OECD Wirtschaftsausblick

German
Frequency
Semiannual
ISSN: 
1999-0901 (online)
ISSN: 
1562-6369 (print)
http://dx.doi.org/10.1787/19990901
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Die Hauptabteilung Wirtschaft des OECD-Sekretariats stellt in Form eines in sich geschlossenen Berichts ihre eigenen Projektionen für Produktion, Beschäftigung, Preise und Leistungsbilanzen in den jeweils nächsten zwei Jahren vor. Dabei geht sie von den für alle Länder durchgeführten Prüfungen der Wirtschaftslage sowie von den Wirkungen aus, die die internationalen Entwicklungen auf jedes dieser Länder ausüben. Besonderes Augenmerk gilt den Maßnahmen, mit denen die Regierungen die laufenden Wirtschaftsprobleme zu lösen versuchen. Statistiken und Projektionen in Kurzform geben einen Überblick über die Entwicklungen in Nicht-OECD-Ländern, namentlich in Mittel- und Osteuropa, sowie in ausgewählten Volkswirtschaften Asiens. Zusätzlich zu den beiden Druckfassungen haben Abonnenten jetzt überdies die Möglichkeit, bereits sechs bis acht Wochen vor deren Veröffentlichung per Internet online jeweils die vorläufige Ausgabe des Wirtschaftsausblicks zu konsultieren. Jede Ausgabe behandelt im Allgemeinen folgende Themen: Leitartikel/Einleitung Gesamtbeurteilung der Wirtschaftslage Entwicklung in den einzelnen OECD-Ländern Entwicklung in ausgewählten Nicht-OECD-Ländern (3 bis 5 Kapitel über aktuelle Themen und Entwicklungen) Anhangstabellen (60-70 Seiten, nur in englischer Sprache) mit Daten über: Nachfrage und Produktion Löhne, Kosten und Inflation Erwerbsbevölkerung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Unternehmenssektor Ersparnisbildung Öffentliche Haushaltssalden und Staatsverschuldung Zinsen und Wechselkurse Außenhandel und Zahlungsbilanz Sonstige Hintergrunddaten

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OECD Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2014/1

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German
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    http://oecd.metastore.ingenta.com/content/1214015e.pdf
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Author(s):
OECD
06 May 2014
Pages:
348
ISBN:
9789264204713 (PDF) ;9789264204706(print)
http://dx.doi.org/10.1787/eco_outlook-v2014-1-de

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Im OECD-Wirtschaftsausblick analysiert die OECD zweimal jährlich die wichtigsten wirtschaftlichen Trends und die Aussichten für die kommenden zwei Jahre. Der Wirtschaftsausblick liefert einen in sich stimmigen Satz von Projektionen zu gesamtwirtschaftlicher Produktion, Beschäftigung, Preisentwicklung, Haushaltssalden und Leistungsbilanzen.

Diese Analysen und Projektionen erstrecken sich auf alle OECD-Mitgliedsländer sowie ausgewählte Nichtmitgliedsländer. Die vorliegende Ausgabe enthält eine allgemeine Beurteilung der Wirtschaftslage, Kapitel zur Entwicklung in den einzelnen Ländern, ein Kapitel zu den Wachstumsaussichten und langfristigen fiskalischen Erfordernissen sowie einen umfassenden Statistischen Anhang.

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  • Einführung Eine widerstandsfähige Erholung erzielen

    Die Erholung von der großen Rezession verlief schleppend und mühsam, und von Zeit zu Zeit drohte sie ganz vom Kurs abzukommen. Jetzt endlich entwickeln sich die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften wieder dynamischer. Das Vertrauen im privaten Sektor nimmt zu. Auch die Investitionen und der Handel kommen nach jahrelanger Schwäche wieder in Fahrt. Die Arbeitslosigkeit ist zwar nach wie vor untragbar hoch, in den meisten Ländern verbessert sich die Arbeitsmarktsituation jedoch, und in so gut wie allen fortgeschrittenen Volkswirtschaften verschlechtert sie sich nicht mehr.

