Talente im Ausland: Ein Bericht über deutsche Auswanderer

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Author(s):
OECD
01 June 2015
Pages:
156
ISBN:
9789264234055 (PDF) ;9789264234048(print)
http://dx.doi.org/10.1787/9789264234055-de

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2010/2011 lebten mehr als drei Millionen in Deutschland geborene Personen in einem anderen OECD-Land. Um beurteilen zu können, welches Potenzial diese Auswandererpopulation für den deutschen Arbeitsmarkt darstellt, wird in diesem Bericht die Verteilung der deutschen Auslandsbevölkerung auf die einzelnen OECD-Länder sowie ihre Alters-, Geschlechts- und Bildungsstruktur ermittelt. Dabei wird eine Umorientierung der deutschen Auswanderer hin zu europäischen Zielländern und höheren Bildungsabschlüssen festgestellt. Die meisten deutschen Auswanderer sind nach wie vor in den Vereinigten Staaten ansässig, doch in der Schweiz und in Spanien ist die deutsche Auswandererbevölkerung besonders rasch gewachsen. Die internationalen Studierenden aus Deutschland stellen inzwischen sogar die größte Gruppe internationaler Studierender im OECD-Raum dar. Zwar erzielen deutsche Auswanderer weniger gute Arbeitsmarktergebnisse als die deutsche Inlandsbevölkerung, sie arbeiten jedoch überdurchschnittlich häufig in Berufen mit hohem Qualifikationsniveau. Die Erhebungsdaten deuten darauf hin, dass sich viele Deutsche in Deutschland mit Auswanderungsgedanken tragen und dass viele deutsche Auswanderer offen für eine eventuelle Rückkehr sind. Allerdings scheinen jene, die in den letzten Jahren zurückgekehrt sind, ein niedrigeres Bildungsniveau aufzuweisen als die, die ausgewandert sind.

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  • Vorwort und Dank

    Dass Menschen auswandern, wird oft als Verlust für das jeweilige Herkunftsland gewertet. Auswanderer können jedoch auch eine wichtige Rolle bei der Förderung des Handels und der wirtschaftlichen Entwicklung spielen, vor allem durch die Kompetenzen, die sie im Ausland erworben haben, und durch die Kontakte, über die sie dort verfügen. Wenn sie beschließen zurückzukehren, wird ihre Reintegration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft durch die Tatsache erleichtert, dass sie die Landessprache beherrschen, ein spezifisches soziales Kapital mitbringen und über im Herkunftsland erworbene Qualifikationen verfügen, die von Arbeitgebern problemlos anerkannt werden.

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Zusammenfassung

    In den OECD-Ländern lebt eine beträchtliche Population deutscher Auswanderer, die 2010/2011 3,4 Millionen Personen ab 15 Jahren umfasste. Verglichen mit anderen Auswandererpopulationen scheint diese Zahl beträchtlich: Deutschland ist im OECD-Raum das drittwichtigste und weltweit das fünftwichtigste Herkunftsland von Auswanderern. Im Vergleich zu den außergewöhnlichen Zuwächsen in den Auswandererpopulationen anderer Länder hat sich die Zahl deutscher Auswanderer jedoch nur langsam erhöht – zwischen 2000/2001 und 2010/2011 um 250 000 Personen bzw. 8%.

  • Zahl und Zielländer deutscher Auswanderer

    In diesem Kapitel wird der Umfang der in OECD-Ländern lebenden deutschen Auswandererpopulation ermittelt – insgesamt 3,4 Millionen Menschen –, wobei Vergleiche mit anderen großen Auslandsbevölkerungen in aller Welt angestellt werden. Die Zusammensetzung der deutschen „Diaspora" wird nach Geschlecht, Alter und Aufenthaltsdauer analysiert. Des Weiteren werden die wichtigsten Zielländer deutscher Emigranten identifiziert. Anhand eines Vergleichs der Auswandererzahlen der letzten Jahre wird dabei eine Umorientierung hin zu europäischen Zielländern festgestellt. Außerdem wird untersucht, wie die Entwicklungen der letzten Jahre den Umfang und die Zusammensetzung der deutschen Auswandererbevölkerung in den wichtigsten Zielländern beeinflusst haben.

