Die PISA-Erhebung 2025 setzte sich aus dem Schwerpunktbereich Naturwissenschaften sowie aus den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und computergestütztes Problemlösen zusammen.3 In jeder PISA-Erhebungsrunde wird einer der Haupterhebungsbereiche (Naturwissenschaften, Lesekompetenz und Mathematik) eingehend getestet. Bei PISA 2025 war – ebenso wie 2015 und 2006 – der Schwerpunktbereich Naturwissenschaften. Lesekompetenz bildete 2000, 2009 und 2018 den Schwerpunktbereich. Mathematik war 2003, 2012 und 2022 Schwerpunktbereich.
Durch dieses Rotationsprinzip werden die Leistungen in jedem der drei Haupterhebungsbereiche alle neun (bzw. zehn) Jahre genau analysiert; eine Trendanalyse findet alle drei (bzw. vier) Jahre statt.4
Lernen in der digitalen Welt wurde in PISA 2025 zum ersten Mal evaluiert.
In PISA 2025 Assessment and Analytical Framework (OECD, 2026[1]) werden die Erhebungsbereiche von PISA 2025 definiert und näher beschrieben:
Naturwissenschaftliche Kompetenz wird definiert als die Fähigkeit von Schüler*innen, sich als reflektierende Bürger*innen mit naturwissenschaftlichen Fragen und Konzepten auseinanderzusetzen und diese als Grundlage für fundierte Entscheidungen zu nutzen.
Mathematikkompetenz wird definiert als die Fähigkeit von Schüler*innen, mathematisch zu argumentieren und Mathematik zu formulieren, anzuwenden und zu interpretieren, um Fragestellungen in einer Vielzahl von Alltagskontexten zu lösen.
Lesekompetenz wird definiert als die Fähigkeit von Schüler*innen, Texte zu verstehen, zu nutzen, zu evaluieren, über sie zu reflektieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um Ziele zu erreichen, Wissen und Potenzial weiterzuentwickeln und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Kompetenzen im Bereich Lernen in der digitalen Welt (Learning in the Digital World – LDW) werden definiert als die Fähigkeit von Schüler*innen, sich durch Einsatz computergestützter Werkzeuge und Verfahren in einem iterativen und selbstregulierten Prozess Wissen aufzubauen und Probleme zu lösen.
Im Rahmen von PISA 2025 wurde in 22 Ländern und Volkswirtschaften erstmals die Fremdsprachenkompetenz von Schüler*innen in Englisch gemessen. Die Tests wurden einer separaten, repräsentativen Stichprobe von Schüler*innen gestellt, die Englisch als Fremdsprache in der Schule lernen oder gelernt haben. Dieser optionale Test richtete sich an Länder und Volkswirtschaften, die sich für das Thema interessieren und in denen Englisch nicht die Hauptunterrichtssprache ist. Durch den Test konnten Vergleichsdaten zu den Fremdsprachenkenntnissen der Schüler*innen und wertvolle Einblicke in empfehlenswerte Praktiken für das Lehren und Lernen einer Fremdsprache gewonnen werden.
Vgl. Anhang C wegen Beispielen von PISA-Testaufgaben.