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Die OECD in Zahlen und Fakten 2011-2012: Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft
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branch Bevölkerung und Migration
branch Bevölkerung
    branch Altenbevölkerung nach Regionen

In allen OECD-Ländern hat die Zahl der ab 65-Jährigen in den letzten 30 Jahren sowohl absolut als auch in Prozent der Gesamtbevölkerung drastisch zugenommen. Da sich ältere Menschen in jedem Land in der Regel auf wenige Gebiete konzentrieren, wird sich eine kleine Zahl von Regionen mit einer Reihe sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen und Chancen der Bevölkerungsalterung auseinandersetzen müssen.

Definition

Als Altenbevölkerung gilt die Zahl der Einwohner einer gegebenen Region im Alter von 65 Jahren oder darüber. Unter Bevölkerung ist entweder die Jahresdurchschnittsbevölkerung oder die Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt des jeweiligen Jahres zu verstehen. Die Durchschnittsbevölkerung in einem Kalenderjahr wird im Allgemeinen als arithmetisches Mittel der jeweiligen Bevölkerung am 1. Januar zweier aufeinanderfolgender Jahre berechnet.

Der Altenquotient entspricht dem Verhältnis zwischen der Altenbevölkerung und der Bevölkerung im Erwerbsalter (15-64 Jahre).

Vergleichbarkeit

Wie bei den anderen regionalen Statistiken auch wird die Vergleichbarkeit der Daten über die Altenbevölkerung durch Unterschiede bei der Definition des Begriffs Region und die unterschiedliche Geografie ländlicher und städtischer Gemeinden (vgl. Bevölkerung nach Regionen) sowohl in als auch zwischen den Ländern beeinflusst.

Alle hier ausgewiesenen regionalen Daten beziehen sich auf Mikroregionen, mit Ausnahme Brasiliens, Chinas, Indiens, der Russischen Föderation und Südafrikas.

Überblick

In den meisten OECD-Ländern altert die Bevölkerung. Auf Grund der höheren Lebenserwartung und niedriger Geburtenziffern machte die Altenbevölkerung (die ab 65-Jährigen) im Jahr 2008 14% der Bevölkerung der OECD-Länder aus. Der Anteil der Altenbevölkerung ist in den aufstrebenden Volkswirtschaften (Brasilien, China, Indien und Südafrika) sowie in Mexiko und der Türkei deutlich niedriger.

Die Altenbevölkerung in den OECD-Ländern ist im Zeitraum 1995-2008 über 1,5mal rascher gewachsen als die Gesamtbevölkerung. Die Alterungsquote innerhalb eines Landes kann sehr unterschiedlich ausfallen, da ein Anstieg der geografischen Konzentration der Älteren sowohl auf die Zuwanderung von Älteren als auch auf das Altern im gewohnten Umfeld zurückzuführen sein kann, da die jüngeren Generationen die betreffenden Regionen verlassen haben.

Das Verhältnis älterer Personen zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, der sogenannte Altenquotient, nimmt in den OECD-Ländern kontinuierlich zu. Der Altenquotient gibt einen Hinweis auf das Verhältnis zwischen der wirtschaftlich aktiven und der Rentnerbevölkerung. 2008 lag dieses Verhältnis in den OECD-Ländern bei rd. 22%, wobei erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen (34% in Japan gegenüber 9% in Mexiko). Auch innerhalb der Länder gab es erhebliche regionale Unterschiede. Je höher der regionale Altenquotient ist, desto größer sind die Herausforderungen, mit denen die Regionen konfrontiert sind, um Wohlstand zu schaffen und hinreichende Ressourcen zu erzeugen, um die Bedürfnisse der älteren Menschen zu erfüllen. Dies kann zu Bedenken hinsichtlich der finanziellen Selbstversorgungsfähigkeit dieser Regionen im Hinblick auf die Einnahme von Steuern zur Finanzierung der entsprechenden Dienstleistungen führen.

 

Quelle

Weitere Informationen
Analysen
  • OECD (2011), OECD Regional Outlook 2011, OECD Publishing.
  • Oliveira Martins J., et al. (2005), The Impact of Ageing on Demand, Factor Markets and Growth, OECD Economics Department Working Papers, No. 420.
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Altenquotient in städtischen und ländlichen Regionen