  • Arbeitsmarktpotenzial deutscher Auswanderer

    In diesem Kapitel wird das Potenzial untersucht, das deutsche Auswanderer in OECDLändern für das Arbeitsangebot in Deutschland darstellen. Dabei wird die bildungsmäßige Zusammensetzung der deutschen Auswandererpopulation betrachtet, die Zahl der in den einzelnen Zielländern am Arbeitsmarkt teilnehmenden deutschen Auswanderer ermittelt und auf ihre Berufe eingegangen, wobei der Fokus auf bestimmten Mangelberufen liegt. Darüber hinaus wird eine Reihe von Indikatoren herangezogen, um ihre Karriereaussichten zu beschreiben. Es zeigt sich, dass sowohl die hoch- als auch die mittelqualifizierten Auswanderer aus Deutschland einen großen Kompetenzpool bieten und tatsächlich mit größerer Wahrscheinlichkeit Berufe mit hohem Qualifikationsniveau ausüben als die deutsche Inlandsbevölkerung. In einigen OECD-Ländern lebt eine beträchtliche Zahl in Deutschland geborener Gesundheitsfachkräfte, Ingenieure und Techniker.

  • Auswanderung aus und Rückkehr nach Deutschland: Muster und Beweggründe

    Dieses Kapitel untersucht auf der Basis international vergleichbarer Erhebungsdaten die Beweggründe und Bestimmungsfaktoren, die in Deutschland Geborene dazu veranlassen, ins Ausland zu ziehen oder aus dem Ausland zurückzukehren. Während 15% der in Deutschland geborenen und dort lebenden Bevölkerung angeben, dass sie am liebsten ins Ausland ziehen würden, setzen nur wenige diese Absicht auch in die Tat um. Karriereaussichten und familiäre Gründe scheinen die Entscheidungen vieler Personen, die tatsächlich auswandern, anzutreiben. Das subjektive Wohlbefinden der deutschen Auswanderer verbessert sich im Anschluss an ihre Auswanderung, es verharrt jedoch im Durchschnitt auf einem niedrigeren Niveau als das Wohlbefinden der Personen, die im Land bleiben. Viele Personen ziehen eine Rückkehr zwar in Betracht, in den letzten Jahren sind jedoch weniger deutsche Staatsangehörige zurückgekehrt als fortgezogen. Dieses Kapitel enthält Schätzungen, die darauf hindeuten, dass die Zusammensetzung der beiden Gruppen variiert: Bei Rück- kehrern ist die Wahrscheinlichkeit, ein hohes Bildungsniveau zu besitzen und vor dem Umzug am Arbeitsmarkt teilzunehmen, geringer als bei Personen, die fortziehen.

  • Deutsche Auswanderer, die im Ausland studieren oder forschen

    In diesem Kapitel wird dargelegt, dass Studierende aus Deutschland nicht nur eine überdurchschnittliche Mobilität aufweisen, sondern unter den Mitgliedsländern inzwischen sogar die größte Gruppe internationaler Studierender im OECD-Raum darstellen. In mehreren Aufnahmeländern machen sie einen beachtlichen Anteil der gesamten Studierendenpopulation aus. Deutliche Unterschiede zwischen internationalen Studierenden aus Deutschland und den in Deutschland verbleibenden Studierenden werden in Bezug auf die Studienfächer identifiziert. Wenngleich das verfügbare Datenmaterial zu international mobilen Wissenschaftlern aus Deutschland spärlich ist, enthält dieses Kapitel Informationen zu ihrer Zahl in den Hauptzielländern sowie eine Erörterung der Beweggründe, die sie zum Umzug ins Ausland und zur Rückkehr veranlassen. Messgrößen des wissenschaftlichen Einflusses auf der Basis von Publikationen legen den Schluss nahe, dass viele der einflussreicheren Wissenschaftler dauerhaft ins Ausland ziehen.

  • Zusätzliche Tabellen und Abbildungen
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