  • Gesamtbeurteilung der wirtschaftslage
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    • Vereinigte Staaten

      Die Wirtschaftstätigkeit wird sich den Projektionen zufolge 2014 beleben, sobald die Auswirkungen des strengen Winters abklingen. Angesichts des reichlichen Cashflows der Unternehmen und der verbesserten Nachfrageaussichten dürften die Unternehmensinvestitionen erheblich zunehmen. Der starke Anstieg der Vermögenspreise hat das Vermögen der privaten Haushalte erhöht, was in Kombination mit stetigen Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt den privaten Konsum und die Wohnungsbauinvestitionen stützen dürfte.

    • Japan

      Eine Verlangsamung der Exporte hat zwar die Expansion gebremst, sich verbessernde Arbeitsmarktbedingungen und ein aufgehelltes Geschäftsklima werden jedoch dafür sorgen, dass der Effekt der für 2014 und 2015 vorgesehenen fiskalischen Straffung, die vor allem über höhere Verbrauchsteuern umgesetzt wird, teilweise ausgeglichen werden kann. Ein im Zuge der Belebung des Welthandels zu erwartender Aufschwung der Exporte wird die Expansion ebenfalls unterstützen, und so wird von einer Jahreswachstumsrate von rd. 1¼% ausgegangen, unter deren Einfluss die Inflation zunehmen dürfte.

    • Euroraum

      Den Projektionen zufolge wird sich die Konjunktur unter dem Einfluss eines weiteren Vertrauensanstiegs, einer abnehmenden Fragmentierung der Finanzmärkte und einer Verringerung der Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte weiter erholen. Dennoch wird das Tempo dieser Konjunkturerholung verhalten bleiben, da der immer noch hohe Schuldenstand und die angespannten Kreditbedingungen nach wie vor auf der Wirtschaftstätigkeit lasten, vor allem in den Krisenländern. Die schwache Bilanzverfassung im privaten Sektor dürfte Vertrauen und Wachstum noch eine Zeit lang beeinträchtigen. Die hohe Arbeitslosigkeit und die großen Kapazitätsüberhänge werden langsam abnehmen, während die Inflation sehr niedrig bleiben wird.

    • Deutschland

      Das Wirtschaftswachstum wird im Zuge der Ausweitung des Welthandels und dank des Auftriebs, den das Verbrauchswachstum durch Reallohnzuwächse erfährt, an Kraft gewinnen. Den Projektionen zufolge werden das stärkere Vertrauen in die Erholung im Euroraum, das niedrige Zinsniveau und der aufgestaute Bedarf an Ersatzinvestitionen die Investitionen erhöhen. Es wird mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote gerechnet. Der Verbraucherpreisauftrieb könnte Ende 2015 auf 2¼% ansteigen, wenn der Kapazitätsüberhang absorbiert ist. Der Leistungsbilanzüberschuss wird weiterhin in der Nähe historischer Höchststände liegen.

    • Frankreich

      Nach einem uneinheitlichen Wachstum im Jahr 2013 wird das reale BIP den Projektionen zufolge dank einer Ausweitung des Welthandels, einer Verbesserung der Aussichten im Euroraum und einer Verlangsamung des Tempos der Haushaltskonsolidierung 2015 um rd. 1½% steigen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich geringfügig sinken und knapp unter 10% der Erwerbsbevölkerung verharren.

    • Italien

      Der langsame Prozess der Erholung von der Rezession wird sich 2014 fortsetzen, und 2015 wird das Wachstum noch etwas weiter steigen. Vertrauensgewinne werden dem Verbrauch und den Investitionen Auftrieb geben, wobei kleine Steuersenkungen, die die Einkommen der privaten Haushalte erhöhen, für zusätzliche Impulse sorgen dürften. Die Schwäche der öffentlichen Ausgaben wird andauern. Die Teuerung wird voraussichtlich auf niedrigem Niveau verharren.

