Entwicklungszusammenarbeit: Bericht

Frequency :
Annual
ISSN :
1999-1088 (online)
ISSN :
1999-1096 (print)
DOI :
10.1787/19991088
Next Edition: 11 June 2013
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Der Jahresbericht des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) ist das einschlägige Referenzdokument für Statistiken und Analysen zu den jüngsten Trends in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

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Entwicklungszusammenarbeit: Bericht 2010

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German
Authors:
OECD
Publication Date :
02 July 2010
Pages :
288
ISBN :
9789264079953 (PDF) ; 9789264079946 (print)
DOI :
10.1787/dcr-2010-de

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Der Jahresbericht des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) ist das einschlägige Referenzdokument für Statistiken und Analysen zu den jüngsten Trends in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Angesichts der Tatsache, dass nur noch fünf Jahre bleiben, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen, ist noch viel zu tun, zumal die Aufgabe infolge der Wirtschafts-, Nahrungsmittel- und Klimakrise der letzten Jahre noch schwieriger geworden ist. Im vorliegenden Bericht wird beschrieben, wie der DAC unverzüglich reagiert hat, indem er die Entwicklungsdimension dieser Krisen fest auf der Politikagenda verankert und dafür gesorgt hat, dass sich die Entwicklungsgemeinschaft weiterhin schwerpunktmäßig auf die Bereitstellung von mehr EZ-Leistungen und eine raschere EZ-Abwicklung konzentriert.

In Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit ist es für die Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis der EZ-Leistungen stimmt und gewährleistet wird, dass die Leistungen nicht zweckentfremdet werden. Um hierfür zu sorgen, hat die Entwicklungsgemeinschaft mit einer Reihe von Maßnahmen reagiert, darunter die verstärkte Fokussierung auf das Problem der Korruption, die Festlegung und Bekanntgabe klarer Vorgaben in Bezug auf die Entwicklungseffekte, die zunehmende Nutzung der Systeme und Verfahren der Partnerländer für den Kapazitätsaufbau sowie die Intensivierung der Bemühungen zu Gunsten der ärmsten 30% der Entwicklungsländer – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele. Der Bericht informiert ferner darüber, wie die DAC-Mitgliedsländer ihre Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahrzehnten wirklich effektiv gestalten wollen, indem sie gewährleisten, dass die Problematik des Klimawandels in all ihren Politikentscheidungen berücksichtigt wird, und ein breiter fundiertes, inklusiveres Politikkonzept ausarbeiten.

Dieser Bericht wird zur Erleichterung des Zugangs zu wichtigen Arbeiten des OECD-Entwicklungsausschusses und zur wirkungsvollen Unterstützung der Entwicklungsgemeinschaft über den schnellen und einfachen Zugriff auf die Analysen und Statistiken auch im Internet veröffentlicht.

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  • Mark
  • Geleitwort des Generalsekretärs
    Weltweit wurden in den vergangenen 50 Jahren beispiellose Wohlfahrtsgewinne verzeichnet. Der OECD-Entwicklungsausschuss, das größte Geberforum der Welt, hat dazu seinen Beitrag geleistet. Er war einer der Hauptantriebskräfte der Millenniumsentwicklungsziele (MDG), die die Aktivitäten der Entwicklungsgemeinschaft nach wie vor bestimmen. Der Entwicklungsausschuss hat das Prinzip der Eigenverantwortung zu einem zentralen Element der Geberpolitik erhoben und es den Entwicklungsländern damit ermöglicht, bei der Definition und Umsetzung ihrer eigenen Entwicklungsstrategien die Führungsrolle zu übernehmen. Er hat die Geber mit Erfolg dazu bewegt, das Volumen und die Wirksamkeit ihrer EZ-Leistungen ständig zu erhöhen. Dank all dieser Bemühungen erreichten die ODA-Leistungen im Jahr 2008 ein Rekordniveau von 120,5 Mrd. US-$.
