Gesundheit auf einen Blick 2009
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Gesundheit auf einen Blick 2009

OECD-Indikatoren

Fortschritte im Bereich der Prävention und Behandlung von Krankheiten haben in den letzten Jahrzehnten in den OECD-Ländern zu bemerkenswerten Verbesserungen in Form einer erhöhten Lebenserwartung und Lebensqualität beigetragen. Gleichzeitig steigen die Gesundheitsausgaben weiter und beanspruchen einen immer größeren Anteil des Volkseinkommens: Derzeit belaufen sich die Gesundheitsausgaben in den OECD-Ländern durchschnittlich auf etwa 9% des BIP, gegenüber etwas über 5% im Jahr 1970.

Diese fünfte Ausgabe von Gesundheit auf einen Blick stellt die neuesten vergleichbaren Daten und Trendentwicklungen zu verschiedenen Aspekten der Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme in den OECD-Ländern vor. Sie liefert bemerkenswerte Fakten zu den eklatanten Unterschieden, die zwischen den Ländern in Bezug auf die Kosten, Aktivitäten und Resultate der Gesundheitssysteme bestehen.

Schlüsselindikatoren bieten Informationen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung in den OECD-Ländern, zu den Bestimmungsfaktoren des Gesundheitszustands, den Gesundheitsleistungen und den Gesundheitsausgaben sowie zu ihrer Finanzierung. Diese Ausgabe enthält außerdem neue Kapitel zum Gesundheitspersonal und zum Zugang zum Gesundheitswesen, dessen Sicherung ein wichtiges Ziel der Politik in allen OECD-Ländern ist. Das Kapitel über die Qualität der medizinischen Versorgung wurde um eine Reihe von Indikatoren zur Qualität der Versorgung bei chronischen Erkrankungen erweitert.

Jeder Indikator in der Veröffentlichung wird in einem nutzerfreundlichen Format präsentiert; dieses besteht aus Abbildungen, die zwischen den Ländern und im Zeitverlauf bestehende Unterschiede veranschaulichen, kurzen beschreibenden Analysen, die die wichtigsten Ergebnisse der Datenauswertung herausstellen, sowie einem Kasten zur Methodik mit einer Definition des Indikators und Informationen zu eventuellen Einschränkungen der Vergleichbarkeit der Daten. Ein Anhang bietet zusätzliche Informationen zum demografischen und wirtschaftlichen Kontext der jeweiligen Gesundheitssysteme sowie eine knappe Beschreibung der wichtigsten Merkmale der Finanzierung der Gesundheitssysteme und der Leistungserbringung in den OECD-Ländern.

www.oecd.org/health

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Publication Date :
26 Mar 2010
DOI :
10.1787/9789264081086-de
 
Chapter
 

Krankenhausletalitätsrate nach einem akuten Myokardinfarkt You or your institution have access to this content

German
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Author(s):
OECD
Pages :
122–123
DOI :
10.1787/soc_glance-2009-51-de

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Auch wenn Erkrankungen der Herzkranzgefäße in den meisten Industrieländern weiterhin die Haupttodesursache darstellen, geht die Zahl der Todesfälle seit den 1970er Jahren zurück (vgl. Indikator 1.4 „Mortalität durch Herzerkrankung und Schlaganfall"). Dieser Rückgang ist größtenteils einer niedrigeren Sterberate bei akutem Myokardinfarkt (AMI) infolge besserer Behandlungsmethoden in der Akutphase der Erkrankung zuzuschreiben. Die medizinische Versorgung von AMI-Patienten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der Einrichtung von Herzüberwachungsstationen in den 1960er Jahren (Khush et al., 2005) und der Einführung von Therapiemethoden zur raschen Wiederherstellung des Blutflusses in den Arterien in den 1980er Jahren (Gil et al., 1999) stark verändert. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, als die AMI-Inzidenz den verfügbaren Daten zufolge nicht abgenommen hat (Goldberg et al., 1999; Parikh et al., 2009). Indessen haben zahlreiche Studien gezeigt, dass einem erheblichen Teil der AMI-Patienten keine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende medizinische Versorgung zuteil wird (Eagle et al., 2005). AMIPatienten machen etwa die Hälfte der durch Herzgefäßerkrankungen bedingten Todesfälle aus, und die Kosten für die Behandlung von Herzgefäßerkrankungen erreichen in den Industrieländern bis zu 10% der Gesundheitsausgaben (OECD, 2003a).
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