    • Vereinigtes Königreich

      Die Erholung hat ein kräftiges Tempo erreicht, wobei der Konsum der privaten Haushalte durch eine sehr akkommodierende Geldpolitik und eine zunehmend bessere Lage am Arbeitsmarkt unterstützt wird. Die Wirtschaftstätigkeit wird wahrscheinlich weiter durch die Ausgaben der privaten Haushalte getragen werden und darüber hinaus von einer Erholung der Investitionstätigkeit profitieren. Die Gesamtinflation ist unter den Zielwert von 2% gefallen, dürfte diesen aber im Zuge des Abbaus der Kapazitätsüberhänge projektionsgemäß gegen Ende 2015 wieder geringfügig überschreiten.

    • Kanada

      Das Wirtschaftswachstum wird sich den Projektionen zufolge in Verbindung mit einer erwünschten Verlagerung zu Exporten und Unternehmensinvestitionen bis 2015 auf 2¾% beschleunigen. Die Exporte werden unter dem Einfluss des stärkeren Auslandsmarktwachstums, der jüngsten Währungsabwertung und der andauernden Expansion des Energiesektors voraussichtlich an Dynamik gewinnen. Die Unternehmensinvestitionen dürften ebenfalls anziehen und für eine Erweiterung der Kapazitäten und eine Verbesserung der Kostenwettbewerbsfähigkeit sorgen. Während sich das Konsumwachstum voraussichtlich beleben wird, dürften die Wohnimmobilieninvestitionen auf ein tragfähigeres Niveau zurückgehen. In der Folge einer vollständigen Absorption des Kapazitätsüberhangs wird die Inflation den Projektionen zufolge bis Ende 2015 auf fast 2% ansteigen.

    • Australien

      Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird 2014 voraussichtlich um 2½% und 2015 um nahezu 3% steigen, wobei eine generelle Belebung der Nachfrage den Investitionsrückgang im Rohstoffsektor wettmachen dürfte. In der Wirtschaft wird ein gewisser Kapazitätsüberhang fortbestehen und die Arbeitslosenquote wird nicht vor dem zweiten Halbjahr 2015 zu sinken beginnen. Infolgedessen wird kaum Inflationsdruck aufkommen, wenngleich die rasche Zunahme der Wohnimmobilienpreise und Hypothekenkreditvergabe eine kontinuierliche enge Beobachtung der Situation verlangt.

    • Österreich

      Unter dem Einfluss expandierender Exportmärkte, wachsenden Vertrauens und allgemein günstiger Finanzierungsbedingungen gewinnt die Erholung an Dynamik. Der private Verbrauch wird auf kurze Sicht verhalten bleiben, dürfte sich dann aber dank eines stärkeren Beschäftigungswachstums und realer Einkommenszuwächse beleben.

    • Belgien

      Das Wirtschaftswachstum wird den Projektionen zufolge von der sich beschleunigenden Exporttätigkeit profitieren, es wird aber trotz der andauernden Haushaltskonsolidierung und einer bescheidenen Verbesserung der Wohnungsbauinvestitionen unter dem Einfluss der Belebung der Inlandsnachfrage auch ein breiteres Fundament erhalten. Die Beschäftigungsschaffung wird sich voraussichtlich langsam beschleunigen, was 2015 zu einem geringfügigen Rückgang der Arbeitslosigkeit führen dürfte. Die Inflation wird auf Grund des begrenzten Einfuhrpreisauftriebs, des noch immer erheblichen Kapazitätsüberhangs und der jüngsten Lohnmäßigung niedrig bleiben.

    • Chile

      Das chilenische Wirtschaftswachstum hat sich 2013 abgeschwächt und wird den Projektionen zufolge im ersten Halbjahr 2014 gedämpft bleiben. Das BIP-Wachstum dürfte sich unter dem Einfluss der Investitionen und der Exporte, die von der Abwertung des Wechselkurses profitieren werden, Ende des Jahres und 2015 allmählich beleben.

