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Sieben Fragen zur betrieblichen Ausbildung

Erkenntnisse aus internationalen Erfahrungen

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Nachdem betriebliche Ausbildungen und andere Formen des arbeitsplatzbasierten Lernens in vielen Ländern eine gewisse Zeit relativ vernachlässigt worden sind, gewinnen sie nun wieder an Bedeutung. Dabei wird zunehmend gewürdigt, dass sie nicht nur den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben erleichtern, sondern auch für die Wirtschaft von Nutzen sind. Es ist allerdings nach wie vor eine große Herausforderung, Auszubildende, Ausbildungsbetriebe, Sozialpartner sowie Bildungs- und Ausbildungssysteme in das arbeitsplatzbasierte Lernen einzubinden. Vor diesem Hintergrund enthält Sieben Fragen zur betrieblichen Ausbildung Anregungen zur Ausgestaltung und Umsetzung hochwertiger betrieblicher Ausbildungen unter Verwendung von Material aus dem OECD-Projekt Lernen am Arbeitsplatz in der beruflichen Bildung.

Dieser Bericht liefert Antworten auf sieben Fragen, die sich die einzelnen Länder und Politikverantwortlichen häufig stellen, wenn es darum geht, Ausbildungssysteme für junge Menschen und/oder ältere Arbeitskräfte einzuführen oder zu reformieren. Können betriebliche Ausbildungen in jedem Land einen sinnvollen Beitrag leisten? Sollten Unternehmen finanzielle Ausbildungsanreize erhalten? Wie sieht eine angemessene Ausbildungsvergütung aus und wie lange sollte eine betriebliche Ausbildung dauern? Wie lassen sich gute Lernerfahrungen im Betrieb gewährleisten? Wie kann die betriebliche Ausbildung auf förderungsbedürftige junge Menschen ausgerichtet werden? Und wie kann das Interesse potenzieller Auszubildender geweckt werden?

Ausgehend von neuen Analysen und konkreten Beispielen aus der ganzen Welt stellt diese Studie Grundregeln für ein erfolgreiches Praxishandeln vor.

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Auszubildende und Ausbildungsabsolventen in der Erhebung über die Kompetenzen Erwachsener (PIAAC)

Auszubildende sind definiert als Personen, die einen Bildungsgang des Sekundarbereichs II oder einen kurzen postsekundären Bildungsgang (auf ISCED-Stufe 3 länger als zwei Jahre oder ISCED-Stufe 4C) besuchen und sich selbst als Auszubildende verstehen oder einen Ausbildungsvertrag haben. Die Variablen C_Q07 und D_Q09 des Hintergrundfragebogens der Erhebung über die Kompetenzen Erwachsener, die aus der Internationalen Vergleichsstudie der Kompetenzen Erwachsener (PIAAC) hervorgegangen ist, wurden herangezogen, um festzulegen, welche Personen als Auszubildende gelten. Da diese Variablen keine Differenzierung zwischen Praktika und beruflichen Ausbildungen vornehmen, wurden berufliche Ausbildungen auf Programme beschränkt, die zu einem Abschluss des Sekundarbereichs II oder einem Abschluss eines kurzen postsekundären Bildungsgangs führen, wobei unterstellt wird, dass Praktika in langen postsekundären Bildungsgängen üblicher sind als auf niedrigeren Bildungs- und Ausbildungsstufen (Kuczera, 2017[1]).

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