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Die Kernenergie trug 2009 in den
OECD-Ländern mit fast 22% zur Gesamtstromversorgung bei. In Bezug auf
den Einsatz der Kernenergie bestehen jedoch erhebliche Unterschiede.
Insgesamt wird Kernenergie gegenwärtig in 18 der 34 OECD-Länder
eingesetzt, wobei zehn dieser Länder im Jahr 2009 mindestens ein Drittel
ihres Energiebedarfs durch Kernenergie deckten. Zusammen erzeugen die
OECD-Länder etwa 83% des weltweiten Kernenergieaufkommens. Der Rest wird
von 12 Nicht-OECD-Volkswirtschaften erzeugt.
Definition
In der Tabelle ist für jedes OECD-Land
und ausgewählte Nicht-OECD-Länder die Stromerzeugung aus Kernenergie in
Terawattstunden (TWh) angegeben. Die Abbildung zeigt den prozen-tualen
Anteil der Kernenergie an der Gesamtstromerzeugung in den einzelnen
Ländern und im OECD-Raum insgesamt.
Die Tabelle informiert zudem über die
Zahl der in Betrieb und im Bau befindlichen Kernkraftwerke (Stand 1.
Juni 2011).
Vergleichbarkeit
Bei einigen Stromerzeugungsdaten
handelt es sich um vorläufige Angaben, die noch geändert werden können.
Die Stromerzeugungsdaten für Japan beziehen sich auf das Finanzjahr.
Überblick
Der Einsatz der Kernenergie
ist in den 1970er und 1980er Jahren stark angestiegen, in den
letzten 20 Jahren wurde jedoch nur eine geringe Anzahl neuer
Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Die Bedeutung der
Kernenergie im Hinblick auf die Reduzierung der
Treibhausgasemissionen und die Erhöhung der Diversifizierung der
Energieträger und der Versorgungs-sicherheit wurde in den
letzten Jahren zunehmend anerkannt, was dazu führte, dass in
mehreren Ländern wieder Interesse am Bau neuer Kernkraftwerke
aufkam. Der Unfall in dem -japanischen Kernkraftwerk Fukushima
Daiichi, der sich im März 2011 im Anschluss an ein starkes
Erdbeben und einen Tsunami ereignete, veranlasste einige Länder
jedoch dazu, ihr Kernenergieprogramm zu überdenken. Die
Kernernergiekapazitäten werden deshalb möglicherweise langsamer
wachsen als erwartet, zumindest in den nächsten Jahren.
Ein großer Teil des
zukünftigen Wachstums der Kernenergie-kapazitäten wird
voraussichtlich in den Nicht-OECD-Ländern erfolgen. Insbesondere
China hat eine schnelle Expansion der Kernenergiekapazitäten
eingeleitet und im Jahr 2010 mit dem Bau von zehn zusätzlichen
Anlagen begonnen. In Indien und der Russischen Föderation
befinden sich ebenfalls mehrere neue Reaktoren im Bau. In den
OECD-Ländern wird zurzeit in Finnland, Frankreich, Japan, Korea,
der Slowakischen Republik sowie in den Vereinigten Staaten an
einem oder mehreren neuen Kernkraftwerken gebaut, und Polen und
die Türkei planen aktiv ihre ersten Kernkraftanlagen.
Die Analyse in der gemeinsam
von der Internationalen Energie-Agentur und der
Kernenergie-Agentur erstellten Nuclear
E-nergy Technology Roadmap zeigt, dass die
Kernenergie-kapazitäten in einem Szenario, in dem der weltweite
Temperaturanstieg auf zwei Grad begrenzt wird, von derzeit 374
GW auf etwa 1 200 GW im Jahr 2050 ansteigen und dann fast 25%
der globalen Stromversorgung sichern könnten. Damit könnte ein
bedeutender Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgas-emissionen
der Elektrizitätswirtschaft geleistet werden. Es herrscht jedoch
noch Ungewissheit im Hinblick auf die Fortschritte beim Bau und
Betrieb der Kernkraftwerke der -nächsten Generation, die
Akzeptanz der Kernenergie in der Öffentlichkeit und der Politik
sowie die Frage, inwieweit es -gelingt, andere Energieträger mit
geringem CO2-Ausstoß zu -erschließen.
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Quelle
Weitere Informationen
Analysen
-
Internationale
Energie-Agentur (IEA) (2010), Energy Technology Perspectives, IEA, Paris.
-
IEA,
Kernenergie-Agentur (NEA) (2010), Technology Roadmap: Nuclear Energy, IEA Technology Roadmaps, IEA,
Paris.
-
NEA (2010), The Security of Energy Supply and the Contribution of Nuclear Energy,
Nuclear Development, OECD Publishing.
-
NEA, Internationalen
Atomenergie-Organisation (IAEO) (2010), Uranium 2009: Resources, Production and Demand, OECD Publishing.
Websites
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