    • Tschechische republik

      Die exportbasierte Erholung, die 2013 begann, wird den Erwartungen zufolge 2014 unter dem Einfluss der Ausweitung des Welthandels an Dynamik gewinnen und den zweijährigen Rückgang der Privatinvestitionen umkehren. Das Wachstum des privaten Konsums dürfte durch eine Aufhellung des Konsumklimas und einen stärkeren Anstieg der realen Einkommen beflügelt werden. Der Abbau des Kapazitätsüberhangs und der Arbeitslosigkeit wird jedoch auf Grund des verhaltenen Wachstumstempos erst 2015 beginnen.

    • Dänemark

      Das Wirtschaftswachstum ist nach wie vor gedämpft, wird sich unter dem Einfluss einer steigenden Exportnachfrage, einer weiterhin konjunkturstützenden Geld- und Finanzpolitik sowie einer Rückkehr des Vertrauens aber voraussichtlich nach und nach beleben.

    • Estland

      Nach einer Konjunkturabschwächung im Jahr 2013 wird sich das Wirtschaftswachstum voraussichtlich allmählich beleben. Während der private Konsum durch Lohnwachstum und niedrige Zinsen gestützt wird, werden die Exporte durch das schwache Wirtschaftswachstum in einigen von Estlands Handelspartnern, darunter Finnland und Russland, gedämpft.

    • Finnland

      Die Wirtschaft ist weiter geschrumpft, da die rückläufige Beschäftigung, das geringe Lohnwachstum, Steuererhöhungen und das eingetrübte Vertrauensklima Konsum und Investitionen nach unten gedrückt haben. Das Wirtschaftswachstum wird wieder in Gang kommen, wenn sich das internationale Umfeld verbessert, was die Ausfuhren ankurbeln, das Vertrauensklima aufhellen und die Investitionen beleben würde.

    • Griechenland

      Das Produktionswachstum wird im Verlauf des Jahres 2014 ein positives Vorzeichen erhalten und im folgenden Jahr an Kraft gewinnen, wenn die expandierenden Weltmärkte und die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit die Exporte und die Investitionen steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird langsam zurückgehen. Die beträchtlichen Kapazitätsüberhänge und der hohe Anpassungsdruck werden die Preise und Löhne weiter sinken lassen, wenngleich das Tempo des Rückgangs nachlassen wird. Die Leistungsbilanz wird voraussichtlich weiterhin einen Überschuss aufweisen.

    • Ungarn

      Die moderate Erholung wird sich den Projektionen zufolge fortsetzen, was vor allem einem robusten Exportwachstum und einer allmählichen Belebung der privaten Investitionen zu verdanken ist. Letztere werden dennoch weiterhin durch das in Anbetracht umstrittener innenpolitischer Maßnahmen unsichere Geschäftsumfeld und die restriktive Kreditvergabe gehemmt, die sich durch das „Funding for Growth"-Programm der Zentralbank und die niedrigen Leitzinsen nur zum Teil verbessert hat. Konjunkturbedingte Kapazitätsüberhänge und Lohnzurückhaltung werden die Kerninflation weitgehend im Bereich des Zielwerts von 3% halten, während die Gesamtinflation vorübergehend niedriger ist. Die Arbeitslosigkeit dürfte sich im Verlauf des Projektionszeitraums mehr oder weniger stabilisieren, während sich der Leistungsbilanzüberschuss voraussichtlich ausweiten wird.

    • Island

      Das Wirtschaftswachstum fiel 2013 deutlich robuster aus als erwartet, was auf die kräftigen Exporte und die dynamische Entwicklung der Einnahmen aus dem Fremdenverkehr zurückzuführen war. Bedeutende Beschäftigungszuwächse und politische Entscheidungen zur Verringerung der Verschuldung der privaten Haushalte werden dem privaten Verbrauch Impulse verleihen und den Aufschwung 2014 weiter ankurbeln. Somit werden die Kapazitätsüberhänge im Jahresverlauf 2015 vollständig abgebaut werden.