  • Verzeichnis der Abkürzungen
  • Zusammenfassung
    „Der kombinierte Effekt der Nahrungsmittel-, der Energie- und der Wirtschaftskrise stellt für die Entwicklungsgemeinde eine große Herausforderung dar, die tiefgreifende Fragen über die realen Auswirkungen der Entwicklung aufwirft, darüber wie sie nachgewiesen werden können, über ihre tatsächlichen Grundlagen sowie unsere Fähigkeit, sie zu kontrollieren und über sie Rechenschaft abzulegen."
  • Was wird aus der Entwicklungszusammenarbeit nach drei Jahren Krise?
    Der kombinierte akute Effekt der Nahrungsmittel-, der Energie- und der Wirtschaftskrise stellt für die Entwicklungsgemeinde eine große Herausforderung dar, die tiefgreifende Fragen über die realen Auswirkungen der Entwicklung aufwirft, darüber wie sie nachgewiesen werden können, über ihre tatsächlichen Grundlagen sowie unsere Fähigkeit, sie zu kontrollieren und über sie Rechenschaft abzulegen. Angesichts dieser multiplen Krisen bedarf es noch dringender konkreter Entwicklungsergebnisse. In diesem Kapitel wird argumentiert, dass die Entwicklungsgemeinde mit ihrer ehrgeizigen Reformagenda fortfahren, über die Effekte ihrer Arbeit besser informieren und die notwendigen Veränderungen vornehmen muss, um zu gewährleisten, dass die Entwicklungszusammenarbeit zu einem wirksamen Instrument für die Bewältigung der mit der Globalisierung einhergehenden Herausforderungen wird. Die in Bezug auf die EZ-Wirksamkeit in der Paris- Erklärung und dem Aktionsplan von Accra eingegangenen Verpflichtungen sind die besten Indikatoren dafür, wie ernst die Entwicklungsgemeinde diese Anliegen nimmt, doch werden Fortschritte auf dem Weg zu ihrer Erfüllung nach wie vor zu langsam erzielt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, wie globale Faktoren, die über EZ-Leistungen hinausgehen, die Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Zugleich haben sie aber auch keinen Zweifel an der Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit für die Bewältigung neuer sowie fortbestehender Entwicklungsherausforderungen gelassen. Die Entwicklungszusammenarbeit muss daher in zahlreichen Politikbereichen und im Kontakt mit den vielen unterschiedlichen Akteuren, die die Entwicklung der armen Länder gestalten, Realität werden. Das Fazit des Kapitels lautet, dass der DAC in Zukunft wesentlich stärker in die globale EZ-Architektur, die Herstellung von Kohärenz zwischen EZ-fremden Maßnahmen und Entwicklungszielen sowie globale Anliegen, wie Klimawandel und Schaffung eines gerechten Welthandelssystems, involviert sein wird. Der DAC wird seine Politikinstrumente schärfen, dem Monitoring der Entwicklungseffekte einen höheren Stellenwert einräumen, seine Mitglieder stärker zur Rechenschaft ziehen und in seiner Zusammenarbeit mit anderen sehr viel integrativer und proaktiver vorgehen.
  • Die Herausforderung annehmen
    Welche Bedeutung haben der weltweite Abschwung und die Verpflichtungen der meisten Geber zur Erhöhung sowohl des Umfangs als auch der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit in der Praxis für deren Management? Dieses Kapitel fasst die praktischen Folgen zusammen und konzentriert sich dabei auf die drei wichtigsten Aspekte: Umgang mit bedeutenden Veränderungen (Erhöhungen oder Kürzungen) des Volumens der EZLeistungen, Verbesserung der Rechenschaftspflicht und Aufbau effektiverer Organisationen. Es berichtet über einige praktische Schritte, die einzelne DAC-Mitglieder im Jahr 2009 unternommen haben, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.
