  • Expand / Collapse Hide / Show all Abstracts Entwicklung in ausgewählten Nicht-OECD-Volkswirtschaften

    • Mark
    • Brasilien
      Unter dem Einfluss einer lebhaften Binnennachfrage, die durch massive Konjunkturmaßnahmen beflügelt wurde, hat die brasilianische Wirtschaft seit Mitte 2009 kräftig expandiert. Dies resultierte in einem sprunghaften Anstieg der Einfuhren. Angesichts eines restriktiveren Kurses in der Geldpolitik könnte sich die Binnennachfrage in den kommenden Quartalen etwas verlangsamen. Anschließend werden die Infrastrukturinvestitionen für einen erneuten Wachstumsschub sorgen. Die Teuerung wird in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich über die Mitte des Zielkorridors für die Inflation ansteigen.
    • China
      Die kräftige Expansion setzte sich in China Anfang 2010 fort. Das BIP-Wachstum wird den Projektionen zufolge dieses Jahr über 11% liegen, bevor es sich dann 2011 infolge der nachlassenden Effekte des Konjunkturpakets auf knapp unter 10% verlangsamen wird. Da sich die Terms of Trade verschlechtern und die Binnennachfrage nach wie vor stark ist, könnte der Leistungsbilanzüberschuss 2010 weiter erheblich schrumpfen – auf rd. 2¾% des BIP – und 2011 nur leicht wieder ansteigen. Angesichts nachgebender Nahrungsmittelpreise dürften die inflationären Spannungen verhalten bleiben.
    • Indien
      Nach einer Wachstumsbelebung im ersten Halbjahr 2009 bremste ein starker Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, der auf die dürftig ausgefallenen Monsunniederschläge zurückzuführen war, die Dynamik der indischen Wirtschaft. Der Nichtagrarsektor hat jedoch weiterhin gute Ergebnisse verzeichnet, und die jüngsten Kurzzeitindikatoren zur Konjunktur und zum Geschäftsklima deuten darauf hin, dass dieser Wirtschaftsbereich kräftig wächst. Da sich die Agrarproduktion deutlich erholen dürfte, ist kurzfristig von einem starken Wirtschaftswachstum auszugehen, das sich anschließend in etwa auf Trendniveau abschwächen wird.
    • Russische Föderation
      Unter dem Antrieb des seit Anfang 2009 zu beobachtenden starken Anstiegs der Ölpreise gewinnt die Konjunkturerholung an Dynamik. Einige Komponenten der Binnennachfrage haben sich zwar noch nicht erholt, es wird aber damit gerechnet, dass dies im Jahresverlauf 2010 sowie weiter im Jahr 2011 geschehen wird. Die Inflation ist im vergangenen Jahr stark gesunken, wird aber voraussichtlich wieder etwas anziehen, bevor sie sich dann stabilisiert. Der Leistungsbilanzüberschuss wird sich 2010 unter dem Einfluss hoher Ausfuhrpreise ausweiten, 2011 aber wieder abnehmen, wenn die Erholung der privaten Binnennachfrage sich kräftigt und die im Verlauf des vergangenen Jahres verzeichnete reale Aufwertung des Rubel das Importwachstum anhebt.
    • Estland
      Die Wirtschaft ließ Ende 2009 unter dem Einfluss der Erholung der Auslandsnachfrage eine lang andauernde, tiefe Rezession hinter sich. Nachdem das BIP 2009 um 14% schrumpfte, wird sich sein Wachstum 2010 und 2011 beschleunigen und 2011 auf über 4% zulegen. Während die Arbeitslosigkeit mindestens bis 2011 hoch bleiben wird, ist die Inflation viel früher als erwartet zurückgekehrt.
    • Indonesien
      Das BIP-Wachstum wird weiterhin durch einen robusten Inlandsverbrauch gestützt. Die Investitionstätigkeit belebt sich, wird aber immer noch durch hohe Kreditzinsen beeinträchtigt. Da die natürlichen Ressourcen Indonesiens stark nachgefragt werden, konnte die mit dieser Tatsache verbundene erhebliche Währungsaufwertung nicht verhindern, dass sich die Ausfuhren rascher erholten als die Einfuhren, was dem Handels- und dem Leistungsbilanzüberschuss Auftrieb gab. Die inflationären Spannungen bleiben gedämpft. Unter dem Einfluss steigender Investitionen und sich verbessernder Kreditbedingungen ist mit einer weiteren Belebung der Wirtschaftstätigkeit zu rechnen.