    • Irland

      Die Konjunkturerholung wird den Projektionen zufolge im Zeitraum 2014-2015 an Dynamik gewinnen. Nachdem bei der Investitionstätigkeit, auch am Wohnimmobilienmarkt, eine Trendwende eingetreten ist, wird nun ein solides Investitionswachstum – allerdings von einer niedrigen Basis aus – erwartet. Die Exporte dürften unter dem Einfluss des kräftigeren Wachstums bei den Handelspartnern anziehen. Das stetige Beschäftigungswachstum wird dazu beitragen, die Arbeitslosenquote weiter zu senken. Auf Grund der Kapazitätsüberhänge in der Volkswirtschaft wird die Lohn- und Preisinflation verhalten bleiben.

    • Israel

      Die Ende 2013 eingetretene Wachstumsverlangsamung, die z.T. der Wechselkursaufwertung und fiskalischen Straffung zuzuschreiben ist, wird voraussichtlich nur von vorübergehender Dauer sein. Die Wirtschaft wird durch ein sich allmählich verbesserndes außenwirtschaftliches Umfeld gestützt, dessen positive Effekte durch die expandierende Erdgasproduktion und das anhaltend niedrige Zinsniveau verstärkt werden dürften. Unter dem Einfluss einer Wachstumsbelebung auf 3½% im Jahr 2015 dürfte die Arbeitslosigkeit auf einem niedrigen Niveau verharren.

    • Korea

      Die Wirtschaft profitierte von einem investitionsbasierten Aufschwung, der sich dank des stärkeren Exportwachstums im Zuge der Erholung des Welthandels fortsetzen dürfte. Allerdings wird die hohe Verschuldung der privaten Haushalte den privaten Konsum weiterhin hemmen. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird den Projektionen zufolge im Zeitraum 2014-2015 um rd. 4% wachsen und dazu beitragen, die Inflation auf einen Wert innerhalb des Zielkorridors von 2,5-3,5% zu steigern.

    • Luxemburg

      Das Wirtschaftswachstum wird 2014 weiter anziehen, da sich die Konjunktur im Euroraum allmählich erholt, die Investmentfondsbranche mehr Mittelzuflüsse verzeichnet und das Tempo der Haushaltskonsolidierung nachlässt. 2015 wird die neue EU-Mehrwertsteuerregelung für den E-Commerce die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, während die höheren Mehrwertsteuersätze in Luxemburg die Nachfrage bremsen werden. Die vergangenheitsorientierte Lohnindexierung könnte die Effekte der Mehrwertsteuererhöhung auf die Löhne übertragen, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit verringert würde.

    • Mexiko

      Obwohl die Wirtschaft auf Grund der unbeständigen Auslandsnachfrage und der schlechten Entwicklung im Baugewerbe mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, ist 2014 und 2015 den Projektionen zufolge eine deutliche Erholung des BIP-Wachstums zu erwarten. Wenn die Auslandsnachfrage im Zuge des Konjunkturaufschwungs in den Vereinigten Staaten anzieht und die fiskalischen Impulse ihre Wirkung entfalten, dürfte das Vertrauen der Investoren zurückkehren. Die Geldpolitik war zuletzt akkommodierend, während der Wechselkurs stabil geblieben ist. Die Inflationserwartungen sind gut verankert, wenngleich die Inflation zu Jahresbeginn nach der Anhebung der Steuersätze kurzzeitig in die Höhe schnellte.

    • Niederlande

      Die Wirtschaft erholt sich von einer doppelten Rezession, angesichts des Schuldenabbaus der privaten Haushalte, der steigenden Arbeitslosigkeit und der fortgesetzten Haushaltskonsolidierung wird das Wachstum aber voraussichtlich schwach ausfallen. Vor dem Hintergrund des sich ausweitenden Exportwachstums ist mit einer allmählichen Belebung der Investitionstätigkeit zu rechnen.

