Die fehlenden Unternehmer

Die fehlenden Unternehmer

Politiken für ein integrationsförderndes Unternehmertum in Europa You do not have access to this content

German
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Author(s):
OECD, The European Commission
22 Oct 2014
Pages:
256
ISBN:
9789264188419 (PDF) ;9789264188242(print)
DOI: 
10.1787/9789264188419-de

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Entwicklung von Unternehmertum ist eine wichtige Voraussetzung für die Verwirklichung eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums. Es ist auch ein Mittel, um auf neue wirtschaftliche Herausforderungen zu reagieren, Arbeitsplätze zu schaffen und die soziale und finanzielle Ausgrenzung zu kämpfen. Die Auswirkungen der globalen Finanz-und Wirtschaftskrise erfordern, Unternehmertum und selbstständiger Erwerbstätigkeit eine stärkere Rolle in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungspolitik zu geben.

Dieses Buch sammelt und fasst Informationen und Daten über unternehmerische Aktivitäten in Europa zusammen, mit besonderem Augenmerk auf Menschen, die dem größten Risiko von sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind. Zu diesen Gruppen gehören junge Menschen, ältere Menschen, Frauen, ethnische Minderheiten und Migranten, Menschen mit Behinderungen und Arbeitslose.

Also available in English, French
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  • Vorwort

    Mehr als fünf Jahre nach dem Beginn der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise steht die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an der Spitze unserer Prioritäten. In der Europäischen Union werden etwa vier Millionen Arbeitsplätze benötigt, um wieder zu einer Beschäftigung auf Vorkrisenniveau zurückzukehren. Gruppen wie Jugendliche, Frauen, Ältere, ethnische Minderheiten und Menschen mit Behinderungen sehen sich besonders großen Risiken einer Marginalisierung am Arbeitsmarkt ausgesetzt. Im Rahmen der politischen Maßnahmen als Antwort auf diese Situation sollte nichts unversucht bleiben, und zu den zu wenig erkundeten Wegen gehören Maßnahmen für Unternehmertum und selbstständige Erwerbstätigkeit mit Schwerpunkt auf benachteiligten oder unterrepräsentierten Gruppen.

  • Zusammenfassung

    Der neuesten Erhebung zufolge waren etwa 25,9 Millionen Personen mit Wohnsitz in der EU arbeitslos und aktiv auf Arbeitssuche. Dies entspricht einem Anteil von 10,7 % der Erwerbsbevölkerung. Außerdem gibt es entmutigte Erwerbstätige, die die Suche nach Arbeitsplätzen aufgegeben haben, und Personen, die sich aus anderen Gründen außerhalb des Arbeitsmarktes bewegen, welche neue Chancen für eine Erwerbstätigkeit möglicherweise begrüßen werden. Einer der aussichtsreichsten und zu wenig erkundeten Wege für Regierungen, die diese Probleme angehen wollen, ist die Förderung der Unternehmensgründung durch Personen, die innerhalb des Unternehmertums und bei der selbstständigen Erwerbstätigkeit benachteiligt oder unterrepräsentiert sind. In den Ländern und Regionen Europas gibt es bereits viele inspirierende politische Vorgehensweisen, aber es kann noch weitaus mehr unternommen werden.

  • Zweck und Bedeutung von Politiken für ein integrationsförderndes Unternehmertum

    Die Wirtschaftskrise hatte enorme Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte in der Europäischen Union, und viele Länder und Regionen sind gegenwärtig von einem enorm hohen Maß an Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt betroffen. Bestimmte soziale Gruppen stehen vor besonderen Problemen – u. a. Frauen, junge Menschen, Ältere, ethnische Minderheiten und Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig verbirgt sich hier aber ein unterschätztes Potenzial für unternehmerische Tätigkeit. Mit politischen Konzepten für ein integrationsförderndes Unternehmertum soll sichergestellt werden, dass alle Mitglieder der Gesellschaft über die gleichen Möglichkeiten zur Gründung und Führung von Unternehmen und für eine selbstständige Erwerbstätigkeit oder zur Nutzung der Erfahrungen aus der unternehmerischen Tätigkeit für die Erweiterung ihrer Fertigkeiten und die Erhöhung ihrer Beschäftigungsfähigkeit verfügen.