    • Israel
      In Israel ist die Erholung von dem verhältnismäßig milden Abschwung inzwischen in Gang gekommen, und das Wachstum dürfte gegen Ende 2011 erneut in der Nähe der Potenzialrate liegen. Die Jahresrate der Inflation wird kurzfristig voraussichtlich sinken, doch deuten die Markterwartungen auf einen anschließenden Anstieg bis in die obere Hälfte des Zielkorridors der Zentralbank von 1-3% hin.
    • Slowenien
      Die Erholung begann im zweiten Halbjahr 2009 unter dem Antrieb wieder steigender Exporte. Das Wachstumstempo dürfte sich 2010 und 2011 nach und nach beschleunigen, wenn die Faktoren, die die Inlandsnachfrage bremsen, nachlassen. Obwohl sich die Arbeitslosenquote in den letzten Monaten stabilisiert hat, wird sie 2010 wohl noch weiter steigen, da die Kurzarbeitsmaßnahmen der Regierung auslaufen. Die Inflation wird infolge des hohen Kapazitätsüberhangs in der Wirtschaft wahrscheinlich moderat bleiben.
    • Südafrika
      Das Wachstum ist wieder angesprungen und wird durch die Fußballweltmeisterschaft Mitte 2010 einen vorübergehenden Schub erhalten. Die für 2011 projizierte Wachstumsrate liegt mit 5% über der Potenzialrate, eine negative Produktionslücke wird aber trotzdem bestehen bleiben. Das Leistungsbilanzdefizit wird sich wahrscheinlich ausweiten, da die Einfuhren rascher steigen werden als die Ausfuhren, es wird das Vorkrisenniveau allerdings nicht erreichen.
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  • Mark
  • Prospects for Growth and Imbalances Beyond the Short Term (nur in der englischen Ausgabe)
    Die Rezession, die 2008 und 2009 nahezu alle OECD-Volkswirtschaften traf, war im historischen Vergleich sehr stark (Abb. 5.1). Sie hatte tiefgreifende, aber sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte in den OECD-Ländern. Insbesondere erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in einer Reihe von Ländern drastisch, während ihr Anstieg in anderen Ländern überraschend schwach ausfiel. Dieses breite Spektrum unterschiedlicher Entwicklungen in den einzelnen Ländern bestimmt die Herausforderungen, vor denen die Politik in diesen Ländern bei der Wiedereingliederung der Betroffenen in die Beschäftigung steht.
  • Wiederherstellung der Beschäftigung nach der Krise
    Die Rezession, die 2008 und 2009 nahezu alle OECD-Volkswirtschaften traf, war im historischen Vergleich sehr stark (Abb. 5.1). Sie hatte tiefgreifende, aber sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte in den OECD-Ländern. Insbesondere erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in einer Reihe von Ländern drastisch, während ihr Anstieg in anderen Ländern überraschend schwach ausfiel. Dieses breite Spektrum unterschiedlicher Entwicklungen in den einzelnen Ländern bestimmt die Herausforderungen, vor denen die Politik in diesen Ländern bei der Wiedereingliederung der Betroffenen in die Beschäftigung steht.
  • Counter-cyclical Economic Policy (nur in der englischen Ausgabe)
  • Verzeichnis der Sonderkapitel in den letzten Ausgaben des OECD-Wirtschaftsausblicks
  • Statistischer Anhang
    Dieser Anhang enthält Angaben zu einigen der wichtigsten ökonomischen Datenreihen, die als Hintergrundmaterial für die im Hauptteil des Berichts beschriebenen jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen im OECD-Raum gedacht sind. Bei den Daten für den Zeitraum 2010-2011 handelt es sich um Schätzungen und Projektionen der OECD. In einigen Tabellen wurden die Daten an international vereinbarte Konzepte und Definitionen angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Ländern und zugleich die Konsistenz mit früheren Daten in anderen OECD-Publikationen zu gewährleisten. Es werden Gewichtungskoeffizienten verwendet, die für jeden Beobachtungszeitraum neu definiert werden, wobei die Koeffizienten von der jeweiligen Quantität abhängen. Wegen Einzelheiten bezüglich der Aggregierung, vgl. OECD Economic Outlook Sources and Methods.
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