Die OECD in Zahlen und Fakten 2010

Die OECD in Zahlen und Fakten 2010

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Auteur(s):
OCDE
Date de publication :
15 nov 2010
Pages :
284
ISBN :
9789264126770 (HTML) ; 9789264086616 (imprimé)
DOI :
10.1787/9789264087552-de

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Die OECD in Zahlen und Fakten 2010 ist die sechste Ausgabe des umfassenden, dynamischen statistischen Jahrbuchs der OECD mit über 100 Indikatoren zu einem breiten Spektrum von Themen: Bevölkerung, Wirtschaft und Produktion, Handel und Investitionen, Energie, Erwerbsbevölkerung, Information und Kommunikation, öffentliche Finanzen, Innovation, Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit, Landwirtschaft, Besteuerung, Bildung, Gesundheit und Lebensqualität.   Das Sonderkapitel der Ausgabe 2010 ist dem Thema Die Krise und die Zeit danach gewidmet.

Aufgezeigt werden Daten für alle OECD-Mitgliedsländer, ergänzt durch regionale Gesamtwerte, sowie Daten für ausgewählte Nicht-OECD-Volkswirtschaften. Für jeden
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      Gesamtbevölkerung
      Umfang und Wachstum der Bevölkerung eines Landes sind sowohl Ursache als auch Folge wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen. Das Tempo des Bevölkerungswachstums hat sich in allen OECD-Ländern verringert.
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      Abhängige bevölkerung
      Die demografischen Entwicklungen in den OECD-Ländern haben zu einem starken Anstieg des Anteils der abhängigen Bevölkerung (d.h. der Summe der Alten- und Jugendbevölkerung) an der Gesamtbevölkerung geführt, der sich künftig fortsetzen dürfte. Diese Trends haben eine Reihe von Auswirkungen auf die staatlichen und privaten Ausgaben für Altersrenten, Gesundheitsversorgung und Bildung sowie generell auf Wirtschaftswachstum und gesellschaftliches Wohlergehen.
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      Bevölkerung nach regionen
      Die Bevölkerung ist innerhalb der Länder regional ungleichmäßig verteilt. Unterschiede in den klimatischen und Umweltbedingungen wirken der menschlichen Ansiedlung in einigen Gebieten entgegen und begünstigen die Konzentration der Bevölkerung in einigen städtischen Ballungszentren. Dieses Muster wird durch die größeren wirtschaftlichen Chancen und die breitere Verfügbarkeit von Dienstleistungen, die aus der Urbanisierung selbst herrühren, noch verstärkt.
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      Altenbevölkerung nach regionen
      In allen OECD-Ländern hat die Zahl der ab 65-Jährigen in den vergangenen 30 Jahren sowohl absolut als auch in Prozent der Gesamtbevölkerung drastisch zugenommen. Da sich ältere Menschen in jedem Land in der Regel auf wenige Gebiete konzentrieren, wird sich eine kleine Zahl von Regionen mit einer Reihe sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen und Chancen der Bevölkerungsalterung auseinandersetzen müssen.
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      Zuwandererbevölkerung
      Die einzelnen Länder vertreten unterschiedliche Auffassungen in der Frage, wie der Begriff „Zuwanderer" zu definieren ist. Dennoch ist es möglich, einen internationalen Vergleich des Umfangs der Zuwandererbevölkerung durchzuführen, sei es nach dem Kriterium der Staatsangehörigkeit oder des Geburtslands.
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      Migrationstrends
      Zu den Migrationsbewegungen zählen nicht nur die Zuzüge von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, auf die sich in der Regel die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit konzentriert, sondern auch die Zu- und Fortzüge von Staatsangehörigen sowie die Fortzüge von Ausländern. Der Wanderungssaldo spiegelt den Gesamteffekt dieser Bewegungen wider. Die Migration stellt derzeit in fast allen OECD-Ländern den wichtigsten Faktor für das Bevölkerungswachstum dar.
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      Migration und beschäftigung
      In den meisten OECD-Ländern sind die Beschäftigungsquoten unter Zuwanderern niedriger als unter im Inland Geborenen. Die Situation stellt sich indes nuancierter dar, wenn die Beschäftigungsquoten nach Bildungsniveau aufgeschlüsselt werden.
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      Migration und arbeitslosigkeit
      In den traditionellen Zuwanderungsländern Europas sind die zugewanderten Arbeitskräfte stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Umgekehrt sind die Arbeitslosenquoten in Nordamerika, Australien sowie in geringerem Umfang in Südeuropa weniger vom Geburtsland abhängig. Manche Gruppen, wie junge Zuwanderer, Frauen und ältere Zuwanderer, haben größere Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden.
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      Höhe des BIP
      Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Standardmessgröße des Werts der von einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum produzierten Waren und Dienstleistungen. Das Pro- Kopf-BIP wird als allgemeiner Indikator für den wirtschaftlichen Lebensstandard verwendet. Jedes Land berechnet das BIP in seiner eigenen Währung. Für die Zwecke des Ländervergleichs müssen diese Schätzungen in eine gemeinsame Währungseinheit umgerechnet werden. Die Umrechnung stützt sich häufig auf die Wechselkurse, was jedoch irreführende Vergleiche der produzierten Güter- und Dienstleistungsvolumen zur Folge hat. Das BIP der verschiedenen Länder kann am besten verglichen werden, wenn die Umrechnung des BIP der einzelnen Länder in eine gemeinsame Währungseinheit auf der Basis von Kaufkraftparitäten (KKP) erfolgt. Kaufkraftparitäten sind Instrumente der Währungsumrechnung, mit denen Unterschiede zwischen der Kaufkraft verschiedener Währungen ausgeglichen werden (vgl. auch Umrechnungssätze).
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      Entwicklung des BIP
      Die Messung des BIP-Wachstums ist selbstverständlich wichtig, doch kann das BIP auch einfach inflationsbedingt wachsen. Die Ausklammerung von Preisschwankungen bei der Messung des realen BIP bietet eine solidere Grundlage für die Beurteilung des Wachstums der Wirtschaftsproduktion.
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      BIP Nach regionen
      Die Unterschiede zwischen der Wirtschaftsleistung verschiedener OECD-Länder sind oft geringer als zwischen einzelnen Regionen innerhalb dieser Länder. Im Zeitverlauf sind diese regionalen Disparitäten zudem bestehen geblieben, selbst wenn sich die Unterschiede zwischen den Ländern verringert haben.
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      Pro-kopf-nationaleinkommen
      Wenn das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt auch der gebräuchlichste Indikator zum Vergleich des Lebensstandards zwischen den einzelnen Ländern ist, ziehen viele Analysten doch zwei andere Messgrößen vor, nämlich das Pro-Kopf- Bruttonationaleinkommen (BNE) und das Pro-Kopf-Nettonationaleinkommen (NNE).