  • Systeme der Partnerländer und weshalb wir sie nutzen müssen
    Um die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu gewährleisten, müssen die Geber die Eigenverantwortung der Partnerländer für ihre Entwicklungspolitiken und -praktiken respektieren. Hierzu zählt u.a. die Nutzung der Verwaltungssysteme der Partnerländer für die Abwicklung der Entwicklungszusammenarbeit. Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hat gezeigt, dass die Umgehung der Systeme und Politiken der Partnerländer die Fähigkeit dieser Länder schwächt, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Dennoch zögern viele Geberländer aus Angst vor Missbrauch von Finanzmitteln und mangelnder Zuordnung der Entwicklungseffekte, diesen Ansatz zu verfolgen. Dieses Kapitel stellt die langfristigen Vorteile der Nutzung der Systeme der Partnerländer den damit verbundenen Risiken gegenüber und umreißt die Bemühungen der Geber und der Partnerländer zur Stärkung und Nutzung dieser Systeme.
  • Handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit
    Viele Entwicklungsländer betrachten den Handel als ein zentrales Element ihrer Wachstums- und Armutsbekämpfungsstrategien. Schätzungen zufolge sind die Handelsströme jedoch 2009 infolge der Wirtschaftskrise um rd. 10% zurückgegangen, was das Vertrauen in den Handel als Antriebsmotor des Wachstums und der Armutsbekämpfung geschwächt hat. Eine Abkehr vom Handel ist aber dennoch keine Lösung. In diesem Kapitel wird vielmehr der Standpunkt vertreten, dass es umso wichtiger ist sicherzustellen, dass die richtigen Voraussetzungen gegeben sind, um die Entwicklungsländer in die regionalen und weltweiten Märkte zu integrieren. Wie in diesem Kapitel dargelegt, sind im Hinblick auf diese Grundlagen der Aid-for-Trade- Initiative bereits bemerkenswerte Fortschritte erzielt worden. Die Entwicklungsländer räumen dem Handel in ihren EZ-Strategien Priorität ein, und die Geber stocken ihr Leistungsvolumen auf. Das Kapitel kommt zu dem Fazit, dass zur Aufrechterhaltung der Dynamik trotz der Wirtschaftskrise ein breit basierter länderspezifischer und regionaler Dialog erforderlich sein wird, der dafür sorgt, dass die handelsbezogene Zusammenarbeit zu den umfassenderen Entwicklungszielen beiträgt und der Festlegung und Erreichung spezifischer EZ-Ziele dienen kann. Die Handelsintegration muss zudem durch Maßnahmen begleitet werden, die die Menschen aus der Armut befreien und zu einer gerechteren Verteilung der positiven Effekte des Handels zwischen und in den einzelnen Entwicklungsländern führen.
  • Klimawandel
    Während die Industriestaaten daran arbeiten, die besten Minderungsstrategien zu identifizieren, um Treibhausgasemissionen zu verringern, brauchen die Entwicklungsländer Hilfe bei der Anpassung an die Auswirkungen eines sich bereits verändernden Klimas. Die Fortsetzung der bisher üblichen Entwicklungszusammenarbeit wird keine angemessene Lösung sein, um gefährdete Länder und Bevölkerungen für den Klimawandel zu rüsten. Die Anpassung muss in alle Planungsebenen integriert werden, von Projekten bis zu nationalen und sektorspezifischen Strategien. Dieses Kapitel beschreibt die
  • Sicherstellen, dass fragile Staaten nicht zurückgelassen werden
    Ob wir die Millenniumsentwicklungsziele erreichen, wird davon abhängen, wie erfolgreich wir den fragilsten Staaten der Welt helfen können. Diese Gruppe von 48 Ländern steht für die Ärmsten der Armen, was oft durch gewaltsame Konflikte und schlechte Regierungsführung bedingt ist. Im Jahr 2007 hat die OECD zehn Grundsätze für ein zweckmäßiges internationales Engagement in fragilen Staaten und Situationen verabschiedet. Dieses Kapitel berichtet über Fortschritte und Erkenntnisse aus der Umsetzung dieser Prinzipien in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, Haiti, Sierra Leone, Timor-Leste und der Zentralafrikanischen Republik. Die hier dargestellten Auffassungen stammen direkt aus den Ländern selbst und sind lehrreich für all jene, die sich in solchen Umfeldern effektiver engagieren wollen.
