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Herausforderungen für die Besteuerung der digitalen Wirtschaft

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Die Expansion der digitalen Wirtschaft stellt das internationale Steuerrecht vor eine Reihe von Herausforderungen, die in diesem Bericht analysiert werden. Da die digitale Wirtschaft immer mehr zur Wirtschaft an sich wird, ist eine strikte Trennung der digitalen Wirtschaft vom Rest der Wirtschaft für Steuerzwecke nicht möglich. Einige Geschäftsmodelle und wesentliche Merkmale der digitalen Wirtschaft können die Risiken von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (BEPS) jedoch verstärken. Diesen Risiken wird mit den Arbeiten zu den anderen Punkten des BEPS-Aktionsplans begegnet, die auch den entscheidenden Merkmalen der digitalen Wirtschaft Rechnung tragen. Dieser Bericht analysiert außerdem einige allgemeinere Herausforderungen, vor denen die Besteuerung im Bereich der digitalen Wirtschaft steht, und erörtert potenzielle Optionen zu ihrer Bewältigung. Zur Evaluierung dieser allgemeineren Herausforderungen und potenziellen Lösungsansätze werden 2015 allerdings weitere Arbeiten durchgeführt werden müssen.

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Vorwort

Gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting – BEPS) vorzugehen, ist Staaten weltweit ein zentrales Anliegen. 2013 verabschiedeten die OECD- und G20-Länder in gleichberechtigter Zusammenarbeit einen 15-Punkte-Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung. Mit dem Aktionsplan soll sichergestellt werden, dass Gewinne an dem Ort besteuert werden, an dem die wirtschaftliche Tätigkeit, mit der sie erzielt werden, ausgeübt wird und an dem die Wertschöpfung stattfindet. Die Länder verständigten sich darauf, dass unbedingt gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung vorgegangen werden muss und dies zeitnah geschehen muss – nicht zuletzt, damit das bestehende konsensbasierte Regelwerk für internationale Steuerangelegenheiten nicht auseinanderbricht, was die Unsicherheit für die Unternehmen in einer Zeit erhöhen würde, in der grenzüberschreitende Investitionen notwendiger sind denn je. Der Aktionsplan enthält daher 15 Punkte mit spätestens 2015, zum Teil bereits 2014 vorzulegenden Maßnahmen.

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