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      Verfügbares einkommen der privaten haushalte
      Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte steht als Konzept dem allgemein in der Volkswirtschaftslehre verwendeten Einkommenskonzept näher und ist ein wichtiger Indikator für das Wohlergehen und den Lebensstandard. Bei Nichtberücksichtigung von Veränderungen des Nettovermögens auf Grund von Kapitaltransfers oder Unternehmensgewinnen kann das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte als der Höchstbetrag betrachtet werden, den Haushalte für den Konsum von Waren und Dienstleistungen ausgeben können, ohne ihre finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte zu reduzieren oder höhere Schulden aufzunehmen.
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      Ersparnis der privaten haushalte
      Die Ersparnis der privaten Haushalte ist die wichtigste inländische Geldquelle zur Finanzierung der Anlageinvestitionen, von denen bedeutende Impulse auf das langfristige Wirtschaftswachstum ausgehen.
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      Investitionsquoten
      Der Anteil der Anlageinvestitionen am gesamten BIP ist ein wichtiger Bestimmungsfaktor für das künftige Wirtschaftswachstum. Jedoch tragen nicht alle Arten von Investitionen auf dieselbe Weise zum künftigen Wachstum bei, und das künftige BIP-Wachstum kann auch von Ausgaben abhängen, die gemeinhin als Konsum betrachtet werden (z.B. Bildung, Gesundheit).
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      Arbeitsproduktivitätsniveaus
      Die Produktivität ist eine Messgröße der Effizienz, mit der verfügbare Ressourcen im Produktionsprozess eingesetzt werden. Die Arbeitsproduktivität ist zusammen mit dem Einsatz der Arbeitsressourcen einer der Hauptbestimmungsfaktoren des Lebensstandards.
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      Arbeitsproduktivitätswachstum
      Das Arbeitsproduktivitätswachstum ist eine Schlüsseldimension der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und eine wesentliche Triebfeder für Veränderungen des Lebensstandards.
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      Produktivität und wachstumsrechnungen
      Das Wirtschaftswachstum kann entweder durch eine Erhöhung der im Produktionsprozess eingesetzten Arbeits- und Kapitalinputs oder einen insgesamt effizienter kombinierten Einsatz dieser Inputs, d.h. eine größere Multifaktorproduktivität, gesteigert werden. Bei Wachstumsrechnungen wird das BIP-Wachstum in den jeweiligen Beitrag des Arbeitsinputs, des Kapitalinputs und der Multifaktorproduktivität zerlegt.
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      Lohnstückkosten
      Die Lohnstückkosten sind ein wesentlicher Bestimmungsfaktor der Wettbewerbsfähigkeit des Produktionssystems eines Landes auf dem Binnen- wie auch dem Auslandsmarkt. Sie spiegeln die kombinierte Entwicklung des Arbeitnehmerentgelts je Arbeitseinsatzeinheit und der Arbeitsproduktivität wider und können als ein Indikator des Inflationsdrucks auf die Erzeugerpreise herangezogen werden.
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      Wertschöpfung nach wirtschaftsbereichen
      Die Struktur der Gesamtwertschöpfung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten beachtlich geändert. Der Anteil der Landwirtschaft nimmt heute in fast allen OECD-Ländern einen relativ geringen Platz ein. Der Anteil der Industrie ist ebenfalls gesunken, während der Dienstleistungssektor heute in den meisten OECD-Ländern weit über 60% der gesamten Bruttowertschöpfung ausmacht.
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      Entwicklung der wertschöpfung nach wirtschaftsbereichen
      Das BIP-Wachstum war nicht gleichmäßig auf alle Wirtschaftsbereiche verteilt. Einige Sektoren sind stärker gewachsen als andere, und manche haben an Bedeutung verloren. Zur besseren Darstellung des beobachteten Wandels der Wachstumsmuster empfiehlt es sich, zwischen Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungssektor zu unterscheiden.
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      Kleine und mittlere unternehmen
      Kleine Unternehmen, und insbesondere Neugründungen, können sehr dynamisch und innovativ sein. Einige besonders leistungsstarke neue kleine Firmen können einen wichtigen Beitrag zu Arbeitsplatzschaffung und Wirtschaftswachstum leisten. Obgleich die Mehrzahl der kleinen Unternehmen individuell betrachtet eher einen geringfügigen wirtschaftlichen Einfluss haben, machen sie zusammengenommen einen großen Unterschied.
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      Anteil des internationalen handels am BIP
      Der weltweite Handel ist einer der Hauptmechanismen der wirtschaftlichen Integration. Der internationale Handel ist im Allgemeinen von größerer Bedeutung für geografisch oder bevölkerungsmäßig kleine Länder, die von Nachbarländern mit offenen Handelsregimen umgeben sind, als für große, relativ autarke Länder oder solche, die geografisch isoliert und durch hohe Transportkosten benachteiligt sind. Andere Faktoren, die zur Erklärung der Unterschiede bei der Bedeutung des Außenhandels in den verschiedenen Ländern beitragen, sind ihre Geschichte, Kultur und Handelspolitik, die Struktur ihrer Wirtschaft (namentlich das BIP-Gewicht der nichthandelbaren Dienstleistungen), die Reexporte und die Präsenz multinationaler Unternehmen (die mit einem umfangreichen konzerninternen Handel einhergeht).
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      Internationaler handel mit gütern
      Seit ihrer Gründung ist die OECD bestrebt, den internationalen Handel zu fördern, denn sie sieht darin einen wirksamen Mechanismus zur Stärkung des Wirtschaftswachstums und zur Hebung des Lebensstandards. Ein intensiverer Handel kommt den OECD-Mitgliedsländern ebenso wie deren Handelspartnern in der übrigen Welt zugute.
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      Internationaler handel mit dienstleistungen
      Der internationale Dienstleistungshandel gewinnt sowohl innerhalb des OECD-Raums als auch zwischen den OECDLändern und der übrigen Welt zunehmend an Bedeutung. Auf die traditionellen Dienstleistungen – Transport, Versicherung für den Warenhandel und Reiseverkehr – entfällt etwa die Hälfte des gesamten internationalen Dienstleistungshandels, aber der Handel mit neueren Kategorien von Dienstleistungen, insbesondere solchen, die über das Internet abgewickelt werden können, expandiert rasch.
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      Handelspartner
      Bei der Struktur des OECD-Warenhandels – Ursprung der Einfuhren und Bestimmung der Ausfuhren – hat sich in den vergangenen zehn Jahren ein bedeutender Wandel vollzogen. Er war die Folge der Veränderungen in der Verteilung des weltweiten Einkommens sowie der Globalisierung – vor allem der Verlagerung von Fertigungsaktivitäten aus OECD-Ländern in die übrige Welt.
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      Zahlungsbilanz
      Beim Saldo der Leistungsbilanz handelt es sich um die Differenz zwischen den laufenden Einnahmen aus dem Ausland und den laufenden Zahlungen an das Ausland. Ist dieser Saldo positiv, kann das Land den Überschuss zur Tilgung seiner Auslandsschulden, zum Erwerb ausländischer Vermögenswerte oder für Ausleihungen an andere Länder verwenden. Ist der Saldo negativ, muss das Defizit über Kreditaufnahme im Ausland oder Veräußerung zuvor erworbener ausländischer Vermögenswerte finanziert werden.
