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OECD Territorialexamen: Schweiz 2011

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BLURB - GERMAN

Die Regionen in der Schweiz erzielen in vielen Hinsichten gute Ergebnisse. Sie verbuchen ein hohes BIP pro Einwohner, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, und manche Regionen verzeichnen ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum. Auβerdem steht die Schweiz nicht vor Herausforderungen, mit denen viele ähnliche Regionen in der OECD konfrontiert wurden, wie mangelnder Zugang zu Dienstleistungen oder Bevölkerungsrückgang durch Überalterung oder Abwanderung. Nur die Förderung der Arbeitsproduktivität stellt weiterhin ein Problem dar, mit dessen Lösung die Regionalpolitik sich befassen muss.

Zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsleistung wurde 2008, im Anschluss an den OECD-Prüfbericht 2002, die neue Schweizer Regionalpolitik (NRP) eingeführt. Die NRP stellt einen klaren Paradigmenwechsel dar, da sie sich nicht mehr auf den Bau von Infrastrukturen und die Gewährung von Finanzhilfen konzentriert, sondern die Wirtschaftsförderung zur gezielten Mehrwertschöpfung in den Regionen in den Mittelpunkt stellt. Dieser Bericht enthält Empfehlungen, wie das Ergebnis der NRP durch die Ausweitung des Wirkungsbereichs auf das gesamte Land, engere interkantonale Zusammenarbeit und besser koordinierte Sektoralpolitiken optimiert werden kann. Ferner befasst der Bericht sich mit der regionalen Innovationsförderung. In diesem Rahmen wird empfohlen, die Aufgaben der einzelnen Staatsebenen klarer zu definieren, Forschung und Technologietransfer auf Landesebene vom Bund finanzieren zu lassen und die Kantone mit der Innovationsförderung in den Funktionalräumen zu beauftragen.

Der OECD-Prüfbericht Raumentwicklung Schweiz 2011 ist in das breiter gefasste Raumentwicklungsprogramm des OECD Territorial Development Policy Committee eingebettet. Ziel der Prüfberichte ist es, den Behörden der einzelnen Staaten praxisbezogene Ratschläge für die Raumentwicklung zu geben. Zu den bereits geprüften Ländern zählen Chile, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Mexiko, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden und die Schweiz, die Tschechische Republik und Ungarn.     

Leseempfehlung

OECD-Prüfbericht Raumentwicklung Schweiz (2002)

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Beurteilung und Empfehlungen

Die Regionen in der Schweiz zeichnen sich durch ein hohes Pro-Kopf- Bruttoinlandsprodukt (BIP), starke Wirtschaftssektoren (gemessen an der Exportleistung) und eine hochqualifizierte Bevölkerung aus, besonders in der Region Genfersee (36.1% in 2006) und in Zürich (37.7%). Zürich zählt besonders viele wissensintensive Arbeitsplätze, und in der Nordwestschweiz beruht die Verarbeitungsindustrie auf Hightech-Verfahren. Die Schweizer Regionen zeichnen sich durch eine hohe Anzahl von Patentanmeldungen aus, insbesondere Kantone wie Basel-Stadt. Ausserdem stehen sie an der Spitze, wenn es um umweltverträgliches Wachstum geht und stützen sich auf grüne Technologien wie Energieeffizienz und Umweltschutz.

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