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OECD-Umweltausblick bis 2050

Die Konsequenzen des Nichthandelns

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Wie werden wirtschaftliche und soziale Entwicklungen die Umwelt bis 2050 beeinflussen? Welche Maßnahmen sind nötig, um den wichtigsten ökologischen Herausforderungen zu begegnen, und mit welchen Konsequenzen müssen wir im Falle von politischer Untätigkeit rechnen? Der Umweltausblick liefert Analysen ökonomischer und ökologischer Trends. Im Zentrum der Projektionen stehen vier Bereiche, anhand derer sich die Zukunft unseres Planeten entscheiden wird: Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Umwelt und Gesundheit.

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Gesundheit und Umwelt

Thema dieses Kapitels sind die aktuellen und voraussichtlichen Auswirkungen von vier wichtigen Umweltfaktoren auf die menschliche Gesundheit: Luftverschmutzung (wobei sich der Blick vor allem auf die vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaub in der Außenluft, bodennahes Ozon sowie Innenraumluftverschmutzung richtet), mangelhafte Wasser- und Sanitärversorgung (u.a. im Kontext der entsprechenden Millenniumsentwicklungsziele), Chemikalien (chemische Gefahren, Chemikalienexpositionen) und Klimawandel (wobei es hauptsächlich um die Malariainzidenz geht). Für jeden dieser Bereiche werden zunächst die aktuellen Trends beschrieben, um anschließend zu untersuchen, wie sich die Situation im Jahr 2050 bei gleichbleibender Politik darstellen würde (Basisszenario des Umweltausblicks); zuletzt werden dann die erforderlichen Politikmaßnahmen erläutert. Luftverschmutzung, verunreinigtes Trinkwasser, unzulängliche sanitäre Einrichtungen und gefährliche Chemikalien stellen erhebliche Bedrohungen für die menschliche Gesundheit dar, insbesondere für ältere Menschen und Kinder. Während bei einigen globalen Trends eine Verbesserung festzustellen ist (z.B. hinsichtlich der Wasserversorgung), gehen von anderen Faktoren – beispielsweise der Luftverschmutzung in städtischen Räumen und dem Mangel an sanitärer Grundversorgung – nach wie vor ernste Gefahren für die menschliche Gesundheit aus. Zudem führen die inkrementellen Effekte des Klimawandels zu einer Erhöhung der weltweiten Krankheitslast. Zur Bewältigung dieser Risiken bedarf es ehrgeiziger und flexibler Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastungen (z.B. durch Standards, Kraftstoffsteuern, Chemikalienprüfungen und -bewertungen, Methoden der umweltfreundlichen Beschaffung, Capand- Trade-Emissionshandel und verkehrspolitische Maßnahmen) sowie weiterer Investitionen in die Wasser- und Sanitärversorgung. Erkannte Gefahren müssen thematisiert und beseitigt werden, und wir müssen wachsam bleiben, um rasch auf neue bzw. sich erst ankündigende Risiken für die menschliche Gesundheit reagieren zu können, über die wir noch nicht genügend wissen (z.B. endokrine Disruptoren und Nanomaterialien).

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