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      Adi-ströme und -bestände
      Ausländische Direktinvestitionen (ADI) sind ein Schlüsselelement der internationalen wirtschaftlichen Integration. Durch ADI entstehen direkte, stabile und dauerhafte Verbindungen zwischen Volkswirtschaften. ADI fördern den Transfer von Technologie und Know-how zwischen den Ländern und ermöglichen es der Wirtschaft des Ziellandes, ihre Produkte in größerem Umfang auf den internationalen Märkten abzusetzen. Schließlich stellen sie eine zusätzliche Finanzierungsquelle für Investitionen dar und können in einem geeigneten politischen Umfeld ein wichtiges Instrument zur Unternehmensentwicklung darstellen.
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      Beschäftigung in ausländischen tochtergesellschaften
      Die Unternehmen der OECD-Länder verfolgen zunehmend globale Strategien und errichten im Ausland Verkaufs-, Marketing-, Produktions- und Forschungseinheiten, um neu entstehendem Wettbewerbsdruck zu begegnen. Bei einer Analyse des Gewichts und des volkswirtschaftlichen Beitrags von Tochtergesellschaften unter ausländischer Kontrolle in den Gastländern stellen daher Indikatoren über deren Aktivität eine wichtige Ergänzung zu den Informationen über ausländische Direktinvestitionen dar. Während bereits seit Anfang der 1980er Jahre Daten für das Verarbeitende Gewerbe vorlagen, begann die OECD erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre mit der Erfassung von Daten zu den Aktivitäten von Tochtergesellschaften unter ausländischer Kontrolle im Dienstleistungssektor. Es sind noch nicht für alle OECD-Länder Daten verfügbar.
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      Verbraucherpreisindizes
      Verbraucherpreisindizes werden seit langem in den amtlichen Statistiken genutzt. Sie messen die Erosion des Lebensstandards durch die Preisinflation und sind wahrscheinlich eine der bekanntesten wirtschaftsstatistischen Größen, die von den Medien und der allgemeinen Öffentlichkeit verwendet werden.
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      Erzeugerpreisindizes
      Zur Messung der Inflation in einer Volkswirtschaft kann eine Vielzahl von Preisindizes herangezogen werden. Hierzu zählen Verbraucherpreisindizes (VPI), Preisindizes für spezifische Waren und/oder Dienstleistungen, BIP-Deflatoren und Erzeugerpreisindizes (EPI). Während die VPI dazu dienen, die Veränderungen zu messen, die sich im Lauf der Zeit bei den durchschnittlichen Einzelhandelspreisen für einen festen Korb von Waren und Dienstleistungen ergeben, der als repräsentativ für die Konsumgewohnheiten der privaten Haushalte gilt, sollen die EPI die durchschnittlichen Bewegungen der Preise erfassen, die die Erzeuger verschiedener Güter erzielen. Sie werden häufig als Frühindikatoren für Preisentwicklungen in der Gesamtwirtschaft angesehen, darunter auch für Preisveränderungen bei Konsumgütern und verbraucherorientierten Dienstleistungen.
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      Arbeitsentgelt
      Das Arbeitsentgelt je Arbeitseinsatzeinheit ist die durchschnittliche Vergütung, die die Beschäftigten in der Wirtschaft erhalten. Dieser Indikator ist eng mit den anderen Indikatoren der Wettbewerbsfähigkeit, z.B. den Lohnstückkosten, verknüpft, die an anderer Stelle in dieser Veröffentlichung wiedergegeben werden.
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      Langfristige zinssätze
      Die langfristigen Zinssätze sind einer der Bestimmungsfaktoren für die Unternehmensinvestitionen. Niedrige Zinssätze fördern Investitionen in neue Ausrüstungen, während hohe Zinssätze als Hemmschuh wirken. Investitionen sind wiederum eine der wichtigsten Quellen des Wirtschaftswachstums.
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      Umrechnungssätze
      Um das reale BIP eines gegebenen Landes über mehrere Jahre zu vergleichen, müssen alle durch Preisveränderungen bedingten Fluktuationen ausgeschlossen werden. Ebenso ist es für einen Vergleich der realen BIP-Werte einer Ländergruppe zu einem gegebenen Zeitpunkt notwendig, alle Unterschiede zwischen den länderspezifischen BIP auszuschalten, die auf Differenzen im Preisniveau zurückgehen. Preisindizes werden verwendet, um die Effekte von Preisveränderungen in einem bestimmten Land im Zeitverlauf zu beseitigen; Kaufkraftparitäten (KKP) werden eingesetzt, um die Effekte der unterschiedlichen Preisniveaus innerhalb einer Ländergruppe zu einem gegebenen Zeitpunkt zu eliminieren.
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      Effektive wechselkurse
      Die effektiven Wechselkurse sind eine summarische Messgröße der Veränderungen bei den Wechselkursen eines Landes gegenüber denen seiner Handelspartner. Neben den Indizes der nominalen Wechselkurse, die lediglich die Entwicklung der Marktwechselkurse widerspiegeln, werden in diesem Abschnitt auch zwei Indikatoren des realen effektiven Wechselkurses gezeigt, namentlich Veränderungen entweder bei den Verbraucherpreisen oder den Lohnstückkosten im Verarbeitenden Gewerbe eines gegebenen Landes im Verhältnis zu den entsprechenden Veränderungen in den Konkurrenzländern. Diese Indikatoren liefern eine weite Interpretation der preislichen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Diese Wettbewerbsfähigkeit ist wiederum ein wichtiger Bestimmungsfaktor des Erfolgs verschiedener Länder in Bezug auf Produktivitätssteigerung, Innovationsförderung und Verbesserung des Lebensstandards.
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      Energieaufkommen
      Eine Analyse der Energieprobleme erfordert eine umfassende Darstellung der grundlegenden Angebots- und Nachfragedaten für alle Energieträger, anhand deren sich der Beitrag der einzelnen Energieträger zur Gesamtwirtschaft sowie ihre jeweiligen durch die Umwandlung der Energieträger bedingten Wechselwirkungen problemlos vergleichen lassen. Diese Präsentationsform eignet sich für die Untersuchung von Energieträgersubstitution, Energieeinsparungen und Energieprognosen.
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      Energieintensität
      Eine übliche Methode, die Energieintensität verschiedener Länder zu messen und zu vergleichen und zu sehen, wie sie sich im Zeitverlauf verändert, besteht darin, das Verhältnis Energieeinsatz/BIP zu betrachten. Zu beachten ist, dass die Energieintensität eine unzulängliche Hilfsvariable der Energieeffizienz ist, da letztere von zahlreichen Faktoren abhängt (z.B. Klima, Produktionsstruktur, Outsourcing der Güterproduktion energieintensiver Branchen usw.), die bei der hier verwendeten einfachen Messgröße des Energieeinsatzes im Verhältnis zum BIP unberücksichtigt bleiben.
