RT Book, Section A1 OECD T1 Säuglingsgesundheit: Niedriges Geburtsgewicht JF Gesundheit auf einen Blick YR 2010 FD Mar 26 SP 32 OP 33 AB Ein niedriges Geburtsgewicht – hier definiert als ein Neugeborenengewicht von unter 2 500 Gramm – ist ein wichtiger Indikator für die Säuglingsgesundheit, da zwischen Geburtsgewicht und Säuglingsmorbidität bzw. -mortalität ein enger Zusammenhang besteht. Es gibt zwei Kategorien untergewichtiger Neugeborener, solche, die auf Grund eines verlangsamten fetalen Wachstums ein niedriges Gewicht aufweisen, und Frühgeburten. Bei Säuglingen mit niedrigem Geburtsgewicht ist die Gefahr von Gesundheitsschäden bzw. das Sterberisiko größer, sie müssen nach der Geburt für längere Zeit im Krankenhaus bleiben und entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit schwere Behinderungen (UNICEF und WHO, 2004). Mögliche Risikofaktoren für ein niedriges Geburtsgewicht sind gegeben, wenn sich die Mutter noch in der Adoleszenz befindet, zuvor bereits Kinder mit geringem Geburtsgewicht zur Welt gebracht hat oder einen geringen Körpermassenindex (BMI) aufweist, sowie im Fall von schädlichen Verhaltensweisen wie Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum und schlechter Ernährung, bei einem niedrigen sozioökonomischen Status der Eltern oder bei Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit sowie bei Fruchtbarkeitsbehandlungen (IHE, 2008). PB Organisation for Economic Co-operation and Development LA German DO 10.1787/soc_glance-2009-11-de UL http://www.oecd-ilibrary.org/;jsessionid=e5wip0pyva9e.x-oecd-live-01content/chapter/soc_glance-2009-11-de