Bestechung im öffentlichen Beschaffungswesen

Methoden, Akteure und Gegenmaßnahmen

Öffentliche Bauaufträge sind ein großes Geschäft. Das öffentliche Beschaffungswesen macht in Form von Aufträgen, die vom Straßenbau bis zur Einrichtung von Hightech-Kommunikationsinfrastrukturen reichen, in den OECD-Ländern durchschnittlich 15% des BIP aus – in Nicht-OECD-Ländern ist der Anteil noch erheblich höher – und spielt im internationalen Handel mit Waren und Dienstleistungen eine große Rolle. Auf Grund der hohen Auftragsvolumen bewerben sich Tausende von potenziellen Lieferanten um den Zuschlag bei öffentlichen Ausschreibungen. Ohne Gegenmaßnahmen kann eine Kultur der Korruption entstehen und das finanzielle wie auch das politische Wohlergehen eines Staats sabotieren.

Der zunehmend komplexe Charakter der Bestechungsstrukturen wirft die Frage auf, wie sich Korruptionshandlungen im öffentlichen Auftragswesen feststellen lassen. Der vorliegende Bericht beschreibt, wie in den verschiedenen Stadien öffentlicher Vergabeverfahren Bestechungshandlungen begangen werden, in welchem Zusammenhang die Bestechung im öffentlichen Auftragswesen zu anderen Straftaten, wie Betrug und Geldwäsche, steht und wie sich derartige Straftaten verhindern und sanktionieren lassen. Es werden zehn Fallbeispiele angeführt.

Der Bericht wirft ein neues Licht auf die undurchsichtigen Mechanismen und Strukturen der Bestechung im öffentlichen Beschaffungswesen und bietet Insiderwissen, das Regierungen und internationale Organisationen zur Verbesserung ihrer Korruptionsbekämpfungsmaßnahmen nutzen können.

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