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      Pro-kopf-energieaufkommen
      Das gesamte Pro-Kopf-Primärenergieaufkommen ist eine gebräuchliche, wenn auch unvollkommene Messgröße für die jeweilige nationale Energieeffizienz. So werden z.B. beim Ländervergleich weder die Effekte des Klimas auf die Energienutzung (Heizung, Kühlung) noch die Landesgröße und Bevölkerungsdichte berücksichtigt. Energiewirtschaftliche Analysten ziehen es gewöhnlich vor, den Energieeinsatz je Produkt- oder BIP-Einheit zu vergleichen. Wenn nachstehend gleichwohl das Pro-Kopf-Aufkommen zu Grunde gelegt wird, so deshalb, weil diese Praxis weithin üblich ist.
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      Stromerzeugung
      Im Umfang der Stromerzeugung eines Landes und in deren Aufschlüsselung nach Energieträgern spiegeln sich die Ausstattung des Landes mit natürlichen Ressourcen, seine Energieimporte, seine Politik im Bereich der Versorgungssicherheit, die Einwohnerzahl, die Elektrifizierungsrate sowie der Entwicklungsstand und das Wachstum der Volkswirtschaft wider.
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      Kernenergie
      Die Kernenergie trug 2008 in den OECD-Ländern mit über 21% zum Gesamtenergieaufkommen bei. In Bezug auf die Nutzung der Kernenergie bestehen jedoch erhebliche Unterschiede. Insgesamt wird Kernenergie gegenwärtig in 17 der 30 OECDLänder eingesetzt, wobei sieben dieser Länder über ein Drittel ihres Energiebedarfs durch Kernenergie decken. Gemeinsam erzeugen die OECD-Länder etwa 83% des weltweiten Kernenergieaufkommens. Der Rest wird von 14 Nicht-OECD-Volkswirtschaften erzeugt.
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      Erneuerbare energieträger
      Immer mehr Regierungen werden sich in ihrer Energiepolitik der Bedeutung bewusst, die der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und dem Kampf gegen die Klimaänderung zukommt. Ein höherer Energieeinsatz hat zu einer Zunahme der Emissionen von Treibhausgasen und ihrer Konzentration in der Erdatmosphäre beigetragen. Eine Möglichkeit der Minderung von Treibhausgasemissionen besteht darin, Energie aus fossilen Brenn- und Treibstoffen durch Energie aus erneuerbaren Energieträgern zu ersetzen.
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      Energieproduktion
      Die Energieproduktion hängt von den natürlichen Ressourcen eines Landes und den wirtschaftlichen Anreizen zur Nutzung dieser Ressourcen ab. Bei ihren Entscheidungen, welche Energien in welchem Umfang gewonnen werden sollen, berücksichtigen die Länder außerdem Fragen der Versorgungssicherheit und des Umweltschutzes.
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      Ölförderung
      Der Nahe Osten und Nordafrika verfügen über außergewöhnlich reiche Energievorkommen, vereinte diese Region doch Ende 2008 etwa 70% der weltweit nachgewiesenen konventionellen Ölreserven auf sich. Gemessen an diesen Reserven ist die Ölförderung derzeit relativ gering, und ihre weitere Erschließung wird für die Deckung des weltweiten Energiebedarfs in den nächsten Jahrzehnten von entscheidender Bedeutung sein. Auch unkonventionelle Ölvorkommen (z.B. Schiefer und Sand, Verflüssigung auf der Basis von Kohle und Biomasse sowie bei der chemischen Verarbeitung von Erdgas anfallende Flüssigprodukte) werden bei der Deckung des weltweiten Bedarfs voraussichtlich eine immer wichtigere Rolle spielen.
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      Ölpreise
      Der Preis von Rohöl, aus dem Mineralölerzeugnisse wie Benzin hergestellt werden, wird über die üblichen Angebots- und Nachfrageschwankungen hinaus durch eine Reihe anderer Faktoren bestimmt, die insbesondere mit der Geopolitik zusammenhängen. Einige der kostengünstigsten Vorkommen befinden sich in politisch sensiblen Weltregionen. Es gibt nicht einen Rohölpreis, sondern mehrere. Die Weltrohölpreise werden ermittelt aus den Preisen für drei an den Märkten gehandelte Referenzsorten (West Texas Intermediate – WTI, Brent, Dubai) sowie Auf- oder Abschlägen gegenüber diesen Preisen.
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      Beschäftigungsquoten
      Die Beschäftigungsquoten spiegeln das Ausmaß der Nutzung zur Verfügung stehender Arbeitskräfteressourcen wider. Auf kurze Sicht reagieren diese Quoten auf den Konjunkturzyklus, längerfristiger werden sie aber in erheblichem Maße durch die staatliche Politik in Bezug auf die Tertiärbildung und die Einkommensstützung sowie durch Maßnahmen beeinflusst, die die Beschäftigung von Frauen erleichtern.
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      Beschäftigungsquoten nach altersgruppe
      Die Allokation von Beschäftigungsmöglichkeiten unter Personen unterschiedlichen Alters gestaltet sich auf den einzelnen Arbeitsmärkten nicht einheitlich. Die Beschäftigungsquoten für Personen unterschiedlichen Alters werden in erheblichem Maße durch die staatliche Politik im Hinblick auf Tertiärbildung, Renten und Rentenalter beeinflusst.
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      Teilzeiterwerbstätigkeit
      Gelegenheiten zur Teilzeiterwerbstätigkeit sind besonders wichtig für Personen, deren Verpflichtungen sie an der Ausübung einer Vollzeittätigkeit hindern, wie zum Beispiel Frauen mit kleinen Kindern und Personen, die sich um ältere Angehörige kümmern. Tatsächlich zeigen jüngste Erhebungen in einer großen Zahl von OECD-Ländern, dass die meisten Personen, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, dies aus freien Stücken tun. Das lässt vermuten, dass Länder mit geringer Teilzeiterwerbstätigkeit eine höhere Beschäftigung durch Maßnahmen fördern könnten, die für ein größeres Angebot an Teilzeitstellen sorgen.
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      Selbstständige erwerbstätigkeit
      Die selbstständige Beschäftigung kann entweder als eine Überlebensstrategie für diejenigen betrachtet werden, die keine andere Möglichkeit der Erzielung eines Einkommens sehen, oder als ein Zeichen für Unternehmergeist und den Wunsch, sein eigener Herr zu sein. Die hier dargestellten Selbstständigenquoten spiegeln diese unterschiedlichen Motive wider.
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      Beschäftigung nach region
      Regionale Unterschiede in der Wirtschaftsleistung erklären sich z.T. aus dem Grad, in dem es den einzelnen Regionen gelingt, die ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitskräfteressourcen zu nutzen und vor allem die Beschäftigungschancen von unterrepräsentierten Gruppen zu verbessern.
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      Arbeitszeiten
      Kürzere Arbeitszeiten sind eine der Möglichkeiten für die Bevölkerung, an den Vorteilen des Produktivitätswachstums teilzuhaben. Die Regierungen einiger OECD-Länder haben in den letzten Jahren auch Maßnahmen ergriffen, um es Eltern zu erleichtern, Berufs- und Familienleben miteinander zu vereinbaren, und z.T. führten diese Maßnahmen zu einer Verkürzung der Arbeitszeiten.
