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2019 OECD-Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2019/1

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Im OECD-Wirtschaftsausblick analysiert die OECD zweimal jährlich die wichtigsten wirtschaftlichen Trends und die Aussichten für die kommenden zwei Jahre. Der Wirtschaftsausblick liefert einen in sich stimmigen Satz von Projektionen zu gesamtwirtschaftlicher Produktion, Beschäftigung, Preisentwicklung, Haushaltssalden und Leistungsbilanzen.

Diese Analysen und Projektionen erstrecken sich auf alle OECD-Mitgliedsländer sowie ausgewählte Nichtmitgliedsländer. Die vorliegende Ausgabe enthält eine allgemeine Beurteilung der Wirtschaftslage, ein Sonderkapitel zu den Politikherausforderungen angesichts engerer internationaler Handelsbeziehungen und der Finanzmarktintegration sowie ein Kapitel, in dem die Entwicklungen und Projektionen für die einzelnen Länder zusammengefasst sind.

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Gesamtbeurteilung der Wirtschaftslage

Im vergangenen Jahr verlangsamte sich das globale Wachstum abrupt. Die Konjunkturschwäche, die im zweiten Halbjahr 2018 zu beobachten war, hielt Anfang 2019 vor dem Hintergrund der andauernden Handelsspannungen an. Handel und Investitionstätigkeit schwächten sich deutlich ab, insbesondere in Europa und China, das Geschäfts- und Konsumklima trübte sich ein und die politische Unsicherheit blieb hoch. Gleichzeitig verbesserten sich die Finanzmarktbedingungen unter dem Einfluss der akkommodierenden Geldpolitik vieler Volkswirtschaften. Die nach wie vor günstige Arbeitsmarktlage stützt weiterhin die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte. Einige Länder, darunter China, setzen auf eine beträchtliche fiskalische und quasifiskalische Lockerung. In den meisten Volkswirtschaften trägt die Fiskalpolitik jedoch nur begrenzt zur Stützung des Wachstums bei. Angesichts des Zusammenspiels dieser unterschiedlichen Faktoren wird das globale BIP-Wachstum den Projektionen zufolge von 3½% im Jahr 2018 auf unterdurchschnittliche 3,2% in diesem Jahr zurückgehen, bevor es 2020 allmählich wieder auf 3,4% anziehen wird (). Im Zuge dieser allgemeinen Konjunkturabschwächung dürfte sich das Wachstum 2019 in fast allen Volkswirtschaften verlangsamen. Das Handelswachstum wird dieses Jahr voraussichtlich weiter nachgeben und mit rd. 2% den niedrigsten Stand seit der globalen Finanzkrise erreichen, was das Tempo der Erholung des gegenwärtig verhaltenen globalen Produktionswachstums bremsen dürfte. Der Inflationsdruck wird den Projektionen zufolge schwach bleiben, da in den meisten Volkswirtschaften nur mit geringen Kapazitätsengpässen zu rechnen ist.

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