Postsekundäre Berufsbildung

Postsekundäre Berufsbildung

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Author(s):
OECD
25 Feb 2015
Pages:
144
ISBN:
9789264227842 (PDF) ;9789264227835(print)
http://dx.doi.org/10.1787/9789264227842-de

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Höhere berufliche Bildungsgänge sind einem raschen Wandel und sich verschärfenden Herausforderungen ausgesetzt. Welche Form von Ausbildung ist erforderlich, um dem Bedarf sich verändernder Volkswirtschaften gerecht zu werden? Wie sollten die Bildungsgänge finanziert werden? Wie sollten sie mit Hochschulprogrammen verknüpft werden? Und wie können Arbeitgeber und Gewerkschaften eingebunden werden? In diesem Bericht sind die Ergebnisse der Länderprüfberichte zusammengefasst, die für die Publikationsreihe Postsekundäre Berufsbildung erstellt wurden.

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  • Vorwort und Dank

    Kompetenzen sind für das Wirtschaftswachstum und das soziale Wohl ergehen von entscheidender Bedeutung. Auch wenn in einer beruflichen Erstausbildung des Sekundarbereichs II nützliche Kompetenzen vermittelt werden, reicht eine solche Grundausbildung in vielen Berufen, in denen der Arbeitskräftebedarf rasch steigt – was z.B. für Gesundheitstechniker genauso gilt wie für Nachwuchsmanager –, heute nicht mehr aus. Dort werden zunehmend höhere berufliche, betriebliche und technische Kompetenzen gefordert. In den Vereinigten Staaten wird Schätzungen zufolge bis 2018 für ein Drittel aller offenen Stellen ein postsekundärer Abschluss verlangt werden, der allerdings nicht unbedingt eine vierjährige Ausbildung erfordert.

  • Zusammenfassung und Politikempfehlungen

    Schule und Hochschule sowie die traditionellen Übergangswege zwischen diesen beiden Bereichen spielen in der Reflexion über die Bildungspolitik eine dominierende Rolle. Neben diesen beiden institutionellen Blöcken existiert jedoch eine weniger bekannte Welt von Colleges, Diplomen, Zertifikaten und Fortbildungsprüfungen – die Welt der postsekundären beruflichen Bildung, die in diesem Bericht auch „höhere Berufsbildung" genannt wird. Für viele gewerbliche und technische Tätigkeiten ist nach Abschluss des Sekundarbereichs II nicht mehr als eine einbis zweijährige Ausbildung nötig, und in einigen Ländern verfügt nicht weniger als ein Viertel der erwachsenen Erwerbsbevölkerung über einen Abschluss eines solchen höheren Berufsbildungsgangs (Abb. 1). Nahezu zwei Drittel des gesamten Beschäftigungswachstums in der Europäischen Union (EU25) wird Prognosen zufolge in den kommenden Jahren auf die Kategorie „Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe" entfallen – die Kategorie, die am engsten mit diesem Bildungssektor verbunden ist (Cedefop, 2012). In den Vereinigten Staaten wird laut neueren Vorausberechnungen bis 2018 für nahezu ein Drittel der offenen Stellen ein postsekundärer Abschluss verlangt werden, der keine vierjährige Ausbildung erfordert (Carnevale, Smith und Strohl, 2010). Ziel der vorliegenden OECDStudie ist es, diese wenig bekannte Welt zu beleuchten, die schon allein wegen ihres Umfangs und ihrer Dynamik für die Qualifikationssysteme der Länder von entscheidender Bedeutung ist (Kasten 1).

  • Die verborgene Welt der höheren Berufsbildung

    Schule und Hochschule sowie die traditionellen Übergangswege zwischen diesen beiden Bereichen spielen in der Reflexion über die Bildungspolitik eine dominierende Rolle. Neben diesen beiden institutionellen Blöcken existiert jedoch eine weniger bekannte Welt von Colleges, Diplomen, Zertifikaten und Fortbildungsprüfungen, die Welt der postsekundären beruflichen Bildung, die in diesem Bericht auch „höhere Berufsbildung" genannt wird. Für viele gewerbliche, technische und leitende Tätigkeiten ist nach Abschluss des Sekundarbereichs II nicht mehr als eine ein- bis zweijährige Ausbildung nötig, und in einigen Ländern verfügt nicht weniger als ein Viertel der erwachsenen Erwerbsbevölkerung über einen Abschluss eines solchen kurzen höheren Berufsbildungsgangs. In diesem Kapitel wird die Rolle von Berufsbildungsgängen dieser Art beschrieben und ihre Bedeutung in den Qualifikationssystemen der Länder unterstrichen.