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    • Selbstständige Erwerbstätigkeit

      In diesem Kapitel werden Nachweise für den Umfang und die Qualität der selbstständigen Erwerbstätigkeiten von benachteiligten oder unterrepräsentierten Gruppen, einschließlich Frauen, jungen Menschen, Älteren, ethnischen Minderheiten und Zuwanderern, Menschen mit geringem Bildungsniveau und Einkommensniveau, Menschen mit Behinderungen und Arbeitslosen, vorgestellt. In der Summe entfällt der Großteil der selbstständigen Erwerbstätigkeiten in Europa auf diese Gruppen. Bei der Verbreitung der selbstständigen Erwerbstätigkeiten gibt es große Unterschiede zwischen den und innerhalb der Gruppen. Weiterhin gibt es zwischen den EU-Mitgliedstaaten große Unterschiede beim Ausmaß der Tätigkeiten.

    • Integrationsförderndes Unternehmertum im Verlauf des Lebenszyklus von Unternehmen

      In diesem Kapitel wird Zahlenmaterial zur Gründung und Führung von Unternehmen durch benachteiligte und unterrepräsentierte Gruppen mithilfe von Daten aus dem Global Entrepreneurship Monitor, einer internationalen Haushaltsumfrage, vorgestellt. Die vorgestellten Daten beziehen sich auf Frauen, junge Menschen, Ältere, ethnische Minderheiten und Zuwanderer, Menschen mit geringem Bildungs- und Einkommensniveau, Menschen mit Behinderungen und Arbeitslose. Zusätzlich zu den selbstständig Erwerbstätigen werden in dieser Umfrage auch diejenigen ermittelt, die den Versuch unternehmen, ein Unternehmen zu gründen, oder die bereits ein eigenes Unternehmen betreiben, einschließlich derjenigen, die weitere Arbeitnehmer beschäftigen. Die Daten lassen insgesamt darauf schließen, dass die Mehrzahl der Gründungsaktivitäten in Europa auf benachteiligte und unterrepräsentierte Gruppen entfällt. Dennoch liegen die Raten bei der Gründung und Führung von Unternehmen in jeder Gruppe tendenziell eher unter denen der allgemeinen Bevölkerung. Weiterhin werden in diesem Kapitel auch Informationen aus verschiedenen Quellen zur früheren Arbeitsmarkterfahrung und den Beweggründen von selbstständig Erwerbstätigen und Unternehmensgründern vorgestellt.

    • Auswirkungen der selbstständigen Erwerbstätigkeit und des Unternehmertums

      In diesem Kapitel werden die Auswirkungen von Unternehmensgründungen sowohl im Hinblick auf ihren wirtschaftlichen Beitrag als auch ihren individuellen Nutzen untersucht. Die vorgestellten Daten vermitteln einen allgemeinen Eindruck von der Unternehmensdynamik in der EU, einschließlich Unternehmensgründung und -auflösung sowie überlebenden Unternehmen. Die Daten zeigen, dass Unternehmer aus benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen im Vergleich zur Bevölkerung in ihrer Gesamtheit über vergleichsweise kleine Unternehmen mit geringerem Wachstumspotenzial verfügen. Dennoch gibt es für die Unternehmer selbst wichtige Vorteile im Hinblick auf die Einbindung in den Arbeitsmarkt und sonstige Vorteile, einschließlich einer höheren Lebenszufriedenheit.

    • Leseleitfaden für Teil I

      Dieses Kapitel enthält Informationen und methodologische Hinweise zu den im Teil I des vorliegenden Buches verwendeten Datenquellen: (1) Programm von OECD und Eurostat mit dem Titel „Indikatoren zum Unternehmertum", (2) Arbeitskräfteerhebung von Eurostat, (3) Global Entrepreneur Monitor, (4) Flash Eurobarometer, (5) Strukturelle Unternehmensstatistik, (6) Erhebung mit dem Titel „Umfrage zu Faktoren des Unternehmenserfolgs", (7) Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen und (8) Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen. Ebenso darin enthalten ist auch die in den Kapiteln 2, 3 und 4 verwendete Literatur.