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      Arbeitslosenquoten
      Die Arbeitslosenquote ist ein Maßstab des Kapazitätsüberhangs am Arbeitsmarkt ebenso wie ein wichtiger Indikator des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstands. Aufschlüsselungen der Arbeitslosigkeit nach Geschlecht zeigen, wie die Situation sich für manche Gruppen im Vergleich zu anderen und zur Gesamtbevölkerung darstellt.
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      Langzeitarbeitslosigkeit
      Die langfristige Arbeitslosigkeit stellt für die Betroffenen und die politisch Verantwortlichen ein besonderes Problem dar. Abgesehen von dem psychisch-mentalen Stress für die Arbeitslosen selbst und ihre Familien sind hohe Langzeitarbeitslosenquoten ein Indiz dafür, dass die Arbeitsmärkte ineffizient funktionieren. In Ländern, in denen die Leistungen bei Arbeitslosigkeit großzügig bemessen sind, bedeutet die Existenz von Langzeitarbeitslosigkeit außerdem eine erhebliche Belastung der Staatsfinanzen.
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      Arbeitslosigkeit nach region
      Die Arbeitslosenquoten variieren von Land zu Land erheblich, hinter den großen internationalen Unterschieden verbergen sich jedoch noch größere regionale Unterschiede. 2008 waren in einem Drittel der OECD-Länder regionale Abweichungen bei den Arbeitslosenquoten im Umfang von mehr als 10 Prozentpunkten zu beobachten. In manchen Regionen ist die Arbeitslosigkeit auch in den zehn Jahren bis 2008 nachhaltig hoch geblieben, noch bevor sich die Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt auswirkte.
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      FuE-ausgaben
      Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) sind ein Schlüsselindikator für die Anstrengungen des öffentlichen und privaten Sektors zur Erreichung von Wettbewerbsvorteilen in Wissenschaft und Technologie.
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      Forscher
      Forscher sind das zentrale Element des Forschungs- und Entwicklungssystems.
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      Patente
      Auf Patenten basierende Indikatoren liefern eine Messgröße für den FuE-Output eines Landes, d.h. seine Erfindungen. Die für die Patentzählung verwendete Methodik kann jedoch die Ergebnisse beeinflussen, da auf Grund verschiedener Einschränkungen (wie z.B. die unzureichende internationale Vergleichbarkeit) und erheblicher Unterschiede im Hinblick auf den Wert der einzelnen Patente der Aussagekraft einfacher Zählungen der bei einem nationalen Patentamt angemeldeten Patente Grenzen gesetzt sind. Um diese Hindernisse auszuräumen, hat die OECD Triade-Patentfamilien entwickelt, um alle wichtigen Erfindungen zu erfassen und internationale Vergleiche zu ermöglichen.
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      Grösse des IKT-Sektors
      Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind seit über einem Jahrzehnt Motor des wirtschaftlichen Wandels. Die IKT-produzierenden Sektoren und die Beschäftigung in diesen tragen zu raschen technologischen Fortschritten und Produktivitätszuwächsen bei.
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      IKT-Investitionen
      Investitionen in die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) waren Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre die dynamischste Investitionskomponente. Dank dieser Investitionen konnten neue Technologien in den Produktionsprozess einfließen, den Kapitalstock erweitern und erneuern und das Wirtschaftswachstum unterstützen.
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      IKT-Ausrüstungsexporte
      Die Produkte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gehörten in den letzten zehn Jahren zu den dynamischsten Komponenten des internationalen Handels.
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      Computer, internet und telekommunikation
      Der Zugang zu Kommunikationsmitteln und Computern ist in den privaten Haushalten der OECD-Länder im Steigen begriffen, und dies gilt sowohl für Länder, in denen bereits ein hoher Durchdringungsgrad existiert, als auch für jene, die in dieser Hinsicht zu den Nachzüglern zählen.
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      Wasserverbrauch
      Die Süßwasserressourcen sind von großer ökologischer und ökonomischer Bedeutung. Ihre Verteilung zwischen und in den Ländern variiert stark. In ariden Regionen können die Süßwasserressourcen bisweilen so begrenzt sein, dass der Wasserbedarf nur in einer Weise gedeckt werden kann, die dem Grundsatz der Nachhaltigkeit zuwiderläuft, was eine Verringerung der Süßwassermengen zur Folge hat. Die Süßwasserentnahme, insbesondere für öffentliche Wasserversorgung, Bewässerung, industrielle Verfahren und Kühlung von Kraftwerken, stellt eine große Belastung für die Wasserressourcen dar und hat erhebliche Konsequenzen für deren Quantität und Qualität. Die größten Probleme betreffen die ineffiziente Wassernutzung und deren ökologische und sozioökonomische Folgen: geringe Wasserführung von Flüssen, Wasserknappheit, Versalzung von Süßwasservorkommen in Küstengebieten, Gesundheitsprobleme für den Menschen, Verlust von Feuchtgebieten, Wüstenbildung und reduzierte Nahrungsmittelproduktion.
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      Fischerei
      Die Fischereiwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung nachhaltiger Einkommen, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Proteinaufnahme. Durch die Überfischung bestimmter Arten in einigen Gebieten droht gleichzeitig aber eine Erschöpfung der Fischbestände. In manchen Ländern, darunter mindestens zwei OECD-Ländern – Island und Japan –, ist Fisch die wichtigste Eiweißquelle für die örtliche Bevölkerung.
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      Kohlendioxidemissionen
      Auf Kohlendioxid (CO2) entfällt der größte Teil der Treibhausgase. Der zunehmende Ausstoß anthropogener Treibhausgase in die Atmosphäre stört die Strahlungsbilanz der Erde (d.h. die Bilanz der Sonnenenergie, die die Erde absorbiert und wieder in den Weltraum abstrahlt). Das führt zu einer Erhöhung der Temperatur an der Erdoberfläche sowie damit zusammenhängenden weltweiten Effekten auf Klima, Meeresspiegel und Landwirtschaft.
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      Siedlungsabfälle
      Die Menge der in einem Land erzeugten Siedlungsabfälle steht in Zusammenhang mit dem Urbanisierungsgrad, der Art und Struktur des Verbrauchs, dem Einkommen der privaten Haushalte und dem Lebensstil. Wenngleich Siedlungsabfälle in jedem Land nur einen Teil der erzeugten Gesamtabfälle ausmachen, nehmen ihr Management und ihre Behandlung häufig mehr als ein Drittel der öffentlichen Budgets zur Minderung und Kontrolle von Umweltbelastungen in Anspruch. Die wichtigsten Anliegen im Hinblick auf Siedlungsabfälle betreffen die potenziellen Effekte eines unsachgemäßen Abfallmanagements auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt (Boden- und Wasserkontamination, Luftqualität, Landverbrauch und Landschaftsbild).