  • Gemeinsames Vorgehen bei der Korruptionsbekämpfung
    Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise wird die Kontrolle der Verwendung öffentlicher Mittel zweifellos weiter verschärfen. In diesem Kapitel wird untersucht, wie die Entwicklungsgemeinde ihre Anstrengungen intensiviert, um die Korruption zu bekämpfen, zugleich aber auch an ihrer Verpflichtung auf die Agenda zur Steigerung der EZ-Wirksamkeit festzuhalten. Auf der Grundlage der Erkenntnisse und Erfahrungen in den Partnerländern sowie der Arbeiten des DAC-Netzwerk Governance (GOVNET) wird gezeigt, wie die Geber in den Partnerländern zunehmend miteinander kooperieren, um die Korruptionsproblematik zu verstehen und der Korruption zu begegnen. Das Ausgabenvolumen der Geber für eine ganze Reihe von Initiativen, die darauf abzielen, die Staats- und Regierungsführung zu stärken, nimmt stetig zu. Internationale Vereinbarungen wie z.B. das VN-Übereinkommen gegen Korruption (UNCAC) tragen zudem zur Unterstützung kohärenter Geberansätze bei. Abschließend wird in dem Kapitel eine Reihe weiterer Maßnahmen aufgeführt, die in der gegenwärtigen Krisensituation erforderlich sind, um besser auf die allgemeine Beunruhigung der Öffentlichkeit über Korruption bei der Erbringung internationaler EZ-Leistungen eingehen zu können.
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    • Mark
    • EZ-Leistungen der DAC-Mitglieder im Jahr 2008
      In diesem Kapitel werden die wichtigsten Fortschritte aufgezeigt, die die 23 Mitglieder des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) im Jahr 2009 bei der Erfüllung ihrer in Bezug auf die EZ-Wirksamkeit eingegangenen Verpflichtungen erzielt haben. Dieser erste Abschnitt fasst die Ergebnisse der DAC-Geber im Jahr 2008 zusammen und untersucht, inwieweit es ihnen damit gelingen wird, ihre EZ-Zusagen einzuhalten. Der zweite Abschnitt enthält Länderartikel zu jedem der DAC-Mitgliedsländer, in denen die von ihnen ergriffenen Schritte zur Erfüllung der in Bezug auf die EZ-Wirksamkeit eingegangenen Verpflichtungen und die noch zu bewältigenden Herausforderungen analysiert werden. Der dritte Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten Erfolge und Herausforderungen anderer OECD-Geber, während im vierten Abschnitt die Rolle nicht der OECD angehörender Geber beschrieben wird.
    • Australien
      Australiens ODA belief sich 2008 netto auf 2,95 Mrd. US-$, was in realer Rechnung einem Anstieg um 6,2% gegenüber 2007 entspricht. Dieser Anstieg spiegelt eine allgemeine Zunahme der australischen Entwicklungszusammenarbeit wider. Das ODA/BNE-Verhältnis blieb bei 0,32% stabil.
    • Österreich
      2008 ging die Netto-ODA Österreichs gegenüber 2007 in realer Rechnung um 12,4% auf 1,71 Mrd. US-$ zurück. Der Rückgang erklärt sich daraus, dass die Aufwendungen für Entschuldungsmaßnahmen 2007 höher waren als 2008. Das ODA/BNE-Verhältnis sank von 0,50% im Jahr 2007 auf 0,43% im Jahr 2008.
    • Belgien
      Belgiens ODA belief sich 2008 netto auf 2,39 Mrd. US-$, was in realer Rechnung einem Anstieg um 13,7% gegenüber 2007 entspricht. Dies war hauptsächlich durch die allgemeine Aufstockung seiner EZ-Leistungen bedingt. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,43% im Jahr 2007 auf 0,48% in 2008.