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    • Politische Massnahmen zur Verbesserung der Institutionen

      In diesem Kapitel geht es um politische Maßnahmen zur derartigen Gestaltung der Institutionen, dass sie sich förderlicher auf die Gründung und Führung von Unternehmen durch Gruppen auswirken, die beim Unternehmertum und der selbstständigen Erwerbstätigkeit benachteiligt oder unterrepräsentiert sind. Zu den Institutionen gehören auch Vorschriften mit direkten Auswirkungen auf die Kosten für die Geschäftsführung sowie die Werte, Standards und Normen, die das Unternehmertum durch die Definition annehmbarer Rollen innerhalb einer Gesellschaft indirekt beeinflussen. Diese können sich sowohl hemmend als auch förderlich auf das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit auswirken, indem sie Einfluss darauf ausüben, ob sie sich in der Wahrnehmung als erwünschte und tragbare Lösung darstellen. Im Kapitel werden die Auswirkungen der Institutionen auf das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit von benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen verdeutlicht und politische Empfehlungen gegeben.

    • Politische Massnahmen für unternehmerische Fähigkeiten

      In diesem Kapitel werden die Unterschiede beim Ausmaß der unternehmerischen Fähigkeiten und die diesbezüglich bestehenden Herausforderungen für die benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen innerhalb des Unternehmertums untersucht. Darin enthalten ist auch eine Untersuchung der politischen Maßnahmen, die Unternehmern im Rahmen der formalen Bildung, eigenständiger Ausbildungen und in Form von Beratung, Coaching und Mentoring zum Erwerb der unternehmerischen Fähigkeiten verhelfen.

    • Politische Massnahmen für die Finanzierung

      Die Finanzierung der Gründung und Entwicklung von Unternehmen stellt für alle Unternehmer eine Herausforderung dar, aber diejenigen aus benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen stehen sogar vor noch größeren Hindernissen. Einige werden von einer Diskriminierung am Kreditmarkt betroffen sein, während andere wegen fehlender Ersparnisse, Sicherheiten und Bonitätsgeschichte oder einem Mangel an Wissen über Finanzierungsquellen in Schwierigkeiten geraten. In diesem Kapitel werden die Hindernisse und Finanzierungsquellen, einschließlich neuer Alternativen, wie Kreditgarantiegemeinschaften, Bootstrapping und Gruppenfinanzierungsbeschaffung, untersucht und Wege für eine mögliche politische Unterstützung gesucht.

    • Umsetzung der politischen Massnahmen zum Nutzen der Zielgruppen

      Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen auch von den Programmen für das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit erreicht werden. Ohne eine Anpassung der Umsetzungsmechanismen oder die Einführung von Sonderprogrammen gibt es eine Reihe von Hindernissen, welche die Inanspruchnahme der Programme und eine breite Wirkung innerhalb der Zielgruppen wahrscheinlich verringern werden. Die Stärken und Schwachstellen alternativer Umsetzungsmodelle müssen in den Blick genommen werden. Diese Modelle reichen von der vollständigen Integration der Zielgruppen in allgemeine Programme und Organisationen bis zu spezifischen Programmen und Organisationen für jede Zielgruppe. Der Grundgedanke besteht darin, dass bei der Effektivität und Effizienz der verschiedenen Umsetzungsmodelle eine äußerst starke Abhängigkeit vom Kontext besteht und dass es jedoch ungeachtet des gewählten Modells viele allgemeine Maßnahmen gibt, die zur Verbesserung der Umsetzung zum Nutzen der Zielgruppen ergriffen werden können.