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      Schülerleistungen im internationalen vergleich
      Wie effektiv sind die Bildungssysteme dabei, jungen Menschen ein solides Fundament an Kenntnissen und Fähigkeiten zu vermitteln, mit dem sie für das Leben und für eine Fortsetzung des Lernprozesses über die Schule hinaus gerüstet sind? Die Internationale Schulleistungsstudie der OECD (PISA) evaluiert die Kenntnisse und Fertigkeiten, die Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren, d.h. gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit besitzen. PISA 2006 sucht auch die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu den Naturwissenschaften und der Umwelt sowie ihr Interesse an Naturwissenschaften zu erfassen und festzustellen, inwieweit sie sich der Chancen für ihr späteres Leben bewusst sind, die naturwissenschaftliche Kompetenzen eröffnen können, und welche Lernmöglichkeiten und welches Lernumfeld ihre Schulen ihnen im naturwissenschaftlichen Bereich bieten.
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      Schüler mit überdurchschnittlichen leistungen
      Der rasch wachsende Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften hat zu einem weltweiten Wettbewerb um Talente geführt. Ein hohes Qualifikationsniveau ist für die Schaffung neuen Wissens, moderner Technologien und Innovationen von entscheidender Bedeutung. Das Qualifikationsniveau ist daher ein wichtiger Bestimmungsfaktor des Wirtschaftswachstums und der sozialen Entwicklung. Auf der Basis der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) werden in diesem Abschnitt überdurchschnittliche Schülerleistungen in den Naturwissenschaften untersucht.
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      Einstellung zu naturwissenschaftlichen berufen, nach geschlecht
      Die geschlechtsspezifischen Muster im Bildungsbereich sind wichtig, um die Ursachen ungleicher Lernchancen zu erkennen, das Durchschnittsniveau der Schülerleistungen zu erhöhen und besser verstehen zu können, wie und warum Schülerinnen und Schüler lernen. Die geschlechtsspezifischen Erwartungsmuster hinsichtlich einer naturwissenschaftlichen Berufslaufbahn lassen sich anhand von Daten der Internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) beschreiben.
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      Abschluss- und studienanfängerquoten im tertiärbereich
      Die meisten Schüler verlassen heute den Sekundarbereich II mit einem Abschluss, der Zugang zum Tertiärbereich eröffnet, was wiederum zu einer höheren Bildungsbeteiligung im Tertiärbereich führt. Ländern mit hohen Abschlussquoten im Tertiärbereich gelingt es auch am ehesten, eine hochqualifizierte Erwerbsbevölkerung heranzubilden bzw. zu wahren.
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      Bildungsniveau
      Eine gebildete und gut ausgebildete Bevölkerung ist eine wesentliche Voraussetzung für das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Länder. Bildung spielt eine entscheidende Rolle, denn sie vermittelt dem Einzelnen die Kenntnisse, Qualifikationen und Kompetenzen, die für eine effektive Teilhabe an Gesellschaft und Wirtschaft erforderlich sind. Sie trägt zudem zur Erweiterung des Kenntnisstands in den Bereichen Wissenschaft und Kultur bei. Der Bildungsabschluss ist eine gewöhnlich für den Bestand an „Humankapital" – d.h. die in der Bevölkerung und Erwerbsbevölkerung verfügbaren Qualifikationen – verwendete Ersatzvariable.
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      Unterrichts- und lernbedingungen
      Die meisten Länder stehen hinsichtlich der Verbesserung der Unterrichts- und Lernbedingungen vor großen Herausforderungen. Hierzu gehört ein Mangel an gut ausgebildeten Lehrkräften und der von ihnen benötigten ausreichenden Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung.
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      Bildungsausgaben je studierenden
      Die politischen Entscheidungsträger müssen das wichtige Erfordernis einer qualitativen Verbesserung der Bildungsdienstleistungen mit dem erstrebenswerten Ziel eines breiteren Zugangs zu Bildungsmöglichkeiten, insbesondere im Tertiärbereich, in Einklang bringen. In vielen OECD-Ländern ging die wachsende Bildungsbeteiligung, vor allem im Tertiärbereich, nicht mit einer entsprechenden Erhöhung der Bildungsausgaben einher.
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      Öffentliche und private bildungsausgaben
      Die Kostenteilung zwischen den Teilnehmern des Bildungssystems und der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ist derzeit ein in vielen Ländern diskutiertes Thema, das für den Vorschul- und den Tertiärbereich besonders relevant ist, wo die öffentliche Finanzierung in voller bzw. nahezu voller Höhe selten ist. Da neue Kundengruppen an einer breiteren Palette von Bildungsprogrammen einer steigenden Anzahl von Anbietern teilnehmen, gehen die staatlichen Stellen neue Partnerschaften ein, um die nötigen Mittel zu mobilisieren und Kosten und Nutzen gerechter zu verteilen.
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      Staatsausgaben, -einnahmen und -defizite
      Staatliche Defizite bzw. Überschüsse reagieren sowohl auf den Konjunkturzyklus als auch auf die staatliche Ausgaben- und Steuerpolitik. Diese Defizite oder Überschüsse haben Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit, den Inflationsdruck und die Leistungsbilanzungleichgewichte.
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      Staatsverschuldung
      Die Akkumulation der Staatsverschuldung ist ein wichtiger Bestimmungsfaktor für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. Veränderungen der Staatsverschuldung im Zeitverlauf spiegeln sowohl die Staatsdefizite als auch die Effekte wider, die sich ergeben, wenn finanzielle Transaktionen nicht im regulären Staatshaushalt ausgewiesen werden.
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      Sozialausgaben
      Die Sozialausgaben sind eine Messgröße für den Umfang, in dem die Länder Verantwortung für die Stützung des Lebensstandards benachteiligter oder gefährdeter Gruppen übernehmen.
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      Gesundheitsausgaben
      In den meisten OECD-Ländern machen die Gesundheitsausgaben einen großen und weiter steigenden Anteil sowohl an den öffentlichen als auch an den privaten Ausgaben aus. Im Verhältnis zum BIP variiert das Ausgabenniveau erheblich zwischen den Ländern, was auf marktbezogene und gesellschaftliche Faktoren sowie Unterschiede in den Finanzierungs- und Organisationsstrukturen der Gesundheitssysteme der einzelnen Länder zurückzuführen ist.
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      Öffentliche und private rentenausgaben
      Die Altersversorgungssysteme sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich, und ein einheitliches Modell gibt es nicht. Im Allgemeinen bestehen die Systeme aus einem Mix aus einer öffentlichen und einer privaten Komponente. Die öffentliche Komponente ist die gesetzliche Rentenversicherung, sie wird meistens im Umlageverfahren finanziert, bei dem die eingezahlten Beträge unmittelbar für die Finanzierung der Leistungen herangezogen werden, und von öffentlichen Einrichtungen verwaltet. Bei der privaten Komponente handelt es sich in manchen Fällen um obligatorische Versicherungen, meistens aber um freiwillige, beschäftigungsabhängige (betriebliche) Rentenpläne oder individuelle Rentensparpläne.
