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Gelegenheiten zur Teilzeiterwerbstätigkeit
sind besonders wichtig für Personen, deren Familienverpflichtungen sie
an der Ausübung einer Vollzeittätigkeit hindern, wie zum Beispiel Frauen
mit kleinen Kindern und Personen, die sich um ältere Angehörige kümmern.
Tatsächlich zeigen jüngste Erhebungen in einer großen Zahl von
OECD-Ländern, dass die meisten Personen, die einer Teilzeitbeschäftigung
nachgehen, dies aus freien Stücken tun. Das lässt vermuten, dass Länder
mit geringer Teilzeiterwerbstätigkeit eine höhere Beschäftigung durch
Maßnahmen fördern könnten, die für ein größeres Angebot an
Teilzeitstellen sorgen.
Definition
Der Begriff Teilzeiterwerbstätigkeit
bezieht sich auf Personen, die gewöhnlich weniger als 30 Wochenstunden
an ihrem Hauptarbeitsplatz verbringen. Diese Definition hat den Vorteil,
länderübergreifend vergleichbar zu sein, da nationale Definitionen der
Teilzeiterwerbstätigkeit sich von einem Land zum nächsten stark
unterscheiden. Als Teilzeitkräfte können sowohl abhängig Beschäftigte
als auch Selbstständige gelten.
Die Erwerbstätigkeit wird in der Regel
mittels Haushaltserhebungen über die Erwerbsbevölkerung gemessen. Nach
dem ILO-Konzept gelten als Erwerbstätige die Personen im Alter von
15 Jahren oder darüber, die angeben, dass sie in der Vorwoche mindestens
eine Stunde erwerbstätig waren oder während der Referenzwoche in einem
Beschäftigungsverhältnis standen, auch wenn dieses im fraglichen
Zeitraum nicht ausgeübt wurde. Die hier dargestellten Quoten beziehen
sich auf die Zahl der Personen mit einer normalen Arbeitszeit von
weniger als 30 Wochenstunden, ausgedrückt in Prozent der
Gesamtbeschäftigtenzahl.
Vergleichbarkeit
Alle OECD-Länder verwenden für die Messung
der Erwerbs-tätigkeit das ILO-Konzept. Den nationalen
Arbeitskräfteerhebungen liegen allerdings möglicherweise leicht
abweichende operationale Definitionen zu Grunde. Die
Beschäftigungs-niveaus werden wahrscheinlich auch durch Veränderungen in
der Gestaltung und Durchführung der Erhebungen beeinflusst. Trotz dieser
Veränderungen sind die hier dargestellten Beschäftigungsquoten im
Zeitverlauf jedoch relativ konsistent. Informationen über die Zahl der
normalerweise geleisteten Arbeitsstunden werden im Rahmen von
Haushaltserhebungen über die Erwerbsbevölkerung gesammelt. Die hier
dargestellten Quoten gelten als gut miteinander vergleichbar.
Überblick
Die Inzidenz der
Teilzeitbeschäftigung lag im Jahr 2010 für den gesamten
OECD-Raum bei 17%. Diese Inzidenz wies jedoch von Land zu Land
erhebliche Unterschiede auf. In den Niederlanden und der Schweiz
arbeiteten über 25% der Erwerbstätigen in Teilzeit, während der
Anteil in einem Drittel der OECD-Länder unter 10% lag und in
Ungarn, der Slowakischen Republik sowie der Tschechischen
Republik, ebenso wie in Estland und Slowenien, besonders niedrig
ausfiel. In der Russischen Föderation belief sich der Anteil auf
rd. 5%.
In den vergangenen Jahren war die
Teilzeitarbeit in vielen OECD-Ländern für einen bedeutenden
Anteil des gesamten Beschäftigungswachstums verantwortlich. Im
gesamten OECD-Raum ist die Inzidenz der Teilzeitarbeit
zwischen 2000 und 2010 um 5 Prozentpunkte gestiegen. Die
Teilzeitquoten stiegen in Österreich, Irland, Mexiko und den
Niederlanden um über 5 Prozentpunkte, wobei der höchste Anstieg
mit 13% in Chile zu verzeichnen war. In Island und Polen sowie
in der Russischen Föderation sanken die Teilzeitquoten um über
1 Prozentpunkt.
Das Wachstum der Teilzeitarbeit
ist besonders für auf dem Arbeitsmarkt oft unterrepräsentierte
Gruppen bedeutsam gewesen, wie Frauen - über 5 Prozentpunkte in
Chile, Österreich, Korea, Italien, Spanien, Irland und
Griechenland -, Jugendliche - über 15 Prozentpunkte in Korea,
Spanien, Irland und Chile - und, in geringerem Maße, ältere
Arbeitnehmer.
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Quelle
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| Indicator in PDF |
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| Table |
| Inzidenz der
Teilzeiterwerbstätigkeit |
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| Inzidenz der Teilzeiterwerbstätigkeit |
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