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    • Daten und inspirierende Vorgehensweisen im Bereich der Politik für ein integrationsförderndes Unternehmertum: Länderbeispiele

      In diesem Kapitel werden inspirierende politische Vorgehensweisen aus 27 EU-Mitgliedstaaten sowie eine Reihe von Tabellen mit Schlüsselindikatoren für das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit in unterrepräsentierten und benachteiligten Gruppen im Vergleich zu den Durchschnittswerten für die Europäische Union vorgestellt.

    • Österreich: Mingo Migrant Enterprises

      Bei Mingo Migrant Enterprises handelt es sich um ein integriertes Unterstützungsprogramm für Unternehmer mit Migrationshintergrund in Wien. Es bietet Unternehmensberatungsleistungen für Zuwanderer und ethnische Minderheiten und die Weitervermittlung von Zuwanderern zu anderen allgemeinen Programmen für die Unternehmensförderung in deutscher Sprache und verschiedenen anderen Sprachen.

    • Belgien: Aktivgenossenschaften („Activiteitencoöperaties")

      Aktivgenossenschaften unterstützen die Gründung von Unternehmen durch Arbeitslose und Personen in Flandern, die staatliche Einkommensunterstützung beziehen. Sie bieten ein umfassendes Angebotspaket mit Ausbildung, Unternehmensberatungsleistungen und Coaching. Zudem bieten sie einen garantierten Zugang zu Sozialleistungen über einen Zeitraum von 18 Monaten während der Vorbereitung und Gründung des Unternehmens.

    • Bulgarien: Beschäftigung durch Unternehmertum

      Dieses integrierte Programm zur Förderung des Unternehmertums bietet Ausbildung, Gründungsfinanzierung und Unternehmensberatungsleistungen zur Unterstützung von Arbeitslosen bei der Gründung eines Unternehmens.

    • Zypern: Genossenschaftsbank der Frauen

      Bei der Genossenschaftsbank der Frauen, die vom zypriotischen Verband der Frauen in der Wirtschaft und weiblichen Fachkräfte (??G??) ins Leben gerufen wurde, handelt es sich um eine Initiative aus dem privaten Sektor zur Förderung und Unterstützung des weiblichen Unternehmertums.

    • Tschechien: Unterstützungszentren für weibliches Unternehmertum

      Dieses Programm bietet in zwei Regionen Tschechiens (Regionen Jihomoravský und Zlínský) integrierte Unterstützung für Unternehmerinnen, u. a. Ausbildung, Unternehmensberatungsleistungen und Mentoring.

    • Dänemark: Ethnische Betreuer für Unternehmer aus ethnischen Minderheiten

      Dieses Projekt bietet Anregungen und Unterstützung für zugewanderte Unternehmer und Unternehmer aus ethnischen Minderheiten durch die Bereitstellung von Unternehmensberatungsleistungen durch Betreuer, die derselben lokalen ethnischen Minderheit angehören.

    • Estland: Programm zur Entwicklung des Unternehmertums unter jungen Menschen (ENTRUM)

      Der Auftrag von ENTRUM erstreckt sich auf die Förderung der Entwicklung einer unternehmerischen Denkweise und die kostenfreie Bereitstellung von Unternehmerausbildung für junge Menschen in Estland. Ziel ist es, dass mindestens 2 000 Personen (etwa 15 % aller Esten im Alter von 14 bis 19 Jahren) in allen 15 Bezirken zwischen den Jahren 2010 und 2014 eine Ausbildung erhalten.

    • Finnland: Gründungsbeihilfe

      Mit der Gründungsbeihilfe wird die Gründung von Unternehmen und die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit gefördert und unterstützt, da für neue Unternehmer hiermit ein Mindesteinkommen für sechs Monate (mit der Möglichkeit zur Verlängerung bis auf 18 Monate) gesichert wird, während sich das neu gegründete Unternehmen langsam etabliert. Die Beihilfe steht für Arbeitslose sowie frühere Vollzeitstudierende und Arbeitnehmer zur Verfügung, die zu einer selbstständigen Erwerbstätigkeit übergehen.