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      Bildungsausgaben
      Ausgaben für Bildung stellen eine Investition dar, die das Wirtschaftswachstum stärken, die Produktivität steigern, die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung fördern und soziale Ungleichheiten verringern kann. Welcher Anteil der insgesamt zur Verfügung stehenden Finanzmittel für das Bildungswesen bereitgestellt werden soll, ist eine Frage von zentraler Bedeutung, und zwar für die Regierungen ebenso wie für die Unternehmen und auch die Schüler/Studierenden und ihre Familien.
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      Ausgaben für recht, öffentliche ordnung und verteidigung
      Zwei wichtige Aufgaben jedes Staats bestehen darin, die Bürger vor Angriffen von außen zu schützen und innerhalb der Landesgrenzen für die Aufrechterhaltung von Recht und öffentlicher Ordnung zu sorgen.
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      Staatliche agrarstützung
      Die Regierungen stützen die Landwirtschaft mit einer Vielzahl von Instrumenten, die von den vom Steuerzahler finanzierten Haushaltstransfers bis hin zu agrarpolitischen Maßnahmen, wie Außenschutz und administrativ geregelte Preise, reichen; letztere haben zur Folge, dass das Agrarpreisniveau höher ist als es sonst der Fall wäre und kommen mithin einer impliziten Steuer für den Verbraucher gleich. Obgleich mit einigen dieser Maßnahmen begrüßenswerte Ziele verfolgt werden, wie die Erhaltung ländlicher Gemeinden und die Förderung umweltfreundlicherer Agrarpraktiken, können sie zugleich auch Handelsverzerrungen, Überproduktion und Umweltzerstörung zur Folge haben.
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      Staatliche hilfen für die fischereiwirtschaft
      Die Regierungen der OECD-Länder gewähren der Fischereiwirtschaft finanzielle Unterstützung, in der Regel für Zwecke des Managements, insbesondere der Meeresaufsicht und Forschung. Diese finanzielle Unterstützung ist für die Gewährleistung eines nachhaltigen und verantwortlichen Fischereisektors von entscheidender Bedeutung.
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      Öffentliche entwicklungszusammenarbeit
      Die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Nichtmitgliedsländern ist seit ihrer Gründung eines der Hauptziele der OECD. Der für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) bereitgestellte Anteil des Nationaleinkommens ist ein Prüfstein für das Engagement eines Landes zu Gunsten der internationalen Entwicklung. Ein bereits vor langer Zeit festgelegtes Ziel der Vereinten Nationen ist, dass die Industriestaaten 0,7% ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) als ODA zur Verfügung stellen sollten.
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      Gesamtsteueraufkommen
      Das Gesamtsteueraufkommen in Prozent des BIP steht für den Teil der gesamtwirtschaftlichen Produktion eines Landes, der vom Staat über Steuern abgeschöpft wird. Es handelt sich somit um einen Indikator dafür, bis zu welchem Grad der Staat die Kontrolle über die volkswirtschaftlichen Ressourcen besitzt.
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      Besteuerung des durchschnittsarbeiters
      Die Messgröße der Besteuerung eines Durchschnittsarbeiters entspricht der Summe der von einem kinderlosen, alleinstehenden Durchschnittsarbeiter zu entrichtenden Steuern im Verhältnis zu den dem Arbeitgeber entstehenden entsprechenden Gesamtarbeitskosten. Dieser „Steuer- und Abgabenkeil" misst somit die beschäftigungshemmende Wirkung des Systems der Besteuerung von Arbeitseinkommen.
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      Lebenserwartung
      Die Lebenserwartung bei der Geburt ist nach wie vor einer der am häufigsten angeführten Indikatoren für den Gesundheitszustand. Die Zuwächse an Lebenserwartung bei der Geburt, die während der letzten Jahrzehnte in den OECD-Ländern verzeichnet wurden, sind einer Reihe von Faktoren zu verdanken, darunter einem steigenden Lebensstandard, einer gesünderen Lebensweise und besseren Bildung wie auch einem breiteren Zugang zu hochwertigen Gesundheitsleistungen. Weitere Faktoren wie bessere Ernährung, sanitäre Versorgung und Wohnverhältnisse spielten ebenfalls eine Rolle, vor allem in Entwicklungsländern.
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      Säuglingssterblichkeit
      Die Säuglingssterblichkeit ist ein wesentlicher Maßstab der Gesundheitsergebnisse bei Personen in ihren frühen Lebensjahren. Zahlreiche Studien haben den Effekt einer Vielzahl medizinischer und nichtmedizinischer Bestimmungsfaktoren auf die Säuglingssterblichkeit untersucht. Dazu zählen die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen von Müttern und Neugeborenen, das soziale Umfeld, der individuelle Lebensstil und persönliche Einstellungen sowie die Merkmale der Gesundheitssysteme. In einigen Ländern besteht eine niedrige Säuglingssterblichkeit und zugleich ein niedriges Niveau der Gesundheitsausgaben, was den Schluss nahelegt, dass eine Steigerung der Ausgaben nicht zwangsläufig eine Voraussetzung zur Verbesserung der Ergebnisse in diesem Bereich ist.
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      Fettleibigkeit
      Fettleibigkeit ist ein bekannter Risikofaktor für zahlreiche Gesundheitsprobleme, wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Atembeschwerden (Asthma), Skelett-Muskel-Krankheiten (Arthritis) sowie einige Krebsarten. Auf individueller Ebene können verschiedene Faktoren zu Fettleibigkeit führen, darunter übermäßige Kalorienaufnahme, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung und Störungen des endokrinen Systems. Weil Fettleibigkeit das Risiko chronischer Leiden erhöht, ist sie mit erheblichen zusätzlichen Kosten für die Gesundheitsversorgung verbunden.
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      Einkommensungleichheit
      Einkommensdisparitäten sind eine der offensichtlichsten Ausdrucksformen von Unterschieden im Lebensstandard innerhalb eines Landes. Hohe Einkommensungleichheiten lassen generell auf eine Vergeudung menschlicher Ressourcen schließen, d.h. eine Situation, in der ein großer Teil der Bevölkerung erwerbslos oder in Niedriglohnjobs oder geringqualifizierten Beschäftigungen gefangen ist.
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      Armutsquoten und armutslücken
      Die Vermeidung wirtschaftlicher Härten ist eines der Hauptziele der Sozialpolitik. Da die Definition dessen, was als „annehmbarer Lebensstandard" zu betrachten ist, zwischen den Ländern und im Zeitverlauf variiert, existiert auch keine gemeinsam vereinbarte Messgröße der „absoluten" Armut in den OECD-Ländern. Ein Ausgangspunkt für die Messung der Armut ist daher die Betrachtung der „relativen"Armut, eine Messgröße, deren Höhe jedes Jahr im Verhältnis zum typischen Einkommen des jeweiligen Landes ermittelt wird.