    • Neuseeland

      Die Wirtschaft wächst unter dem Einfluss des erdbebenbedingten Wiederaufbaus, der Erholung nach einer Dürreperiode und enormer Terms-of-Trade-Gewinne nach wie vor kräftig. Obwohl der Kapazitätsüberhang abgebaut wird, blieb der Inflationsdruck bisher dank der erstarkten Währung und geringer Lohnsteigerungen gedämpft. Da das Wachstum den Projektionen zufolge robust bleiben wird, wird dieser Druck jedoch allmählich spürbar.

    • Norwegen

      Nach einer Verlangsamung im letzten Jahr, die Kapazitätsüberhänge hinterlassen hat, wird das Wirtschaftswachstum sich den Projektionen zufolge 2014-2015 erholen. Die vom Ölsektor ausgehenden Impulse werden schwächer ausfallen als in den vergangenen Jahren, die Nichtölexporte werden unter dem Einfluss der Belebung der Weltwirtschaft aber an Dynamik gewinnen. Der Konsum der privaten Haushalte wird sich vor dem Hintergrund des Wachstums der verfügbaren Einkommen ebenfalls kräftiger entwickeln. Die verbleibenden Kapazitätsüberhänge werden nach und nach abgebaut werden.

    • Polen

      Den Projektionen zufolge wird das reale BIP-Wachstum dank der lebhaften Exporte und einer allmählich anziehenden Binnennachfrage an Dynamik gewinnen. Die Gesamtinflation wird in den kommenden Quartalen voraussichtlich niedrig bleiben, bevor sie unter dem Einfluss der schrumpfenden Kapazitätsüberhänge allmählich steigt.

    • Portugal

      Im Zuge der Verbesserung des globalen Konjunkturumfelds und der Erholung der Inlandsnachfrage wird das Wirtschaftswachstum den Projektionen zufolge allmählich wieder in Gang kommen. In Anbetracht der jüngsten positiven Überraschungen im Hinblick auf das BIP, die Beschäftigung und die Ausfuhren könnte sich die Erholung rascher einstellen als erwartet, auch wenn die Entwicklungen noch nicht stabil sind. Die Arbeitslosenquote wird während des gesamten Prognosezeitraums voraussichtlich langsam weiter sinken. Da die Kapazitätsüberhänge hoch sind und bleiben werden, dürfte die Inflation sehr niedrig bleiben. Es besteht das Risiko einer Deflation, was den Schuldenabbau erschweren würde.

    • Slowakische Republik

      Das Wirtschaftswachstum wird sich den Projektionen zufolge 2014 und 2015 unter dem Einfluss der anziehenden Exportmärkte und der nachlassenden Haushaltskonsolidierung beleben. Der private Konsum wird im Zuge der Erholung des Arbeitsmarkts und steigender Reallöhne zum ersten Mal seit fünf Jahren einen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum leisten. Die Investitionen werden dank des günstigeren Umfelds im Euroraum nach und nach anziehen und für eine Ausweitung der exportorientierten industriellen Basis sorgen. Die Fertigstellung des Autobahnnetzes wird die regionale Basis für exportorientierte Branchen erweitern.

    • Slowenien

      Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird den Projektionen zufolge 2014 wieder zu steigen beginnen, da die dynamischere Auslandsnachfrage den Exporten Auftrieb gibt. Anhaltende Schwächetendenzen im Bankensektor und der erforderliche Schuldenabbau im Unternehmenssektor werden die Investitionen dämpfen, während die Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung eine zusätzliche Bremswirkung auf die Nachfrage ausübt. Unter dem Einfluss der allmählichen Erholung der Inlandsnachfrage und der weiteren Zunahme der Exporte dürfte die Wirtschaftstätigkeit 2015 an Fahrt gewinnen. Der beträchtliche Kapazitätsüberhang und die hohe Arbeitslosigkeit werden die Inflation auf niedrigem Niveau halten.