    • Frankreich: Soloselbstständigkeit

      Der Status als Soloselbstständiger („auto-entrepreneur") wurde durch eine Rechtsvorschrift zur Förderung der rechtlichen Anerkennung der selbstständigen Erwerbstätigkeit und vereinfachter Verwaltungsverfahren für selbstständig erwerbstätige Einzelpersonen sowie zur Senkung ihrer Sozial- und Steuerbeiträge geschaffen. Er trat mit dem Gesetz über wirtschaftliche Modernisierung am 1. Januar 2009 in Kraft.

    • Deutschland: Gründungszuschuss

      Beim Gründungszuschuss handelt es sich um ein Programm der aktiven Arbeitsmarktpolitik, mit dem Arbeitslose für die Unternehmensgründung finanzielle Unterstützung erhalten. Hintergrund

    • Griechenland: Selbstständige Erwerbstätigkeit für schutzbedürftige Arbeitslose

      Das Programm sieht Beihilfen zur Deckung der Unternehmensgründungskosten für Arbeitslose aus schutzbedürftigen Gruppen (d. h. Frauen, ältere Erwerbstätige, geringqualifizierte Erwerbstätige und junge Erwerbstätige ohne Erfahrung) vor.

    • Ungarn: Unterstützungsprogramm für Sozialgenossenschaften

      Dieses Projekt bietet Ausbildung für Gruppen, die Sozialgenossenschaften mit dem Ziel gründen wollen, Personen aus benachteiligten Gruppen (Menschen mit Behinderungen, Langzeitarbeitslose, Menschen mit geringem Bildungsniveau und Frauen bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt nach dem Mutterschaftsurlaub) in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

    • Irland: Going for Growth

      Going for Growth bietet Unterstützung für Unternehmerinnen, indem es sie dazu anregt, sich ehrgeizigere Ziele zu setzen. Die Unterstützung wird in Form von Mentoring, einer Zusammenarbeit mit Mitstreiterinnen und Netzwerkveranstaltungen zur Verfügung gestellt.

    • Italien: Fördermaßnahmen für weibliches Unternehmertum (Gesetz Nr 215/1992)

      Dieses Gesetz gehört zu einer Reihe von italienischen Gesetzen, die auf die Förderung des Unternehmertums und der selbstständigen Erwerbstätigkeit durch die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung, Mentoring und Ausbildung für Unternehmerinnen abzielen.

    • Lettland: Beihilfen für Unternehmensgründungen

      Dieses Programm bietet finanzielle Unterstützung und Beratungsleistungen zur Unterstützung von Arbeitslosen bei der Unternehmensgründung.

    • Litauen: Fonds zur Förderung des Unternehmertums

      Der Fonds zur Förderung des Unternehmertums wurde ins Leben gerufen, um Unternehmensgründungen und neue Unternehmensinhaber (seit weniger als einem Jahr) mit Darlehen, Ausbildung und Unternehmensberatungsleistungen zu unterstützen. Mindestens 30 % der Ausbildungsplätze und 15 % der Darlehen müssen an Personen aus vorrangig zu berücksichtigenden Gruppen (Arbeitslose, Menschen mit Behinderungen, junge Menschen und Personen im Alter von mehr als 50 Jahren) vergeben werden.

    • Luxemburg: Fachverband der Unternehmerinnen

      Der luxemburgische Fachverband der Unternehmerinnen (Fédération des Femmes Cheffes d’Entreprises du Luxembourg) ist ein Verband von Frauen in der Wirtschaft, der Unternehmerinnen in Luxemburg fördert und unterstützt.

    • Malta: Start ins eigene Unternehmen

      Das Projekt mit dem Titel „Start ins eigene Unternehmen" bietet ein integriertes Unterstützungspaket mit Ausbildung, Mentoring und finanzieller Unterstützung für Arbeitslose, die ein Unternehmen gründen wollen.