    • Kanada
      Kanadas ODA belief sich 2008 netto auf 4,79 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 13,6% gegenüber 2007 entspricht. Diese Zunahme erfolgte dank der anhaltenden Verpflichtung zur Verdopplung des Finanzrahmens für die internationale Entwicklungszusammenarbeit bis 2010-2011, der Erhöhung der Zahlungen an die Weltbank zur Unterstützung der Verpflichtung Kanadas zur Verdopplung der EZ-Leistungen für Afrika sowie der erheblichen bilateralen Schuldenerlasse in 2008 (wohingegen die 2007 ausgewiesenen Beträge unerheblich waren). Kanada ist auf gutem Weg, seinen Teil der globalen Verpflichtung zur Aufstockung der EZ-Leistungen zu erbringen. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,29% in 2007 auf 0,32% in 2008.
    • Dänemark
      Dänemarks ODA belief sich 2008 netto auf 2,8 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 0,4% gegenüber 2007 entspricht. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,81% im Jahr 2007 auf 0,82% im Jahr 2008.
    • Europäische Kommission
      2008 belief sich die Netto-ODA der Europäischen Kommission auf 14,76 Mrd. US-$, was einem Anstieg um 17,5% in realer Rechnung gegenüber 2007 entspricht.
    • Finnland
      2008 belief sich die Netto-ODA Finnlands auf 1,17 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 9,2% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Zurückzuführen war dieser Anstieg auf die allgemeine Aufstockung der finnischen EZ-Leistungen. Das ODA/BNE-Verhältnis stieg zwischen 2007 und 2008 von 0,39% auf 0,44%.
    • Frankreich
      Frankreichs ODA belief sich 2008 netto auf 10,91 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 2,4% gegenüber 2007 entspricht. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,38% im Jahr 2007 auf 0,39% im Jahr 2008.
    • Deutschland
      2008 belief sich die Netto-ODA Deutschlands auf 13,98 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 6,3% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Der Anstieg war überwiegend durch eine Erhöhung der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit und höhere Beiträge an die Europäische Kommission bedingt. Der Anteil der ODA am BNE stieg von 0,37% im Jahr 2007 auf 0,38% im Jahr 2008.
    • Griechenland
      2008 belief sich die Netto-ODA Griechenlands auf 703 Mio. US-$, was in realer Rechnung einem Anstieg von 28,8% gegenüber 2007 entsprach. Die Zunahme war z.T. durch die Erhöhung der Beiträge an die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) der Weltbank bedingt. Der BNE-Anteil vergrößerte sich zwischen 2007 und 2008 von 0,16% auf 0,21%.
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  • Irland
    2008 belief sich die Netto-ODA Irlands auf 1,33 Mrd. US-$, was in realer Rechnung einem Anstieg von 6,7% gegenüber 2007 entsprach. Der BNE-Anteil der ODA-Leistungen vergrößerte sich zwischen 2007 und 2008 von 0,55% auf 0,59%.
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    • Italien
      2008 belief sich die Netto-ODA Italiens auf 4,86 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 11,8% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Zurückzuführen war dieser Anstieg in erster Linie auf den stärkeren Schuldenerlass. Das ODA/BNE-Verhältnis stieg zwischen 2007 und 2008 von 0,19% auf 0,22%.
    • Japan
      Japans ODA belief sich 2008 netto auf 9,58 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 10,7% gegenüber 2007 entspricht. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf eine Erhöhung der Beitragszahlungen an internationale Finanzinstitutionen zurückzuführen. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,17% in 2007 auf 0,19% in 2008.
    • Luxemburg
      Luxemburgs ODA belief sich 2008 netto auf 415 Mio. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 3,3% gegenüber 2007 entspricht. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,92% im Jahr 2007 auf 0,97% im Jahr 2008.
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  • Niederlande
    2008 belief sich die Netto-ODA der Niederlande auf 6,99 Mrd. US-Dollar, was in realer Rechnung einer Zunahme um 4,8% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Das ODA/BNE-Verhältnis sank von 0,81% im Jahr 2007 auf 0,80% im Jahr 2008.