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      Suizid
      Der Suizid wird häufig als eine extreme Äußerung von Depression und Lebensunzufriedenheit betrachtet. Auf Grund seines drastischen Charakters kann der Suizid gewissermaßen als Spitze des Eisbergs gesehen werden, wobei Veränderungen der Suizidraten im Zeitverlauf und Unterschiede zwischen den Ländern als Anhaltspunkt für das Ausmaß des Problems der depressiven Leiden insgesamt dienen können.
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      Subjektives wohlbefinden
      Das subjektive Wohlbefinden setzt sich zusammen aus Lebenszufriedenheit, Vorhandensein positiver Erfahrungen und Gefühle sowie Abwesenheit negativer Erfahrungen und Gefühle. Jede dieser drei Dimensionen spielt im Leben eine Rolle und ist von einer anderen Reihe von Determinanten abhängig.
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      Soziale nutzeffekte der bildung
      Mit diesem Indikator werden die Verbindungen zwischen dem Bildungsniveau und drei Ergebnissen untersucht, die die Gesundheit und Kohäsion einer Gesellschaft widerspiegeln: Gesundheit, politisches Interesse und zwischenmenschliches Vertrauen.
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      Inaktivität von jugendlichen
      Junge Menschen, die weder in Beschäftigung noch in schulischer oder beruflicher Ausbildung sind, laufen Gefahr, später von „sozialer Ausgrenzung" bedroht zu sein – Einkommen zu erzielen, die unter der Armutsgrenze liegen, und nicht die Qualifikationen zu besitzen, die notwendig sind, um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.
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      Fremdenverkehr: hotelübernachtungen
      Die Ankünfte ausländischer Touristen in einer Unterkunft (Hotel oder ähnliche Einrichtung) sind eine der Standardmessgrößen der internationalen Fremdenverkehrsaktivität. Ausgenommen ist der inländische Tourismus.
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      Gefängnisbevölkerung
      Verbrechen verursachen großes Leid für die Opfer und deren Familien, doch auch die Kosten im Zusammenhang mit Inhaftierungen können beträchtlich sein. Diese Kosten werden normalerweise durch folgende Imperative gerechtfertigt: die Täter zu bestrafen, andere von ähnlichem Verhalten abzuschrecken und erneute Straffälligkeit zu verhindern. Die Größe der Gefängnisbevölkerung hängt von der Schwere des Verbrechens, den gesetzlichen Maßnahmen und der Effizienz der Strafverfolgungsmaßnahmen ab.
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      Verkehrstote
      Die Zahl der Kraftfahrzeuge in den OECD-Ländern ist hoch und weiter zunehmend, und die Reduzierung von Verkehrsunfällen hat in allen Ländern einen hohen Stellenwert.
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      Bruttoinlandsprodukt
      In den meisten OECD-Ländern führte die jüngste Finanzkrise zum stärksten Rückgang der Wirtschaftstätigkeit (gemessen am BIP) seit der Großen Depression.
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      Industrieproduktion und einzelhandel
      Während der Krise ist die Industrieproduktion in allen OECDLändern eingebrochen, wohingegen die Einbußen im Einzelhandel deutlich geringer waren. Im Frühjahr 2009 kam es zu einer Belebung der Industrieproduktion, die sich anschließend fortsetzte.
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      Geschäfts- und konsumklima
      Die Krise hat sich unverhältnismäßig stark auf das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern ausgewirkt, und der Vertrauenseinbruch war mit dafür verantwortlich, dass die Finanzmärkte einfroren.
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      Vermögenspreise
      Die Überhitzung und der anschließende Einbruch der Vermögenspreise waren der Auslöser der Krise und zogen einen Rückgang des Nettovermögens der privaten Haushalte und der Finanzinstitute nach sich. Zu den am stärksten von diesen Preisumschwüngen betroffenen Vermögenswerten gehörten die Wohnimmobilien und die Aktien börsennotierter Unternehmen.
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      Verschuldung und verbriefung
      Der Rückgang der Vermögenspreise hatte auf Grund des Anstiegs der Verschuldung, insbesondere der Finanzinstitute, gewaltige Auswirkungen auf private Haushalte und Unternehmen. Das Wachstum der forderungsbesicherten Wertpapiere trug dazu bei, dass sich die Krise auf die gesamten Finanzmärkte ausdehnte.
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      Internationaler handel
      Große Handelsungleichgewichte zwischen Ländern mit Leistungsbilanzüberschüssen und solchen mit Leistungsbilanzdefiziten trugen zu der Krise bei, die 2008 die Weltwirtschaft erfasste, da sie mit Kapitalzuflüssen in die Vereinigten Staaten verbunden waren, die dort die Expansion der Kreditmenge und die Vermögenspreisinflation verstärkten. Die Finanzkrise führte im Gegenzug zu einem beispiellosen, synchron verlaufenden Zusammenbruch des internationalen Handels.
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      Internationale finanzströme
      Internationale Finanzströme können eine Vielzahl von Formen annehmen, wobei eine der wichtigsten Kategorien die ausländischen Direktinvestitionen sind. Dieser Abschnitt liefert zudem Informationen über die Gesamtfinanzströme in die Vereinigten Staaten sowie über die Reserven der Währungsbehörden in aller Welt.
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      Arbeitsmarktauswirkungen
      Die Krise hat in den meisten OECD-Ländern zu einer Verschlechterung der Arbeitsmarktlage geführt. Obwohl die Erholung begonnen hat, wird die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf 2010 voraussichtlich weiter steigen. Zudem wird es, selbst wenn die Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat, noch einige Zeit dauern, bevor sie wieder auf Vorkrisenniveau zurückgeht; auch besteht die Gefahr, dass sich ein Teil des konjunkturellen Anstiegs der Arbeitslosigkeit strukturell verfestigt, da viele Arbeitslose in die Langzeitarbeitslosigkeit abgleiten oder aus der Erwerbsbevölkerung ausscheiden könnten.
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      Einkommen der privaten haushalte
      Die Auswirkungen der Krise auf das Einkommen der privaten Haushalte blieben bislang gedämpft, was sich aus den gestiegenen staatlichen Nettotransfers sowie der zeitlichen Verzögerung erklärt, mit der die Beschäftigung auf den Rückgang des BIP reagiert.
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      Fiskalpolitik
      Die Fiskalpolitik kann während eines Konjunkturabschwungs durch das Wirksamwerden der automatischen Stabilisatoren und diskretionäre Maßnahmen zur fiskalischen Expansion einen sehr wichtigen Puffereffekt auf die Wirtschaftstätigkeit ausüben. Daher war die Krise in den meisten OECD-Ländern mit einem drastischen Anstieg der Haushaltsdefizite und der Staatsverschuldung verbunden.
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      Geldpolitik
      Die Zentralbanken im OECD-Raum haben auf beispiellose Weise auf die Krise geantwortet, sowohl mit konventionellen Maßnahmen, wie Senkungen der Leitzinsen, d.h. der Zinssätze für die Beschaffung von Geld bei den Zentralbanken, als auch mit unkonventionellen Maßnahmen, die mit einer Ausweitung ihrer Bilanzsumme verbunden waren.
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