    • Spanien

      Spaniens moderate Erholung wird den Projektionen zufolge im Zeitraum 2014-2015 allmählich an Dynamik gewinnen. Das Wirtschaftswachstum wird hauptsächlich von den Ausfuhren getragen werden, wenngleich sich der private Verbrauch dank der Verbesserung der Arbeitsmarktlage und der Stärkung des Vertrauens ebenfalls kräftiger entwickeln wird. Den Unternehmensinvestitionen werden die besseren Konjunkturaussichten sowie die höheren Exporte zugute kommen. Die stärkere Wirtschaftstätigkeit wird dazu führen, dass das Beschäftigungswachstum ein positives Vorzeichen erhält, die erheblichen Kapazitätsüberhänge werden den Preisauftrieb aber niedrig halten. Dies wird eine weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen, obgleich ein Risiko einer Deflation besteht, die den Schuldenabbau erschweren würde.

    • Schweden

      Das Wachstum gewinnt unter dem Einfluss einer kräftigen Belebung der privaten Investitionen und des privaten Verbrauchs an Dynamik. Die Arbeitslosigkeit wird zwar im gesamten Jahresverlauf 2014 auf hohem Niveau verharren, 2015 dürfte sie jedoch deutlich zurückgehen, was dazu beitragen dürfte, dass die derzeit niedrige Inflation steigen und sich der 2%-Zielmarke nähern wird.

    • Schweiz

      Das Wirtschaftswachstum wird sich den Projektionen zufolge langsam beleben. Das Wachstum der Exporte, das derzeit durch den starken Schweizer Franken und die träge Erholung in Europa gedämpft wird, dürfte wieder anziehen und die kräftige Inlandsnachfrage stützen. Einige Kapazitätsüberhänge verzögern zusammen mit der starken Währung das Ende der Deflation. Die Beschäftigung dürfte unter dem Einfluss der Konjunkturentwicklung während des gesamten Projektionszeitraums weiter expandieren.

    • Türkei

      Das Wirtschaftswachstum verlor im Jahresverlauf 2013 an Fahrt, da die Spannungen an den Kapitalmärkten die Zinssätze nach oben drückten. Die Kreditvergabe und die private Nachfrage verlangsamten sich. Das Exportwachstum sank, vor allem infolge der rasch zurückgehenden Goldverkäufe. Die politischen Spannungen haben das Vertrauen belastet und Kapitalabflüsse verursacht, wodurch sich die Zentralbank gezwungen sah, die Zinssätze Anfang 2014 drastisch zu erhöhen. Das Wachstum wird den Projektionen zufolge bis Mitte 2015 gedämpft bleiben, das Leistungsbilanzdefizit dürfte hingegen auf sehr hohem Niveau verharren.

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    • Brasilien

      Die Wirtschaft hat ihre frühere Dynamik eingebüßt, der Preisauftrieb verharrt jedoch hartnäckig über der Mitte des Zielkorridors der Zentralbank von 4,5%. Die restriktivere Geldpolitik, die schwäche re Auslandsnachfrage sowie die politische Ungewissheit auf Grund der bevorstehenden Präsidentschaftswahl werden die gesamtwirtschaftliche Tätigkeit im Jahresverlauf 2014 wahrscheinlich belasten. Das BIP-Wachstum wird sich den Projektionen zufolge 2015 etwas beleben, wobei die fortbestehen - den angebotsseitigen Engpässe, darunter die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, und die weiterhin erforderliche restriktive makroökonomische Politik die Inlandsnachfrage bremsen werden.

    • China

      Das BIP-Wachstum ist Anfang 2014 in Reaktion auf strengere Kreditbedingungen zurückgegangen. Insbesondere Beschränkungen der Hypothekenkreditvergabe und der Grundstückserschließungen bremsen nach wie vor die Investitionen und die Umsätze im Immobiliensektor. Maßnahmen zur Stilllegung überschüssiger Industriekapazitäten haben ebenfalls einen dämpfenden Effekt auf das Wachstum. Die Investitionstätigkeit erhält jedoch weiterhin Auftrieb durch eine stärkere Ausrichtung auf den städtebaulichen Bedarf sowie die Öffnung von Sektoren, in denen zuvor keine private Investitionen getätigt werden konnten. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass das Wachstum während der nächsten zwei Jahre etwas oberhalb von 7¼% verharren wird. Der Leistungsbilanzüberschuss wird sich voraussichtlich auf 1¼-1½% des BIP verringern.