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    • Neuseeland
      2008 belief sich die Netto-ODA Neuseelands auf 348 Mio. US-$, was einem realen Anstieg um 11,5% gegenüber 2007 entsprach. Der Anstieg war überwiegend durch eine Erhöhung der bilateralen ODA bedingt. Im Verhältnis zum BNE stieg die ODA zwischen 2007 und 2008 von 0,27% auf 0,30%.
    • Norwegen
      Die Netto-ODA Norwegens sank im Zeitraum 2007-2008 real um 2,5% auf 3,96 Mrd. US-$. Der BNE-Anteil der ODA-Leistungen verringerte sich im selben Zeitraum von 0,95% auf 0,88%.
    • Portugal
      Die Netto-ODA Portugals betrug 2008 620 Mio. US-$, was einem Anstieg von 22,4% gegenüber 2007 entspricht. Der Anstieg war in erster Linie durch eine Zunahme der bilateralen Leistungen bedingt, vor allem zu Gunsten Afrikas. Der BNE-Anteil der ODA-Leistungen erhöhte sich im Zeitraum 2007-2008 von 0,22% auf 0,27%.
    • Spanien
      Spaniens ODA belief sich 2008 netto auf 6,87 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 22,6% gegenüber 2007 entspricht. Der Anstieg war auf eine Zunahme der bilateralen Leistungen zurückzuführen, insbesondere an Afrika. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,37% in 2007 auf 0,45% in 2008.
    • Schweden
      2008 belief sich die Netto-ODA Schwedens auf 4,73 Mrd. US-$, was gegenüber dem Vorjahr einem realen Anstieg um 3,9% entsprach. Das ODA/BNE-Verhältnis stieg von 0,93% in 2007 auf 0,98% in 2008.
    • Schweiz
       Die ODA der Schweiz belief sich 2008 netto auf 2,04 Mrd. US-$, was einer Zunahme in realer Rechnung um 7,6% gegenüber 2007 entspricht. Der Anstieg war hauptsächlich auf eine Zunahme der bilateralen Leistungen zurückzuführen. Das ODA/BNE-Verhältnis erhöhte sich von 0,38% im Jahr 2007 auf 0,42% im Jahr 2008.
    • Vereinigtes Königreich
      2008 belief sich die Netto-ODA des Vereinigten Königreichs auf 11,5 Mrd. US-$, was einem Anstieg um 25,0% in realer Rechnung gegenüber 2007 entspricht. Diese Zunahme erklärt sich aus einer allgemeinen Aufstockung der EZ-Leistungen des Vereinigten Königreichs. Das ODA/BNE-Verhältnis stieg zwischen 2007 und 2008 von 0,35% auf 0,43%.
    • Vereinigte Staaten
      2008 belief sich die Netto-ODA der Vereinigten Staaten auf 26,84 Mrd. US-$, was einem Anstieg um 20,5% in realer Rechnung gegenüber 2007 entspricht. Diese Erhöhung ist auf eine Zunahme der EZ-Leistungen an alle Entwicklungsländer und insbesondere Subsahara-Afrika und die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder zurückzuführen. Das ODA/BNE-Verhältnis stieg zwischen 2007 und 2008 von 0,16% auf 0,19%.
    • Zusammenfassungen der Zwischenevaluierungen
    • Profile der anderen OECD-Geber
    • Profile der EZ-Leistungserbringer außerhalb der OECD
      Der DAC führt die größten EZ-Geber der OECD zusammen, aber in der Entwicklungszusammenarbeit spielen auch Länder außerhalb der OECD seit langem eine wichtige Rolle. In vielen Fällen haben es ihnen ihre in jüngster Zeit erworbenen Kenntnisse im Bereich der Entwicklung und ihre Erfahrungen als ODA-Empfänger ermöglicht, einzigartige und effektive Beziehungen zu den Partnerländern aufzubauen.
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