    • Niederlande: Gründungskredit für teilweise arbeitsunfähige Personen

      Mit dem Gründungskredit wird die Gründung von Unternehmen durch Personen unterstützt, bei denen eine teilweise Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde (d. h. Personen mit einer Behinderung, die sie nicht an bestimmten Formen der Erwerbstätigkeit hindert.) Das Ziel besteht darin, ihnen zum Zugang zum Arbeitsmarkt im Rahmen der selbstständigen Erwerbstätigkeit zu verhelfen.

    • Polen: Förderung des Unternehmertums und der selbstständigen Erwerbstätigkeit

      Dieses Projekt bietet Finanzierung, Ausbildung und Unternehmensberatungsleistungen für Personen aus schutzbedürftigen Gruppen am Arbeitsmarkt, um sie bei der Gründung ihrer eigenen Unternehmen zu unterstützen. Zu den sechs Zielgruppen des Projekts gehören Langzeitarbeitslose (länger als 12 Monate in den letzten zwei Jahren), Jugendliche im Alter von unter 25 Jahren, Personen im Alter von über 45 Jahren, Menschen mit Behinderungen, Personen mit Wohnsitz im ländlichen Raum und Frauen, insbesondere alleinerziehende Mütter und Frauen beim Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt.

    • Portugal: Programm für das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit

      Das Programm für das Unternehmertum und die selbstständige Erwerbstätigkeit (Programa de Apoio ao Empreendedorismo e à Criação do Próprio Emprego) erleichtert den Zugang zu Gründungsfinanzierung und bietet Ausbildung für die Gründung von Unternehmen für die Bevölkerungsgruppen mit den größten Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Bei den unterstützten Bevölkerungsgruppen handelt es sich um Arbeitslose, junge Menschen und Personen mit geringem Einkommen.

    • Rumänien: AntrES Unternehmerschule für Frauen

      Die AntrES Unternehmerschule für Frauen bietet Unternehmerausbildung und Beratungsleistungen für Frauen, die ein Unternehmen gründen wollen. Die Schule bietet auch Ausbildung für weibliche Studierende, die Ausbilder für die Unternehmensgründung werden wollen, auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften.

    • Slowakei: Ausbildungs- und Beratungsleistungen für potenzielle Unternehmer

      Dieses Projekt bietet Arbeitslosen, jungen Menschen, Frauen vor und nach dem Mutterschaftsurlaub, Älteren und Zuwanderern Ausbildung und Unternehmensberatungsleistungen zur Unterstützung der Entwicklung von Geschäftsplänen.

    • Slowenien: Zuschuss für die selbstständige Erwerbstätigkeit

      Dieses Programm bietet Arbeitslosen und Menschen mit Behinderungen (Anspruchsberechtigung in Abhängigkeit vom Ausmaß und der Art der Behinderung) eine Einkommensbeihilfe während der ersten beiden Jahre der Geschäftstätigkeit.

    • Spanien: EMEKIN

      EMEKIN ist ein Projekt in der Provinz Gipuzkoa in Nordspanien, das Unternehmerausbildung und finanzielle Unterstützung für Frauen bietet, die ein Unternehmen gründen wollen. Außerdem führt das Programm neue Unternehmerinnen mit erfahreneren Unternehmern zusammen, die Mentoring anbieten.

    • Schweden: Reform des Sozialversicherungssystems für selbstständig Erwerbstätige

      Die schwedische Regierung nahm kürzlich verschiedene Reformen am Sozialversicherungssystem für selbstständig Erwerbstätige vor, die am 1. Juli 2010 in Kraft traten. Das Ziel besteht in einer Verringerung der Risiken im Zusammenhang mit einem Wechsel von der abhängigen in die selbstständige Erwerbstätigkeit und der Setzung von Anreizen zur Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit.

    • Vereinigtes Königreich: Prince's Trust Youth Business Scotland

      Der Prince’s Trust Youth Business Scotland (PTYBS) bietet individuelle Finanzierung und Unterstützungsleistungen für junge Menschen in Schottland, um sie bei der Gründung und Entwicklung ihrer eigenen Unternehmen zu unterstützen. Dabei liegt der Schwerpunkt bei dem am stärksten benachteiligten Personenkreis und den Unternehmen mit den besten Wachstumsaussichten.

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