    • Indien

      Das Wachstum wird voraussichtlich an Fahrt gewinnen. Die Investitionen dürften sich erholen, wenn die vom Kabinettsausschuss für Investitionen genehmigten Infrastrukturprojekte umgesetzt werden und die politische Unsicherheit nach den Parlamentswahlen im Mai 2014 abnehmen wird. Die Abwertung der Rupie im Sommer 2013 und eine sich festigende Auslandsnachfrage dürften das Exportwachstum stützen, während Einmalfaktoren, wie der Anstieg der ländlichen Einkommen und der Rückgang der Inflation, den Konsum voraussichtlich ankurbeln werden. Jedoch werden die Haushaltskonsolidierung und Angebotsengpässe zusammen mit dem nach wie vor hohen Anteil an notleidenden Krediten und dem hohen Verschuldungsgrad der Unternehmen die Erholung belasten.

    • Indonesien

      Im Gegensatz zu der unsicheren Wirtschaftslage in mehreren anderen aufstrebenden Marktwirtschaften hat sich das Konsumklima in Indonesien aufgehellt. Die Konjunktur hat sich abgeschwächt, und diese Entwicklung sowie die kräftigere Exporttätigkeit haben in den letzten Monaten zu einer Verringerung des Leistungsbilanzdefizits beigetragen. Infolgedessen hat die Besorgnis über die Leistungsbilanz abgenommen, und die Währung hat stark aufgewertet. Die Inflation hat sich angesichts des nachlassenden Effekts der gekürzten Kraftstoffsubventionen und der nachgebenden Nahrungsmittelpreise zu verlangsamen begonnen.

    • Russische Föderation

      Die moderate Erholung, die Ende 2013 zu beobachten war, wurde durch die Turbulenzen im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine gestoppt. Damit verbundene zunehmende Unsicherheiten und Kapitalflucht belasten nun das Investitionsklima. Das Wachstum des Verbrauchs wird angesichts einer Verlangsamung des realen Einkommenswachstums und einer Verteuerung der Konsumentenkredite abnehmen. Der schwache Rubel wird der angeschlagenen Konjunktur und dem Staatshaushalt etwas Auftrieb geben.

    • Südafrika

      Die Wirtschaftstätigkeit wird den Erwartungen zufolge unter dem Einfluss einer Abwertung des Rand und einer Beschleunigung des Welthandels durch ein dynamischeres Exportwachstum beflügelt werden. Die Inlandsnachfrage wird durch das nach wie vor trübe Vertrauensklima und das verhaltene Wachstum der realen Einkommen gebremst werden, jedoch langsam von der Stärkung der Exportwirtschaft profitieren. Das Wachstum wird allerdings nicht stark genug werden, um die erhebliche negative Produktionslücke zu verringern.

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  • Langfristige Wachstumsaussichten und fiskalpolitische Erfordernisse
  • Statistischer Anhang

    Dieser Anhang enthält Angaben zu den wichtigsten ökonomischen Datenreihen, die als Hintergrundmaterial für die im Hauptteil des Berichts beschriebenen jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen im OECD-Raum dienen. Bei den Daten für den Zeitraum 2014-2015 handelt es sich um Schätzungen und Projektionen der OECD. In einigen Tabellen wurden die Daten angepasst, um international vereinbarten Konzepten und Definitionen zu entsprechen sowie eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Ländern und zugleich die Konsistenz mit früheren Daten in anderen OECD-Publikationen zu gewährleisten. Die regionalen Aggregate basieren auf Gewichtungskoeffizienten, die für jeden Beobachtungszeitraum neu definiert werden, wobei die Koeffizienten von den jeweiligen Datenreihen abhängen. Wegen Einzelheiten bezüglich der Aggregierung, vgl. OECD Economic Outlook Sources and Methods.

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