  • Stärkung des Profils der höheren Berufsbildung

    Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie erreicht werden kann, dass das, was wir etwas unbeholfen als „postsekundäre Berufsbildung" bezeichnen, mehr Beachtung erhält. Dazu werden mehrere Vorschläge gemacht: Erstens wäre es besser, diesen Sektor als „höhere Berufsbildung" zu bezeichnen, zweitens muss der Umfang des Sektors auf den Bedarf der einzelnen Länder zugeschnitten werden, was eine effektive institutionelle und finanzielle Struktur voraussetzt, und drittens sind bessere Daten erforderlich, um den Sektor messen, evaluieren und international vergleichen zu können.

  • Drei Kernelemente qualitativ hochwertiger postsekundärer Bildungsgänge

    Ein effektiver Berufsbildungssektor muss qualitativ hochwertige Bildungsgänge anbieten, in denen hochqualifizierte Arbeitskräfte herangebildet werden. Im vorliegenden Kapitel werden drei Hauptfaktoren für qualitativ hochwertige Programme betrachtet. Hierbei handelt es sich erstens um die systematische Integration des Lernens am Arbeitsplatz in alle Berufsbildungsgänge, zweitens um effektive Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte, die das richtige Gleichgewicht zwischen den notwendigen pädagogischen Kompetenzen und der ebenso notwendigen aktuellen Praxiserfahrung gewährleisten sollen, sowie drittens um Anstrengungen, um sicherzustellen, dass das Lesekompetenzniveau und die alltagsmathematische Kompetenz der Bildungsteilnehmer ausreichend ist.

  • Transparenz der Lernergebnisse

    Über die richtigen Kompetenzen zu verfügen, reicht nicht aus; diese Kompetenzen müssen von den Arbeitgebern und den Bildungseinrichtungen auch anerkannt und effektiv genutzt werden. Qualifikationen wie z.B. Bildungs- oder Berufsabschlüsse dienen diesem Zweck, und zwar durch die Zertifizierung von erworbenen Kenntnissen und Kompetenzen. In diesem Kapitel wird untersucht, wie Qualifikationen funktionieren, warum sie in manchen Fällen ihren Zweck nicht erfüllen und was getan werden kann, damit sie wirkungsvoller werden. Zunächst wird erörtert, wie starke Qualifikationssysteme aufgebaut werden können. Anschließend wird analysiert, wie kompetenzbasierte Qualifikationen voll genutzt werden können und wie effektive Beurteilungen der Kompetenzen die Glaubwürdigkeit der entsprechenden Qualifikationen stärken können.

  • Klarere Wege für Lernende

    Die höhere Berufsbildung markiert eine entscheidende Etappe: Hier kreuzen sich die Wege zu verschiedenen beruflichen Laufbahnen und Möglichkeiten der Weiterqualifizierung. Zur Orientierung an einer solchen Wegkreuzung sind deutlich erkennbare Pfade und klare Wegweiser vonnöten. Im vorliegenden Kapitel werden die unterschiedlichen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten postsekundärer Berufsbildungsgänge sowie das hierzu vorhandene Informationsangebot – die „Wegweiser" – betrachtet. Dabei wird der Standpunkt vertreten, dass Absolventen des Systems der beruflichen Erstausbildung die Möglichkeit haben müssen, höhere berufliche Qualifikationen zu erwerben, mit denen sich Laufbahnperspektiven eröffnen, die den eingeschlagenen Berufsbildungsweg aufwerten. Für erwachsene Lernende sind flexiblere Qualifizierungsmöglichkeiten erforderlich. Des Weiteren müssen systematische Anstrengungen unternommen werden, um die Berufsausbildung besser mit der Hochschulbildung zu verknüpfen. Außerdem muss der gesamte Aufbau durch ein qualitativ hochwertiges Berufsberatungs- und -informationsangebot untermauert werden.

  • Wichtige Merkmale effektiver Berufsbildungssysteme

    Viele Erkenntnisse dieses Berichts stehen mit den Ergebnissen der bereits erschienenen OECD-Studie Lernen für die Arbeitswelt über die Berufsbildung im Sekundarbereich II in Einklang (OECD, 2010). Dieses Kapitel zielt deshalb darauf ab, die Erkenntnisse beider Studien zusammenzuführen und einen Katalog wichtiger wünschenswerter Merkmale effektiver Berufsbildungssysteme vorzuschlagen.

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