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Talente im Ausland: Ein Bericht über deutsche Auswanderer

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2010/2011 lebten mehr als drei Millionen in Deutschland geborene Personen in einem anderen OECD-Land. Um beurteilen zu können, welches Potenzial diese Auswandererpopulation für den deutschen Arbeitsmarkt darstellt, wird in diesem Bericht die Verteilung der deutschen Auslandsbevölkerung auf die einzelnen OECD-Länder sowie ihre Alters-, Geschlechts- und Bildungsstruktur ermittelt. Dabei wird eine Umorientierung der deutschen Auswanderer hin zu europäischen Zielländern und höheren Bildungsabschlüssen festgestellt. Die meisten deutschen Auswanderer sind nach wie vor in den Vereinigten Staaten ansässig, doch in der Schweiz und in Spanien ist die deutsche Auswandererbevölkerung besonders rasch gewachsen. Die internationalen Studierenden aus Deutschland stellen inzwischen sogar die größte Gruppe internationaler Studierender im OECD-Raum dar. Zwar erzielen deutsche Auswanderer weniger gute Arbeitsmarktergebnisse als die deutsche Inlandsbevölkerung, sie arbeiten jedoch überdurchschnittlich häufig in Berufen mit hohem Qualifikationsniveau. Die Erhebungsdaten deuten darauf hin, dass sich viele Deutsche in Deutschland mit Auswanderungsgedanken tragen und dass viele deutsche Auswanderer offen für eine eventuelle Rückkehr sind. Allerdings scheinen jene, die in den letzten Jahren zurückgekehrt sind, ein niedrigeres Bildungsniveau aufzuweisen als die, die ausgewandert sind.

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Auswanderung aus und Rückkehr nach Deutschland: Muster und Beweggründe

Dieses Kapitel untersucht auf der Basis international vergleichbarer Erhebungsdaten die Beweggründe und Bestimmungsfaktoren, die in Deutschland Geborene dazu veranlassen, ins Ausland zu ziehen oder aus dem Ausland zurückzukehren. Während 15% der in Deutschland geborenen und dort lebenden Bevölkerung angeben, dass sie am liebsten ins Ausland ziehen würden, setzen nur wenige diese Absicht auch in die Tat um. Karriereaussichten und familiäre Gründe scheinen die Entscheidungen vieler Personen, die tatsächlich auswandern, anzutreiben. Das subjektive Wohlbefinden der deutschen Auswanderer verbessert sich im Anschluss an ihre Auswanderung, es verharrt jedoch im Durchschnitt auf einem niedrigeren Niveau als das Wohlbefinden der Personen, die im Land bleiben. Viele Personen ziehen eine Rückkehr zwar in Betracht, in den letzten Jahren sind jedoch weniger deutsche Staatsangehörige zurückgekehrt als fortgezogen. Dieses Kapitel enthält Schätzungen, die darauf hindeuten, dass die Zusammensetzung der beiden Gruppen variiert: Bei Rück- kehrern ist die Wahrscheinlichkeit, ein hohes Bildungsniveau zu besitzen und vor dem Umzug am Arbeitsmarkt teilzunehmen, geringer als bei Personen, die fortziehen.

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