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Lebenserwartung
Die Lebenserwartung bei der Geburt ist nach wie vor einer der am häufigsten angeführten Indikatoren für den Gesundheitszustand. Die Zuwächse an Lebenserwartung bei der Geburt, die während der letzten Jahrzehnte in den OECD-Ländern verzeichnet wurden, sind einer Reihe von Faktoren zu verdanken, darunter einem steigenden Lebensstandard, einer gesünderen Lebensweise und besseren Bildung wie auch einem breiteren Zugang zu hochwertigen Gesundheitsleistungen. Weitere Faktoren wie bessere Ernährung, sanitäre Versorgung und Wohnverhältnisse spielten ebenfalls eine Rolle, vor allem in Entwicklungsländern.
Säuglingssterblichkeit
Die Säuglingssterblichkeit ist ein wesentlicher Maßstab der Gesundheitsergebnisse bei Personen in ihren frühen Lebensjahren. Zahlreiche Studien haben den Effekt einer Vielzahl medizinischer und nichtmedizinischer Bestimmungsfaktoren auf die Säuglingssterblichkeit untersucht. Dazu zählen die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen von Müttern und Neugeborenen, das soziale Umfeld, der individuelle Lebensstil und persönliche Einstellungen sowie die Merkmale der Gesundheitssysteme. In einigen Ländern besteht eine niedrige Säuglingssterblichkeit und zugleich ein niedriges Niveau der Gesundheitsausgaben, was den Schluss nahelegt, dass eine Steigerung der Ausgaben nicht zwangsläufig eine Voraussetzung zur Verbesserung der Ergebnisse in diesem Bereich ist.
Fettleibigkeit
Fettleibigkeit ist ein bekannter Risikofaktor für zahlreiche Gesundheitsprobleme, wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Atembeschwerden (Asthma), Skelett-Muskel-Krankheiten (Arthritis) sowie einige Krebsarten. Auf individueller Ebene können verschiedene Faktoren zu Fettleibigkeit führen, darunter übermäßige Kalorienaufnahme, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung und Störungen des endokrinen Systems. Weil Fettleibigkeit das Risiko chronischer Leiden erhöht, ist sie mit erheblichen zusätzlichen Kosten für die Gesundheitsversorgung verbunden.
Einkommensungleichheit
Einkommensdisparitäten sind eine der offensichtlichsten Ausdrucksformen von Unterschieden im Lebensstandard innerhalb eines Landes. Hohe Einkommensungleichheiten lassen generell auf eine Vergeudung menschlicher Ressourcen schließen, d.h. eine Situation, in der ein großer Teil der Bevölkerung erwerbslos oder in Niedriglohnjobs oder geringqualifizierten Beschäftigungen gefangen ist.
Armutsquoten und armutslücken
Die Vermeidung wirtschaftlicher Härten ist eines der Hauptziele der Sozialpolitik. Da die Definition dessen, was als „annehmbarer Lebensstandard" zu betrachten ist, zwischen den Ländern und im Zeitverlauf variiert, existiert auch keine gemeinsam vereinbarte Messgröße der „absoluten" Armut in den OECD-Ländern. Ein Ausgangspunkt für die Messung der Armut ist daher die Betrachtung der „relativen"Armut, eine Messgröße, deren Höhe jedes Jahr im Verhältnis zum typischen Einkommen des jeweiligen Landes ermittelt wird.
Suizid
Der Suizid wird häufig als eine extreme Äußerung von Depression und Lebensunzufriedenheit betrachtet. Auf Grund seines drastischen Charakters kann der Suizid gewissermaßen als Spitze des Eisbergs gesehen werden, wobei Veränderungen der Suizidraten im Zeitverlauf und Unterschiede zwischen den Ländern als Anhaltspunkt für das Ausmaß des Problems der depressiven Leiden insgesamt dienen können.
Subjektives wohlbefinden
Das subjektive Wohlbefinden setzt sich zusammen aus Lebenszufriedenheit, Vorhandensein positiver Erfahrungen und Gefühle sowie Abwesenheit negativer Erfahrungen und Gefühle. Jede dieser drei Dimensionen spielt im Leben eine Rolle und ist von einer anderen Reihe von Determinanten abhängig.
Soziale nutzeffekte der bildung
Mit diesem Indikator werden die Verbindungen zwischen dem Bildungsniveau und drei Ergebnissen untersucht, die die Gesundheit und Kohäsion einer Gesellschaft widerspiegeln: Gesundheit, politisches Interesse und zwischenmenschliches Vertrauen.
Inaktivität von jugendlichen
Junge Menschen, die weder in Beschäftigung noch in schulischer oder beruflicher Ausbildung sind, laufen Gefahr, später von „sozialer Ausgrenzung" bedroht zu sein – Einkommen zu erzielen, die unter der Armutsgrenze liegen, und nicht die Qualifikationen zu besitzen, die notwendig sind, um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.
Fremdenverkehr: hotelübernachtungen
Die Ankünfte ausländischer Touristen in einer Unterkunft (Hotel oder ähnliche Einrichtung) sind eine der Standardmessgrößen der internationalen Fremdenverkehrsaktivität. Ausgenommen ist der inländische Tourismus.
Gefängnisbevölkerung
Verbrechen verursachen großes Leid für die Opfer und deren Familien, doch auch die Kosten im Zusammenhang mit Inhaftierungen können beträchtlich sein. Diese Kosten werden normalerweise durch folgende Imperative gerechtfertigt: die Täter zu bestrafen, andere von ähnlichem Verhalten abzuschrecken und erneute Straffälligkeit zu verhindern. Die Größe der Gefängnisbevölkerung hängt von der Schwere des Verbrechens, den gesetzlichen Maßnahmen und der Effizienz der Strafverfolgungsmaßnahmen ab.
Verkehrstote
Die Zahl der Kraftfahrzeuge in den OECD-Ländern ist hoch und weiter zunehmend, und die Reduzierung von Verkehrsunfällen hat in allen Ländern einen hohen Stellenwert.
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