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OECD-Umweltausblick bis 2050

Die Konsequenzen des Nichthandelns

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Wie werden wirtschaftliche und soziale Entwicklungen die Umwelt bis 2050 beeinflussen? Welche Maßnahmen sind nötig, um den wichtigsten ökologischen Herausforderungen zu begegnen, und mit welchen Konsequenzen müssen wir im Falle von politischer Untätigkeit rechnen? Der Umweltausblick liefert Analysen ökonomischer und ökologischer Trends. Im Zentrum der Projektionen stehen vier Bereiche, anhand derer sich die Zukunft unseres Planeten entscheiden wird: Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Umwelt und Gesundheit.

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Wasser

Weltweit stehen Städte, landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen, Energieversorger und Ökosysteme bei der Deckung ihres täglichen Wasserbedarfs zunehmend in Konkurrenz miteinander. Ohne eine angemessene Wasserbewirtschaftung können aus dieser Situation hohe Kosten entstehen – nicht nur finanzieller Art, sondern auch in Form von verpassten Chancen sowie Gesundheits- und Umweltschäden. Ohne tiefgreifende Politikänderungen und deutliche Verbesserungen im Bereich der Wasserbewirtschaftung wird sich die Lage bis 2050 wahrscheinlich verschlechtern, was die Ungewissheit über die Wasserversorgung erhöhen wird. In diesem Kapitel werden die größten Belastungen im Wasserbereich sowie die wichtigsten Maßnahmen zusammengefasst, mit denen die Politik ihnen begegnen kann. Zunächst werden dabei die gegenwärtigen Herausforderungen und Trends im Wasserbereich untersucht, um zu analysieren, wie sie sich auf die Situation im Jahr 2050 auswirken könnten. Das Kapitel befasst sich mit der Frage der Bedarfskonflikte (zwischen Landwirtschaft bzw. Bewässerung, Industrie, Stromerzeugung, privaten Haushalten bzw. Städten und ökologisch verträglichen Mindestabflussmengen) und der Überbeanspruchung – sowohl des Oberflächen- als auch des Grundwassers – sowie den Themen Wasserstress, wasserbedingte Katastrophen (z.B. Überschwemmungen), Wasserverschmutzung (insbesondere durch Nährstoffeinträge – Stickstoff und Phosphor – aus der Landwirtschaft und aus Abwässern) und Einleitungen ins Meer sowie dem mangelnden Zugang zu Wasserund Sanitärversorgung (wie in den Millenniumsentwicklungszielen definiert). Darüber hinaus werden die für die Wasserbewirtschaftung existierenden Politikinstrumente (z.B. Wasserrechte, Wasserpreise) geprüft, und es wird aufgezeigt, wie die Aussichten im Wasserbereich durch ehrgeizigere Politikmaßnahmen verbessert werden könnten. In diesem Kapitel werden auch in der Wasserpolitik neu aufkommende Fragen erörtert; besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage des Wassers als Antriebsfaktor des umweltverträglichen Wachstums, dem Themenkomplex Wasser-Energie-Ernährung, der Allokation von Wasser für gesunde Ökosysteme und alternativen Quellen der Wasserversorgung (Wiederverwendung). Wichtige Aspekte all dieser Themen sind die Governance-Strukturen, der Einsatz wirtschaftlicher Instrumente, die Investitionsförderung und die Infrastrukturentwicklung. Sie alle tragen in den OECD-Ländern und weltweit zu Reformen der Wasserpolitik bei und erleichtern diese Reformen.

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